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Ski alpin  

Neureuther fährt überraschend auf Rang zwei

26.02.2011, 10:56 Uhr | dpa, dpa

Neureuther fährt überraschend auf Rang zwei. Felix Neureuther bei der Abfahrt (Foto: imago)

Felix Neureuther bei der Abfahrt (Foto: imago)

Sechs Tage nach dem bitteren Slalom-Aus bei der Heim-WM hat Felix Neureuther seinen dritten Weltcup-Sieg nur um 1/100 Sekunde verpasst. Der 26-Jährige meldete sich mit dem zweiten Rang hinter dem Italiener Christof Innerhofer in der Super-Kombination im bulgarischen Bansko eindrucksvoll zurück.

Nach dem Slalom hatte Neureuther ebenfalls auf Rang zwei gelegen, musste sich aber im Super-G um einen Wimpernschlag dem dreimaligen Medaillengewinner von Garmisch-Partenkirchen geschlagen geben. Neureuther kam das erste Mal in der Super-Kombination auf das Podest.

Zweitbeste Slalom-Zeit hinter Grange

Wegen des Wetters war das Kombinations-Programm in Bansko umgedreht worden. Neureuther hatte hinter dem französischen Torlauf-Weltmeister Jean-Baptiste Grange die zweitbeste Slalom-Zeit hingelegt - und schlug sich dann tapfer im Super-G. Im Ziel schaute der 26-Jährige ungläubig drein, Innerhofer atmete erleichtert durch. "Ich hatte noch nicht mal den Abfahrtsanzug dabei", sagte Neureuther, der erstmals seit langem wieder die Speed-Ski untergeschnallt hatte und das Rennen als Vorbereitung für den Spezialslalom am Sonntag sah. Nun wurde er der erste Deutsche auf einem Kombipodest seit Markus Wasmeier 1990 und der erste Deutsche überhaupt auf dem Stockerl der erste wenige Jahre alten Super-Kombination.

Neureuther: "Es geht nur noch nach vorne"

Denn das Thema Kombi, das er in der Olympia-Saison noch verfolgt hatte, hatte der zweimalige Weltcup-Sieger eigentlich ad acta gelegt und wollte sich nur noch auf die technischen Disziplinen konzentrieren. In seiner sechsten Weltcup-Kombination wurde er nun mit seinem ersten Podium in dieser Disziplin belohnt. Bislang war Rang 22 der Bestwert.

Groß war die Freude über Rang zwei, aber auch über das Ende des Weltmeisterschafts-Dauerdrucks. "Für mich ist nach der WM der normale Felix rausgekommen, der lachend durchs Leben geht und der sich auf die nächsten Aufgaben freut. Für mich ist die WM abgehakt, es geht nur noch nach vorne", sagte der Skirennfahrer. Durch Rang fünf baute Ivica Kostelic aus Kroatien, der die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin schon vorher gewonnen hatte, seine große Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

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