Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Ski alpin >

DSV-Damen waren enttäuscht nach dem Riesenslalom bei der WM 2011

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Drama um deutsche Ski-Girls

17.02.2011, 20:29 Uhr

DSV-Damen waren enttäuscht nach dem Riesenslalom bei der WM 2011. Geschockt nach ihrem Ausrutscher: Maria Riesch. (Foto: imago)

Geschockt nach ihrem Ausrutscher: Maria Riesch. (Foto: imago)

Aus Garmisch-Partenkirchen berichtet Jörg Hausmann

Zum Heulen, dieser Riesenslalom: Der einzige Wettbewerb der Heim-WM mit drei deutschen Medaillenkandidatinnen endete im Tal der Tränen. Maria Riesch schied aus, als sie dabei war, die Bestzeit zu knacken. Titelverteidigerin Kathrin Hölzl ließ wegen starker Schmerzen nach Rang 20 Lauf zwei aus und beendete ihre Saison augenblicklich. Und Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg fasste nach ihrem fünften Platz passend zusammen: "Das Leben ist kein Wunschkonzert."

Fürwahr nicht: Krankheit und Verletzung hatten bereits seit Beginn der Titelkämpfe in Garmisch-Partenkirchen gegen den dritten deutschen Damen-Sieg bei einem Großereignis in Folge gearbeitet. So sehr sich Riesch, Rebensburg und vor allem Hölzl auch mühten: Enttäuschung, Ärger und Schmerz saßen anschließend tief.

Riesch stand nach ihrem Abrutscher in der Hölle das Wasser in den Augen. Sie sei "traurig und enttäuscht, denn ich habe gemerkt, dass ich gut unterwegs war und sicher eine Medaille möglich war. Aber bevor ich Vierte oder Fünfte werde, riskiere ich lieber alles. Das hat leider nicht ganz funktioniert." DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier spendete noch an der Strecke Trost. Riesch verließ den Ort des Geschehens ohne ihre Skier und kam unter dem trotzigen Jubel der Fans auf ihren Skischuhen im Ziel an.

Ski-WM - Video 
Kathrin Hölzl gibt auf

Die Titelverteidigerin teilte mit, dass sie in dieser Saison nicht mehr an den Start gehen werde. Video

Hölzl verkündet Saison-Aus

Dort wartete "nur" ihre "innerlich verärgerte" Teamkollegin Rebensburg, nicht aber die entthronte Hölzl. Die hatte ihre neuerlich extremen Rückenschmerzen ignoriert und sich im ersten Durchgang indiskutable 2,36 Sekunden Rückstand auf die Führende Tina Maze aus Slowenien eingehandelt. Anschließend trat die 26-Jährige völlig frustriert vor die Mikrofone und verkündete das Ende ihrer Saison: "Ich kann mein Bein nicht richtig heben. Wie soll man da schnell Ski fahren?" Sie habe es probiert - mehr sei es nicht gewesen. "Ich bin für die Zuschauer, fürs Publikum als Titelverteidigerin gefahren."

Die tapfere Riesch erlebte das Drama um die nicht minder tapfere Hölzl bereits bei der morgendlichen Gondelfahrt hautnah mit: "Sie konnte weder aufrecht gehen noch ordentlich sitzen. Das ist wirklich tragisch. Sie laboriert schon so lange rum. Ich drücke ihr alle Daumen, dass jetzt bald das Heilmittel gefunden wird."

Hölzl sehnt sich nach Schmerzfreiheit. Sie war ihr seit dem vergangenen Sommer nicht vergönnt - auch nicht am Abend vor ihrem einzigen WM-Rennen. "So geht es nicht weiter. Ich muss wieder richtig gesund werden. Wenn man nicht mal zehn Minuten laufen kann, ohne dass man sich dann drei Tage nicht mehr aus dem Bett bewegen kann, dann kann irgendwas nicht richtig sein.“ Sie wolle derzeit jedoch keinen Doktor mehr sehen: "Ich war in den letzten Wochen in ganz Deutschland unterwegs, bin von einem zum nächsten gefahren." Die Ursache der Beschwerden bleibt ein Rätsel, sei somit auch nicht zu bekämpfen und in den Griff zu bekommen. "Mir steht es hier. Ich brauche eine Auszeit", sagte Hölzl.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal