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Ski-WM: Die negative Bilanz des DSV-Teams

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Dem Druck nicht gewachsen

20.02.2011, 16:58 Uhr | t-online.de, t-online.de

Ski-WM: Die negative Bilanz des DSV-Teams. Der deutsche Slalom-Experte Felix Neureuther ist bedient. (Foto: dpa)

Der deutsche Slalom-Experte Felix Neureuther ist bedient. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Aus Garmisch-Partenkirchen berichtet Jörg Hausmann

Auf "seinem" Gudiberg wurde der schwer geschlagene Felix Neureuther zum unguten Ende der alpinen Heim-WM auch noch zum Pistenrutscher für die nachfolgende Weltelite: Betont langsam und ins Publikum winkend näherte sich der gerade ausgeschiedene Hoffnungsträger dem Ziel. Der enttäuschende Slalom der Herren setzte das i-Tüpfelchen auf eine Weltmeisterschaft der vertanen Chancen. Ohne Maria Riesch hätte es für den DSV keine Medaille gegeben. Die 26-Jährige holte immerhin zwei bronzene.

Fünf lange Jahre voller Anspannung und Vorfreude hatte Neureuther - Lokalmatador wie Riesch - davon geträumt, aufs WM-Podest zu fahren. Seine Medaille hätte dem DSV zumindest die angestrebte Minimalausbeute beschert und auch die Ehre der Herren-Mannschaft gerettet. Der immense Druck aber lähmte ihm die Beine. Im ersten Lauf unerklärlich verkrampft unterwegs, fädelte der 26-Jährige im finalen Durchgang ein.

"Es hat an meinem Kopf gelegen. Was mich richtig aufregt, ist der erste Durchgang." Dass er "mit soviel Angst heruntergefahren" sei, "geht mir nicht aus dem Kopf." Die anderen Jungs seien "heruntergebolzt. Und ich bin auf Sicherheit gefahren. So gewinnt man keinen Blumentopf."

"Waren nicht gut genug"

Wolfgang Maier gab sich erst gar keine Mühe, seine Enttäuschung über den Verlauf der gesamten Weltmeisterschaft zu verbergen: "Wir waren nicht gut genug, um noch mehr aus dieser WM zu machen", bilanzierte der Alpindirektor des DSV. "Wir stehen zu dem, was wir gebracht haben. Das war aber in der einen oder anderen Disziplin ein bisschen zu wenig", sagte Maier.

Hölzl verletzt sich

Auf dem Riesenslalom der Damen und auf den beiden Slaloms hatten die Hoffnungen vor allem geruht, viel rausgekommen ist nicht. Trotzdem habe sich das Team "ordentlich präsentiert. Wir haben keine Ausreden gesucht." Das WM-Aufgebot habe "typisch deutsche Dinge" gezeigt, sagte Maier und meinte damit, "mit Verletzungen und Krankheiten nicht aufzugeben und an den Start zu gehen, obwohl wir wussten, wir haben keine Chance". Die von extremen Rückenschmerzen geplagte Kathrin Hölzl stürzte sich als Titelverteidigerin in den Riesenslalom der Damen, um nach Platz 20 im ersten Lauf den zweiten abzusagen - und den ganzen Rest der Saison.

Trainerentlassungen stehen nicht zur Debatte

Der wird davon bestimmt sein, dass Superstar Maria Riesch der Gewinn des Gesamt-Weltcups winkt. Maier gab zu, "dass das System von der Maria abhängt". Eine nach Großereignissen oft in anderen Sportarten - wie beispielsweise dem Fußball - zu beobachtende Zäsur schloss Maier für den DSV aus. "Auf keinen Fall werden irgendwelche Trainer wegen des WM-Ergebnisses entlassen werden. Dazu war ich zu lange selbst in dem Geschäft, als dass ich Schnellschussreaktionen von einem Event abhängig mache." Man müsse sich "in konstruktiver Form, nicht in der einer Bestrafung" zusammensetzen und "die Teams neu gestalten".

18-jähriger Luitz überzeugt

Stefan Luitz wird sicher dazugehören. Den 18-Jährigen hatte der DSV mitgenommen, obwohl der Angehörige des B-Kaders die Norm nicht erbracht hatte. Luitz begeisterte in Riesenslalom und Slalom. Maier sagte über den Youngster: "Wir haben explizit ihn nominiert, weil er das Potenzial hat, positiv zu überraschen. Das hat er dann auch gemacht."

Den Riesenslalom beendete Luitz nach Rang 17 im ersten Lauf als 29. Im Slalom lag der Sportsoldat kurz vor dem Ziel des ersten Durchgangs nur zwei Sekunden hinter dem späteren Weltmeister Jean-Baptiste Grange zurück. "Ich habe unten leider eingefädelt. Es wäre ein gutes Resultat gewesen. Schade."

Kein versöhnliches Ende für Dopfer

Fritz Dopfer als 21. des Gesamtklassements tröstete es wenig, wie schon im Riesenslalom (15.) bester Deutscher und somit auch bester DSV-Fahrer dieser WM gewesen zu sein. "Ich bin eher unzufrieden. Meine Leistung im zweiten Lauf war nicht mehr so gut. Ich habe mich auf die Bedingungen nicht mehr richtig einstellen können. Es wäre sicher noch ein bisschen was möglich gewesen" - wie bei der gesamten WM. Deren versöhnliches Ende, sagte Dopfer, der seine erste bestritt, sei ausgeblieben.

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