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Olympia 2010: Felix Neureuther dachte vor Weihnachten ans Karriereende

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Olympia 2010 - Ski alpin  

Neureuther dachte vor Weihnachten ans Karriereende

22.02.2010, 11:51 Uhr | dpa

Felix Neureuther hatte zu Saisonbeginn wenig Grund zur Freude. (Foto: imago)Felix Neureuther hatte zu Saisonbeginn wenig Grund zur Freude. (Foto: imago) Nach seinem ersten Weltcupsieg in Kitzbühel vor knapp vier Wochen gilt Felix Neureuther bei den Olympischen Winterspielen nun als Medaillenkandidat. Doch um ein Haar wäre Deutschlands bester Slalom-Fahrer gar nicht nach Vancouver gefahren, sondern hätte vor Weihnachten seine Karriere beendet.

Der 25-Jährige war angesichts seiner schlechten Ergebnisse zu Beginn des Winter gefrustet. Erst eine E-Mail eines "Freundes der Familie", wie ihn Neureuther nennt, brachte ihn wieder in die richtige Spur zurück.


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Neureuther: "Alles in mich reingefressen"

"Ich hatte keine Freude mehr, bin in ein Mega-Loch gefallen. Der Sport hatte den Menschen Felix Neureuther negativ beeinflusst. So sehr, dass ich alles in Frage gestellt habe", sagt Neureuther in Whistler über die Leidenszeit kurz vor Weihnachten 2009. Achtmal war er zu diesem Zeitpunkt in der laufenden Saison im Weltcup gestartet, Rang 20 im Riesenslalom von Val d'Isere war sein bestes Ergebnis. Viel zu wenig für einen Mann von Neureuthers Klasse. Und so dachte der beste deutsche Ski-Rennläufer ans Aufhören. Doch anstatt sich zu offenbaren, "habe ich das alles in mich reingefressen".

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Cheftrainer erkannte Ernst der Lage nicht

Auch Männer-Cheftrainer Karlheinz Waibel wusste von Neureuthers Sinnkrise nichts. "Nach dem durchwachsenen Saisonstart war er verkrampft, verspannt, verunsichert. Aber dass es so tief in ihm saß, habe ich nicht gemerkt", sagt er. Nach dem letzten Rennen des Jahres in Alta Badia gab es aber "ein intensives Gespräch, bei dem wir vereinbart haben, dass sich etwas ändern muss".

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E-Mail als Mutmacher

Doch für Neureuther ging es um mehr als um eine Veränderung. Für ihn ging es um alles - nur er wusste nicht, was er tun sollte. Bis die ominöse E-Mail kam. "Die hat es zu hundert Prozent auf den Punkt gebracht. Es zählt doch der Mensch, stand da drin, Skifahren darf nicht alles sein. Du musst Spaß haben bei dem, was du tust. Da hat es bei mir plötzlich klick gemacht", erzählt er.

Training mit dem Vater

"Spaß haben", das war es. Mit der gleichen Einstellung, sagt er, sei seine Mutter Rosi Mittermaier bei Olympia 1976 in Innsbruck zweimal zu Gold gefahren. Ohne Druck, die Spiele genießend. Und mit dieser Einstellung ging er gleich nach Weihnachten wieder auf die Piste. Äußerlich der alte Felix, aber innerlich gewandelt. Mit Vater Christian trainierte er am heimischen Gudiberg, feilte an Material und Position - und "dann kam das Feuer zurück".

Sieg in Kitzbühel

Beim nächsten Rennen in Zagreb wurde er immerhin Neunter, vier Tage später qualifizierte er sich in Adelboden mit Rang elf für die Spiele. Weitere zwei Wochen später triumphierte er in Kitzbühel, es war sein erster Weltcup-Sieg. Endlich. "Das war ein ganz besonderer Moment. Auf so etwas arbeitet man sein ganzes Leben lang hin, kämpft, probiert - und irgendwann wird man beschenkt. Das vergesse ich nie."

Beim Riesenslalom "mit dem Berg anfreunden"

Mit der gleichen, lockeren Einstellung wie vor vier Wochen am Ganslernhang will Neureuther in Whistler fahren. "Ich weiß einfach, dass ich vorne landen kann, wenn ich mein Leistungsvermögen abrufe. Eine Medaille, das wäre ein Riesentraum. Diesen Traum versuche ich in die Realität umzusetzen", sagt er. Beim Riesenslalom wird das noch nicht der Fall sein, selbst der erhoffte Platz unter den Top 15 wäre "eine Überraschung". Er will sich für den Slalom einfahren, die speziellen Bedingungen mit frühlingshaftem Schnee testen und sich "mit dem Berg anfreunden".

E-Mail soll am Wettkampftag noch einmal motivieren

Richtig los geht es dann aber erst am Samstag mit dem Slalom. Vor dem Rennen wird Neureuther dann noch einmal auf sein Handy schauen. Dort hat er nämlich die E-Mail des für die Öffentlichkeit unbekannten Absenders gespeichert, die sein Sportlerleben verändert hat.

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