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Neureuther präsentiert sich vor fantastischer Kulisse stark

02.01.2011, 18:33 Uhr | dpa, dpa

Neureuther präsentiert sich vor fantastischer Kulisse stark. Felix Neureuther wird in München frenetisch angefeuert. (Foto: imago)

Felix Neureuther wird in München frenetisch angefeuert. (Foto: imago)

Zum großen Wurf reichte es für Maria Riesch und Felix Neureuther bei der Münchner Skiparty nicht, trotzdem hoffen die deutschen Alpinen auf weitere Stadt-Spektakel. Vor 25.000 begeisterten Zuschauern am Olympiaberg erreichte der Partenkirchener als einziger Lokalmatador die Finalläufe und verpasste als Vierter nur knapp den neunten Podestplatz seiner Karriere.

"Das Leben ist kein Wunschkonzert", sagte Neureuther, haderte aber nur kurz: "Das war heute ein extrem schöner Tag für mich. Es ist gewaltig, es macht so einen Spaß vor dem heimischen Publikum. Das war eine unglaubliche Werbung für unseren Sport. Das ist ein Zeichen, wo es hingehen sollte - in die Städte."

Riesch: "Das war wirklich Wahnsinn vor dieser Kulisse loszufahren"

Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch, ihre Schwester Susanne und Viktoria Rebensburg schieden bereits zum Auftakt im Achtelfinale aus. "Das war wirklich Wahnsinn vor dieser Kulisse loszufahren", kommentierte Maria Riesch dennoch freudig.

Während seine Kolleginnen beim Sieg der Schwedin Maria Pietilä-Holmner nichts mit der Entscheidung zu tun hatten, verpasste Neureuther um 0,12 Sekunden gegen den späteren Gewinner Ivica Kostelic aus Kroatien das große Finale. Bei den Fahrten um Platz drei war der 26-Jährige, der vor zwei Jahren ein Show-Event in Moskau gewonnen hatte, um 0,05 Sekunden langsamer als Bode Miller.

Besonders bei den Läufen von Neureuther und Maria Riesch sorgten die Fans für Stadion-Atmosphäre. "Auch wenn es bei uns nicht so gut gelaufen ist, ist das ein Super-Event. Das könnte öfter gemacht werden", sagte die Doppel-Olympiasiegerin. Doch nach nur zwei Fahrten war der sportliche Ausflug in die bayerische Landeshauptstadt für sie bereits wieder beendet.

Riesch verpasst ein Tor

Im ersten Durchgang des Achtelfinals lag sie noch minimal vor der Italienerin Daniela Merighetti, doch nach einem Patzer schied Riesch aus. "Ich bin ein bisschen hängengeblieben und dann hat es mir den Stock aus der Hand gerissen. Im Mittelteil habe ich dann zu viel riskiert und das Tor nicht mehr bekommen", sagte sie.

Da Lindsey Vonn den Patzer ihrer Freundin und Rivalin nicht nutzte und mit ihrem Viertelfinal-Aus nur 15 Punkte gutmachte, führt Riesch mit 106 Zählern Vorsprung weiter den Gesamt-Weltcup an. Vor ihrem Aus hatte der Wettbewerb für die Fans der deutschen Damen bereits mit zwei Enttäuschungen begonnen. Zunächst konnte Susanne Riesch ihrer Schwester keine Schützenhilfe leisten und nach jeweils mäßigen Starts in ihrem Achtelfinale nicht mit Vonn mithalten. "Es war wirklich unglaublich. Schade, dass ich nur zweimal runterfahren durfte", klagte sie. Danach schied Rebensburg gegen Pietilä-Holmner aus.

Witt: "Das sind die Bilder, die wir international einsetzen"

Obwohl die deutschen Damen die Top-Platzierungen verpassten, setzen die Macher der Münchner Olympiabewerbung für die Winterspiele 2018 auf einen großen Werbeeffekt. "Das ist Gänsehaut pur", sagte Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft, "der Olympiapark würde 2018 ein Eis-Festival erleben." Auch Katarina Witt, Kuratoriumsvorsitzende der Münchner Bewerbung 2018, glaubte an positive Werbung. "Das sind die Bilder, die wir international einsetzen", sagte die frühere Olympiasiegerin.

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