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Maria Riesch: "Bronze ist wie Gold für mich"

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Riesch lässt Druck ab – für alle

08.02.2011, 15:39 Uhr | t-online.de, t-online.de

Maria Riesch: "Bronze ist wie Gold für mich". Maria Riesch jubelt über ihre Bronzemedaille im Super-G. (Foto: dapd)

Maria Riesch jubelt über ihre Bronzemedaille im Super-G. (Foto: dapd)

Aus Garmisch-Partenkirchen berichtet Jörg Hausmann

Maria Riesch brauchte nur 1:24,03 Minuten, um das nervige Fragen nach der ersten deutschen Medaille bei der Ski-WM gar nicht erst aufkommen zu lassen: Bronze im Super-G, gleich zum Auftakt der "Festspiele im Schnee". Riesch genoss den Jubel im Ziel: "Bronze ist wie Gold für mich."

Ein Küsschen ihres Lebensgefährten Marcus Höfl versüßte der Führenden im Gesamt-Weltcup die "Nervenzerreißprobe".

Das Warten auf die Medaille

Es ging um das Warten auf Lindsey Vonn und Co. Riesch – als 17. gestartet - musste mindestens fünf potenzielle Medaillenkandidatinnen überstehen. Die spätere Siegerin Elisabeth Görgl aus Österreich hatte mit Startnummer 16 die so genannte Gruppe der Top-sieben-Läuferinnen begonnen. Rieschs Erzrivalin Vonn aus den USA beschloss sie mit der Nummer 22.

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Traumstart für Maria Riesch

Die Partenkirchenerin gewann im ersten Rennen bei ihrer Heim-WM die Bronzemedaille. Video

Riesch beschrieb die Angst um den Verlust des Edelmetalls so: "Ich glaube, mein Puls war höher als während des Rennens." Letzten Endes aber war Vonn nicht in der Verfassung, die Party zu stören. "Die Bedingungen waren zu schwierig, um halb fit was zu holen", nahm Riesch ihre im Training im österreichischen Hinterreit vor kurzem gestürzte Freundin in Schutz.

"Medaille eine große Erleichterung"

Riesch musste nur noch Vonns unerschrockene Landsfrau Julia Macuso passieren lassen und hat Vonn bei dieser WM nun eine Medaille voraus, mit der sie höchstens "geliebäugelt, nicht aber spekuliert" habe. "Ich habe immer versucht, mir zu sagen, wenn es heute nicht klappt, dann halt beim nächsten Rennen oder beim übernächsten. Ich hab ja noch ein paar Chancen. Dass es jetzt gleich im ersten Rennen mit einer Medaille geklappt hat, ist eine große, große Erleichterung", verringerte die zweifache Olympiasiegerin damit den immensen Druck auf ihre gefragte Person und das gesamte WM-Aufgebot des DSV.

Minimalziel erreicht, Hoffnung auf mehr

"Ich habe das Mindestziel schon erfüllt", sagte die Frau mit Chancen auf den Sieg in allen verbleibenden Disziplinen. "Es wäre schön, wenn noch was dazu kommt. In der Super-Kombination sind die Chancen definitiv am größten." Die Erwartungen an die Gallionsfigur des Frauen-Teams des DSV waren im ersten Wettbewerb der Bewerbungs-WM für Olympia 2018 noch nicht immens. Sie hat sie demnach übererfüllt. "Ich habe seit drei Jahren kein Rennen mehr im Super-G gewonnen", so Riesch.

Ganz anders im Slalom. Da geht Riesch als Titelverteidigerin an den Start. Sie weiß, dass "dieses Spektakel am Gudiberg die Leute mehr herausholt aus ihren Häusern".

Zuschauerzuspruch könnte noch größer sein

"Die ideale Medaille" (OK-Mitglied Christian Neureuther) verfolgten offiziell 8.000 Besucher. 10.000 hätten Platz gehabt. Neureuther und Riesch schoben es auf den Wochentag, und Riesch mutmaßte: "Ganz zu Beginn trauen sich die Leute noch nicht so." Nach dieser Bronzemedaille, die für sie Gold wert ist, wohl schon. "Wir vom OK können ihr nur herzlich danke sagen", freute sich Neureuther. "Wenn’s darauf ankommt, ist sie immer da" - hoffentlich auch bei der nächsten Chance, in der Super-Kombination am 11. Februar.


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