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Nach Ski-WM: Motto "Dabeisein ist alles" bei Bauer und Narea

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"Dabeisein ist alles": Exoten Bauer und Narea

24.02.2011, 10:04 Uhr | t-online.de, t-online.de

Nach Ski-WM: Motto "Dabeisein ist alles" bei Bauer und Narea. 40. beim Slalom in Garmisch-Partenkirchen: Sandra-Elena Narea. (Foto: t-online.de)

40. beim Slalom in Garmisch-Partenkirchen: Sandra-Elena Narea. (Foto: t-online.de)

Aus Garmisch-Partenkirchen berichtet Jörg Hausmann

Nach ihrem Platz 90 beim WM-Debüt im Riesenslalom stellte Laura Bauer klar: "Man kann von mir nicht so viel erwarten wie von Maria Riesch. Das geht gar nicht." Denn Bauer ist erst 17 Jahre alt, bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen für Südafrika unterwegs und "stolz", sich überhaupt auf die Wettkampfstätten Kandahar und Gudiberg gewagt zu haben.

Auf der Kandahar ließ Bauer mit der vorletzten Startnummer 115 im Riesenslalom die Libanesin Sarah Ekmekejian um genau drei Hundertstelsekunden hinter sich - und war deshalb nicht Letzte. Doch schon auf die direkt vor ihr platzierten Kalhor-Schwestern aus dem Iran - Ziba, Marjan und Mitra belegten die Ränge 87 bis 89 - fehlten Bauer bis zu zehn Sekunden. Die Abiturientin aus Südafrika benötigte 1:42,19 Minuten. Die spätere Weltmeisterin Tina Maze aus Slowenien war im ersten Lauf, über den Bauer nicht hinauskam, 35,14 Sekunden schneller als die Tochter einer Deutschen und eines Österreichers.

"Ich war wegen der WM hier"

Die Verwandtschaft väterlicherseits lebt in Mühlbach bei Salzburg. Die Zeit für einen Besuch fehlte Bauer während ihrer aufregenden Tage im Werdenfelser Land: "Leider. Aber deswegen war ich auch nicht hier. Ich war wegen der Weltmeisterschaft hier." Sie hofft, dass es nicht ihre letzte gewesen ist.

Vielleicht interessiert es dann irgendwann auch mal jemanden außerhalb ihrer Klasse auf der deutschen Schule in Pretoria, dass sie in den europäischen Alpen ihre Nervosität und ihr "Muffensausen" überwindet, um Südafrika würdig zu vertreten. "In Südafrika interessiert die WM keinen. Dort sind Fußball und Rugby angesagt. Skifahren ist eine Nebensache. Aber meine ganze Klasse unterstützt mich. Sie schreiben mir regelmäßig, wünschen mir viel Glück. Und das ist es, was ich brauche. Ich finde das genial", freute sich Bauer.

Riesch und Schild im Blick

Zwei Tage nach dem Teilerfolg im Riesenslalom war Bauer im Slalom schon nach wenigen Metern nur noch auf einem Ski unterwegs. Noch in voller Rennmontur, hatte sie dafür keine echte Erklärung. "Falsche Lage, ein schwieriger Kurs für mich." Sie sei "noch keine so aggressive Skifahrerin. Deshalb bin ich es sehr vorsichtig angegangen." Sie sei aber schon viel weniger nervös gewesen als im Riesenslalom. "Ich bin froh, dass ich es versucht habe. Ich bin stolz auf mich."

Am Lift hatte sie zuvor sogar einen Blick auf Maria Riesch erhascht. Zeit, die Ideallinie zu erklären, hatte der WM-Star allerdings nicht. "Ich habe mich gefreut, sie zu sehen", sagte Bauer. "Sie hat aber nicht mit mir gesprochen. Sie sah ziemlich gestresst und in sich gekehrt aus." Und auch die spätere Siegerin Marlies Schild sei während des Mittagessens "zu beschäftigt" gewesen, um die hinter ihr sitzende Exotin zu bemerken.

Nächstes Ziel: Abitur und Studium

Jetzt ist Laura Bauer bereits zurück in Südafrika, wo ihr mit Tiffindell und Afri-Ski genau zwei Skigebiete zur Verfügung stehen. Doch die Bretter bleiben nach dem WM-Erlebnis erstmal in der Ecke. Das Abitur will bestanden werden. Schließlich möchte Bauer später studieren. "Ich muss aufholen, was ich in zwei Wochen verpasst habe." In zwei Wochen, die "nur positive Eindrücke" hinterlassen haben. Mit nach Hause nehme sie "den Spaß, den ich hatte, die Menschen, die so genial sind."

Narea: "Gegen die Besten zu fahren, ist hart"

Sie feuerten auch das "Skihaserl" aus Rumänien an: Sandra-Elena Narea. "Großartige Organisation, großartiges Publikum. Ich genieße es so sehr", strahlte die 22-Jährige am Sonnentag des Slaloms. Sie trug den auffälligsten Helm aller 111 Starterinnen: mit angeklebten Hasenohren. Damit fahre sie bereits seit zwei Jahren ihre Rennen und findet das "süß, aber auch kindisch." Im Gegensatz zu Bauer bezwang Narea den Gudiberg, wurde mit Startnummer 88 respektable 40. "Gegen die Besten zu fahren, ist schon echt hart." Narea fragt sie dann schon lieber nach Autogrammen.

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