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Ski-WM: Ohne Riesch, Hölzl und Rebensburg im Nationsevent

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Ersatzgeschwächte DSV-Mannschaft hofft auf WM-Medaille

15.02.2011, 16:07 Uhr | dpa, sid, dpa, sid

Ski-WM: Ohne Riesch, Hölzl und Rebensburg im Nationsevent. 2005 wird Deutschland Team-Weltmeister. Mit dabei: Felix Neureuther (vorne rechts). (Foto: imago)

2005 wird Deutschland Team-Weltmeister. Mit dabei: Felix Neureuther (vorne rechts). (Foto: imago)

Keine Riesch, keine Hölzl, keine Rebensburg - aber auch ohne die Damen-Asse will sich Felix Neureuther mit fünf WM-Neulingen im Team-Wettbewerb bei den Weltmeisterschaften behaupten. Vor seinem ersten Einsatz in Garmisch-Partenkirchen erinnerte Neureuther noch einmal an den Team-Event bei den Weltmeisterschaften 2005, als der Deutsche Skiverband in Bormio völlig überraschend Gold gewonnen hatte.

"Da sind wir alle über uns hinausgewachsen", sagte der 26-Jährige. Diesmal müsste ein wahres Ski-Wunder her, um auf das Stockerl zu fahren, denn das Weltklasse-Riesenslalom-Trio Maria Riesch, Viktoria Rebensburg und Kathrin Hölzl fehlt aus gesundheitlichen Gründen.

Riesch hofft auf Medaille

"Es war nicht alleine meine Entscheidung, der Arzt hat mir dazu geraten", sagte Riesch, die nach ihrer Virusgrippe nichts riskieren will. Und Edelmetall sei auch ohne die Top-Drei drin. "Man hat es in Bormio gesehen. Das war zwar ein anderer Modus, aber da hat es uns auch keiner zugetraut, dass wir gewinnen. Bei so speziellen Geschichten wie einem Team-Bewerb muss man man immer mit allem rechnen und wenn es für alle vier gut zusammen läuft, dann ist sicher auch eine Medaille drin."

Zunächst gegen die Slowakei

Die erste Runde sollte das Team des Deutschen Skiverbandes auch ohne die Top-Damen schaffen, Gegner ist die Slowakei. Im Falle eines Weiterkommens käme es zum Duell mit Mitfavorit Frankreich. Die Franzosen haben im elf Teams starken Teilnehmerfeld ebenso eine freie erste Runde wie Österreich, die USA, Italien und die Schweiz.

Arzt empfiehlt Startverzicht für Top-Drei

Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg sollte sich wegen der auskurierten Grippe ebenfalls noch schonen. Nach einem Besuch beim Teamarzt riet Hannes Scherr Riesch und Rebensburg vom Start im Mannschaftsrennen ab. Und Weltmeisterin Kathrin Hölzl setzt sowieso alles für das Spezial-Rennen am Donnerstag auf eine Karte.

"Maria ist schon für die Abfahrt ein sehr hohes Risiko gegangen", verriet der Arzt und empfahl einen weiteren Erholungstag. Wie auch für Rebensburg. "Die Grippe hat mich Kraft gekostet, jetzt fühle ich mich schon wieder sehr gut", vermittelte die zweimalige Weltcup-Siegerin Zuversicht für das Einzelrennen.

Mannschaftswettbewerb im Parallel-Riesenslalom

Das Fehlen der starken Riesenslalom-Damen macht sich gerade im neuen Format, das in Garmisch-Partenkirchen WM-Premiere feiert, bemerkbar. Denn anders als im alten Team-Programm, das 2005 und 2007 mit Super-G und Slalom gefahren wurde und 2009 ausfiel, treten die Mannschaften in der dritten Auflage nun in Parallel-Riesenslaloms gegeneinander an.

Zwei Frauen und zwei Männer starten pro Runde jeweils im direkten Duell. Für jedes gewonnene Rennen gibt es einen Punkt, bei einem 2:2 Gleichstand entscheidet die Summe aus bester Damen- und Herren-Zeit über das Weiterkommen. Beim Weltcup-Finale gewann Tschechien das Rennen im Parallel-Modus. Am Mittwoch (10.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) sind Österreich und Frankreich die Favoriten.

Wohl mit Dopfer, Dürr und Staber

Neben Neureuther dürften Fritz Dopfer (23 Jahre), Lena Dürr (19) und Veronika Staber (23) zum Einsatz kommen. Für Stefan Luitz (19) und die überraschend ins Aufgebot nachgerückte Veronique Hronek (19), beide noch ohne Weltcup-Platzierung, dürfte nur die Ersatzrolle in Frage kommen.

"Wir können das Thema schon kompensieren, wenn die Jungs jedes Mal gewinnen, fahren sie jedes Mal zwei Punkte", sagte Maier. Einen Reiz habe das Mannschafts-Duell, von dem sich der Internationale Skiverband eine Aufnahme ins olympische Programm erhofft, allemal. "Auch wenn den viele nicht ernst nehmen. Ich bin überzeugt, wenn da mal um Medaillen gefahren wird, ist das gar kein so schlechter Wettkampf. Das Problem ist, dass er keine Tradition hat. Man muss dem Format eine Chance geben", sagte Maier.

Die Paarungen in der ersten Runde (Mannschaften in Klammern treten nicht an):
1. Österreich - kein Gegner
2. Kroatien - Kanada
3. USA - kein Gegner
4. Italien - kein Gegner
5. Frankreich - kein Gegner
6. Deutschland - Slowakei
7. Schweden - Tschechien
8. Schweiz - kein Gegner

Viertelfinale
Österreich - Kroatien/Kanada
USA - Italien
Frankreich - Deutschland/Slowakei
Schweden/Tschechien -

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