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Neureuther Dritter in Alta Badia

19.12.2011, 14:37 Uhr | sid, dpa

Ski alpin: Neureuther Dritter in Alta Badia. Felix Neureuther feiert seinen dritten Platz in Alta Badia wie einen Sieg (Quelle: dpa)

Felix Neureuther feiert seinen dritten Platz in Alta Badia wie einen Sieg (Quelle: dpa)

Felix Neureuther kommt nach seiner Knieverletzung immer besser in Fahrt. Beim Slalom im italienischen Alta Badia fuhr Neureuther zum elften Mal in seiner Weltcup-Karriere aufs Podest. Der Partenkirchener schob sich im zweiten Lauf vom vierten auf den dritten Platz nach vorn, auf den Sieger Marcel Hirscher aus Österreich fehlten ihm am Ende 0,60 Sekunden. Es war erst Neureuthers zweites Saisonrennen.

Glauben an das medizinische Wunder

Im Ziel schrie Neureuther seine Freude heraus und sank jubelnd in den Schnee. Dankbar küsste das Slalom-Ass das lange Zeit verletzte rechte Knie. "Es ist Wahnsinn, das ist wie ein Sieg heute. Es ist absolut das schönste Podium für mich", sagte der zweimalige Weltcupsieger. "Vor sechs Wochen konnte ich noch nicht einmal Treppen gehen, und jetzt steige ich hier schon aufs Podium."

Dementsprechend dankbar war er seinen Ärzten und Physiotherapeuten. "Ich habe gesagt: Jungs, ich muss fit werden, ich muss unbedingt am Start stehen", sagte Neureuther, der deutlich früher als geplant schon beim Slalomauftakt in Beaver Creek vor anderthalb Wochen auf Rang zehn gefahren war. "Da sieht man, dass auch mal medizinische Wunder geschehen."

Cheftrainer ist sehr zufrieden

Vor der Saison hatte der 27-Jährige vieles umgestellt - neue Ski, neue Schuhe, neues Trainerteam. Änderungen, die sich in dieser Saison bereits früh auszuzahlen scheinen. "Ich persönlich habe das Gefühl, dass er jetzt stabiler auf dem Ski steht", analysierte Wolfgang Maier.

Für den Alpin-Chef war es "ein sehr, sehr schönes Gefühl, dass die Herren ihre Leistungen Rennen für Rennen bestätigen und unter die besten Zehn, Fünfzehn fahren". Das schaffte als zweiter deutscher Starter auch Fritz Dopfer. Nach drei Top-Ten-Plätzen im Riesenslalom nacheinander demonstrierte der 24-Jährige seine gute Form und egalisierte als 14. das beste Torlaufergebnis seiner Karriere.

"Ich bin schon zufrieden. Ich habe wieder Weltcup-Punkte geholt und Sicherheit gewonnen", sagte der gebürtige Österreicher, der mit seiner Fahrt aber nicht vollends glücklich war: "Leider habe ich im Flachen etwas Zeit verloren." Eine Einstellung, die Maier gefiel - "denn nur hungrige Wölfe jagen gut."

Anknüpfen an alte Erfolgszeiten

Seine Fahrer haben derzeit reichlich Appetit auf vordere Platzierungen. In diesem Winter stehen für das deutsche Team zehn Top-15-Platzierungen und zwei Stockerlränge zu Buche. "Wir sind noch lange nicht über den Berg", meinte Maier, "aber wir machen derzeit einen großen Schritt zur Spitze des Bergs". Auf dem Weg zu seinen ersten Weltcup-Punkten schrammte das 19 Jahre alte Techniktalent Stefan Luitz auf Rang 32 nur hauchdünn an seinem ersten Finale der besten 30 vorbei.

Bereits am Mittwoch stehen die Slalom-Asse um Neureuther und Dopfer wieder am Start - das Rennen im österreichischen Flachau ersetzt den Mitte November ausgefallenen Torlauf von Levi. Dort müsse es für beide darum gehen, noch weiter nach vorne zu kommen, sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel und machte Hoffnung auf weitere Glanztaten.

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