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Ski alpin: Keppler mit Chaosfahrt auf der Streif in Kitzbühel

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Kitzbühel: Keppler scheidet früh aus

25.01.2013, 14:40 Uhr | dpa, sid

Ski alpin: Keppler mit Chaosfahrt auf der Streif in Kitzbühel. Stephan Keppler verlor bereits kurz nach dem Start einen Ski-Stock. (Quelle: imago/Ulmer)

Stephan Keppler verlor bereits kurz nach dem Start einen Ski-Stock. (Quelle: Ulmer/imago)

Die Fahrt zum WM-Ticket war für Stephan Keppler im Super-G nach nicht einmal einer halben Minute vorbei. Erst verlor der einzige deutsche Starter bei den Speedrennen von Kitzbühel den Stock, dann das Gleichgewicht und landete im Fangzaun.

Der deutsche Skirennfahrer stand danach etwas ratlos im Zielraum herum, als Olympiasieger Aksel Lund Svindal (Norwegen) nach seinem Premieren-Erfolg die Siegerinterviews gab. Keppler konnte sich nicht erklären, warum er den Stock verloren hatte. Zuversicht und Humor waren dagegen keineswegs auf der Strecke geblieben.

Keppler landet auf dem Rücken

Was das Aus im ersten von zwei Starts in Kitzbühel denn für seine WM-Teilnahme bedeute, wurde Keppler gefragt. "Wahrscheinlich bin ich jetzt Favorit im Super-G", entgegnete der Skirennfahrer trocken und versicherte danach schnell, dass er die Weltmeisterschafts-Qualifikation am Samstag auf der Streif schon schaffen werde. "Dann passt das."

Kepplers Fahrt stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Er verlor kurz nach dem Start einen Skistock und fuhr zunächst einhändig weiter. Doch bereits beim ersten Rechtsschwung wurde Keppler ausgehoben, flog durch die Luft und knallte mit dem Rücken auf den Boden.

Jede Menge Ausfälle

41 von 56 Startern kamen zum Auftakt der 73. Hahnenkammrennen, bei denen Felix Neureuther am Sonntag im Slalom für eine Topplatzierung sorgen will, ins Ziel. Am schnellsten gelang das Favorit Svindal, der nach 1:14,48 Minuten vor dem Österreicher Matthias Mayer (0,13 Sekunden zurück) und dem italienischen Weltmeister Christof Innerhofer (0,40 Sekunden) lag. "Der Sieg ist schön. An diesem Wochenende ist schon viel Druck. Ich habe hier noch nie gewonnen und das höre ich in jedem Interview", gestand der 30-Jährige.

Im Super-G-Klassement baute er den Vorsprung auf 171 Punkte aus, in der Gesamtwertung verkürzte er den Rückstand auf Österreichs überragenden Techniker Marcel Hirscher auf 88 Zähler. Und für die Abfahrt an diesem Samstag bestätigte Svindal seine Favoritenrolle. "Jetzt ist der Druck für die Abfahrt etwas weniger", erklärte der Norweger nach seinem fünften Podestrang in Kitzbühel.

Bis zur Abfahrt wieder fit

Bei vier Siegen schaffte es Svindal in diesem Winter, der mit der WM vom 4. bis 17. Februar seinen Höhepunkt hat, insgesamt siebenmal auf das Podest. Dagegen fuhr Keppler als 21. von Lake Louise und 11. von Bormio nur zweimal in die Punkte. Sorge, dass der Aufprall vom Freitag einen Start in der Abfahrt am Samstag gefährden könnte, hatte Keppler nicht; auch wenn er die Muskeln spürte.

"Das kriegt der Physio schon hin", beteuerte der zweimalige WM-Teilnehmer, der die Titelkämpfe in Garmisch 2011 verletzt verpasst hatte. Für Schladming hat bislang nur Tobias Stechert die Norm aus dem deutschen Herren-Speedteam erfüllt. An diesem Samstag will Keppler nachlegen - andernfalls könnten die WM-Entscheidungen in Abfahrt und Super-G möglicherweise ohne deutschen Starter vonstattengehen.

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