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Riesch und Co. sitzt die Ski Alpin-Konkurrenz im Nacken

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Riesch und Co. sitzt die Konkurrenz im Nacken

22.10.2010, 13:54 Uhr | sid, sid

Riesch und Co. sitzt die Ski Alpin-Konkurrenz im Nacken. Die Top-Stars Maria Riesch (li.) und Lindsey Vonn stehen sich auch in dieser Saison gegenüber. (Foto: imago)

Die Top-Stars Maria Riesch (li.) und Lindsey Vonn stehen sich auch in dieser Saison gegenüber. (Foto: imago)

Am Samstag startet für das Team um Olympiasiegerin Maria Riesch die neue Weltcup-Saison in Sölden. Fortan befinden sich die deutschen Ski-Damen in einer für sie gänzlich neuen Situation - denn erstmals seit über einem Jahrzehnt sind sie selbst die Gejagten.

Wolfgang Maier redet nicht so gerne über die Vergangenheit, dabei hätte der frühere Cheftrainer der alpinen Ski-Damen durchaus Interessantes zu erzählen. Über 1998 etwa, als Katja Seizinger bei Olympia in Nagano unter seiner Leitung Doppel-Gold gewann und Hilde Gerg Olympiasiegerin wurde. Ende der 1990er Jahre war das deutsche Damen-Team das Maß der Dinge. Nach Jahren des Darbens hat Maier, mittlerweile Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), erstmals seit den goldenen 90ern wieder die weltweit beste Mannschaft beisammen.

Keine "Monostruktur Maria Riesch"

"Wir sind vielleicht nicht die Nation, die in der Breite herausragt. Aber wir haben einzelne, herausragende Leute. Fahrerinnen, die jederzeit in der Lage sind, Rennen gewinnen zu können. Nicht nur Maria Riesch", sagt Maier. Riesch glückte zwölf Jahren nach den Triumphen von Japan im kanadischen Whistler das olympische Doppel. Darüber hinaus holte aber auch noch Viktoria Rebensburg die Goldmedaille im Riesenslalom - in der Disziplin, in der ihre Kollegin Kathrin Hölzl Weltmeisterin ist. Die "Monostruktur Maria Riesch", wie Maier es immer nannte, hat der DSV aufgebrochen.

Mysteriöse Verletzung bei Kathrin Hölzl

Riesenslalom-Weltcupsiegerin Hölzl nennt den Auftakt "ein unglaublich wichtiges Rennen, weil es der erste richtige Test ist. In Sölden sieht man, wo man steht." Bei ihr ist das besonders interessant, litt sie in der Saison-Vorbereitung doch unter rätselhaften Muskelschmerzen, die jegliche Form von Krafttraining unmöglich machten. Die Ursachen für die Probleme sind noch immer unklar, die Bischofswiesenerin "will die Geschichte jetzt ruhen lassen." Auf der Piste hat sie schließlich keine Schwierigkeiten, und außerdem sei sie ja "von Haus aus ein muskulärer Typ. Im Umfang habe ich keinen Millimeter eingebüßt."

Rebensburgs voller Terminkalender

Auch Viki Rebensburg hatte keinen leichten Sommer. Eine Daumenverletzung verhinderte ihre Teilnahme am zweiten Trainingslager in Chile, ihr Studium funkt mitunter bei ihrer Trainingsplanung dazwischen. Nach dem Coup von Whistler hat die 21-Jährige daher sehr darauf geachtet, dass die Verpflichtungen abseits der Strecke nicht zu viel wurden, "damit das Immunsystem alles verkraftet. Denn das Training hat absolute Priorität." Schließlich will Viki möglichst bald, am liebsten in Sölden, den noch fehlenden Weltcup-Sieg holen.

Riesch sagt Vonn den Kampf an

Dass Rebensburg sich in der Öffentlichkeit etwas zurückziehen konnte, lag auch an der Präsenz von Maria Riesch. Anders als ihre Kolleginnen öffnet sie sich dem Boulevard, der ihrer nahenden Heirat ebenso viel Platz einräumt wie dem Sport. Riesch kommt damit gut zurecht, es gehe ihr "gut wie nie zuvor", berichtet sie. Riesch fühlt sich fit. So fit, dass sie Titelverteidigerin Lindsey Vonn (USA) einen heißen Kampf um den Gesamtweltcup versprochen hat.

Der neue Trainer hat viel vor

Helfen soll dabei der neue Cheftrainer Thomas Stauffer, der Erfolgscoach Mathias Berthold ablöste. Riesch sagte, man solle den Wechsel "nicht überbewerten", da die Disziplintrainer immer noch die gleichen seien. Stauffer selbst aber hat viel vor: "Das Amt birgt Risiken, weil mein Vorgänger sehr erfolgreich war", sagte er. "Aber ich will das Team vielleicht noch einen Schritt voranbringen."

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