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Ski-WM 2011: Streit um Kandahar-Abfahrt vorerst beigelegt

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Streit um Kandahar-Abfahrt vorerst beigelegt

08.01.2011, 16:00 Uhr | dpa, sid, t-online.de, sid, dpa, t-online.de

Ski-WM 2011: Streit um Kandahar-Abfahrt vorerst beigelegt. Der Zieleinlauf als Zankapfel: Die berühmte Kandahar-Abfahrt. (Foto: dpa)

Der Zieleinlauf als Zankapfel: Die berühmte Kandahar-Abfahrt. (Foto: dpa)

Den Ski-Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen steht nichts mehr im Wege. Der jahrelang andauernde Streit um ein Grundstück im Zieleinlauf der Kandahar-Abfahrt ist beigelegt worden, teilte der Anwalt des betroffenen Grundstücksbesitzers mit. Das Landratsamt und der Eigentümer der rund 4000 Quadratmeter großen Fläche seien zu einer gütlichen Einigung gekommen. Die Winterspiele 2018 sind davon jedoch ausdrücklich ausgeschlossen.

Nach eigenen Angaben hatte die Kreisbehörde eine solche Vereinbarung angeregt. Das Landratsamt möchte angesichts der "äußerst schwierigen Rechtslage sowie der damit verbundenen Risiken" auf diese Art und Weise weitere Konfrontationen umgehen.

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Keine Enteignung

Wie die "tz" berichtet, stellt der Grundstücksbesitzer seine Wiese für alle Weltcup-Rennen in den nächsten 23 Jahren zur Verfügung. Eine Enteignung, wie von der Gemeindeverwaltung angedroht, konnte somit abgewendet werden.

Ein Bestandteil des notariell beurkundeten Vertrags sei, dass die Betonfundamente im Bereich des Zieleinlaufs nicht auf dem umstrittenen Areal, sondern fünf Meter weiter talwärts aufgebaut werden.

Keine Regelung für Olympia

Der Eigentümer konnte zudem seine Forderung durchsetzen, eine Ausschlussklausel für die Olympischen Spiele in den Vertrag aufzunehmen. Dazu war die Gemeinde bisher nicht bereit gewesen. Dort wollte man lediglich einen Vertrag unterzeichnen, der die geplanten Winterspiele in München und Garmisch-Partenkirchen mit einschließt.

Kein Einzelfall

Bezüglich einer Regelung für 2018 sieht der Anwalt des Grundstücksbesitzers seinen Mandanten nicht in der Pflicht. Es sei "nicht nur zumutbar, sondern eine Selbstverständlichkeit, dass die deutsche Bewerberseite sich in den verbleibenden sieben Jahren um eine Regelung bemüht," teilte er schriftlich mit. Wegen der Winterspiele 2018 haben auch etliche andere Grundstückseigentümer angekündigt, ihre Flächen nicht hergeben zu wollen.

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