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Verband und Athleten fühlen sich nicht mehr willkommen

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Verband und Athleten fühlen sich nicht mehr willkommen

29.01.2012, 14:32 Uhr | dapd, dpa

. Die Zeit tickt: Gibt es bald keine Weltcuprennen mehr auf der legendären Kandahar-Strecke? (Quelle: imago)

Die Zeit tickt: Gibt es bald keine Weltcuprennen mehr auf der legendären Kandahar-Strecke? (Quelle: imago)

"Festspiele im Schnee" waren einmal. Ein Jahr nach den unter diesem Motto gefeierten Ski-Weltmeisterschaften steht der Alpin-Standort Garmisch-Partenkirchen für den Leistungssport infrage. Auch die Zukunft des Weltcups im WM-Ort von 2011 und 1978 ist offen.

"Die Grundproblematik ist, sind wir am Hang Störfaktor oder sind wir gern gekommene Gäste, die eine klare Marketingbotschaft Garmisch-Partenkirchens nach außen tragen", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Rande der Weltcup-Rennen am Wochenende.

DSV stellt Ultimatum bis zum 31. Mai

Der Verband bemängelt, dass er die Kandahar nicht wie erhofft zu Trainingszwecken nutzen kann und zudem beim Weltcup noch einmal zur Kasse gebeten wird. "Es kann nicht sein, dass wir als Verband noch die Liftkarte für Didier Cuche kaufen sollen," empört sich der DSV-Boss. Doch genau das verlangt die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn (BZB).

Der Verband soll weitere 30.000 Euro für die Ski-Weltcup zahlen, obwohl in den vergangenen beiden Jahren schon Mehrkosten in Höhe von 400.000 Euro angefallen sind. Umgerechnet seien das laut Hörmann "acht bis zehn Trainer weniger oder mehr in den verschiedenen Disziplinen. Das ist nicht mehr akzeptabel."

Der DSV-Präsident hat genug von den ständigen Forderungen und der Gemeinde bis zum 31. Mai ein Ultimatum gestellt - auch weil die BZB die bestehende Vereinbarung zwischen der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen als Mehrheitseigner und dem DSV mehrmals gebrochen hat.

Selbst deutsche Fahrer "nicht gerne in Garmisch"

Auch die deutschen Athleten sind mit der aktuellen Situation unzufrieden. "Wenn man sich das Drumherum anschaut, dann wäre ich nicht so sauer, wenn es woanders hingeht", sagte Speed-Spezialist Stephan Keppler, wenngleich auch für ihn ein Heim-Weltcup einen besonderen Stellenwert hat.

"Wir trainieren auch nicht gerne hier. Es ist selten genug, dass wir hier zum Fahren kommen." Im Training sei man auch schon von Einheimischen beschimpft worden. "Die Garmischer wollten uns noch nie hier haben zum Trainieren", sagte der 28-Jährige.

Abwanderung der Rennen ins Ausland droht

Bis zum Kongress des Internationalen Skiverbandes FIS vom 27. Mai bis 2. Juni im südkoreanischen Kangwonland will der DSV Klarheit. Sollte in Garmisch-Partenkirchen kein Speed-Weltcup mehr gefahren werden, drohen die Rennen komplett ins Ausland abzuwandern. Bis 2016 steht die Marktgemeinde aber noch im provisorischen Weltcup-Kalender.

Ein Problem in der derzeitigen Gemengelage ist, dass viele Verhandlungspartner am Tisch sitzen. Darüber hinaus hat die geglückte WM, die damals rund fünf Millionen Euro Gewinn für das Organisationskomitee abwarf und auch tüchtig Steuergelder in die Gemeindekassen spülte, bei vielen Begehrlichkeiten geweckt. Bürgermeister Thomas Schmid betonte, dass der Ort die Rennen wolle. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde.

FIS hofft auf eine Einigung

Für die FIS steht außer Frage, dass man den Weltcup als "klassisches Event" behalten will. Das seien regionale Probleme in Deutschland, sagte Renndirektor Günter Hujara. Aber nur wenn die Probleme gelöst werden, besteht auch die Chance für das Vorhaben von OK-Chef Peter Fischer: "Das Ziel muss auch sein, eine weitere WM zu bekommen."

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