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Stehauf in der Steiermark - Höfl-Riesch gefeiert

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Stehauf in der Steiermark - Höfl-Riesch gefeiert

09.02.2013, 11:36 Uhr | dpa

Schladming (dpa) - Bei der spätabendlichen Weinverkostung in der urigen deutschen WM-Holzhütte gönnte sich Maria Höfl-Riesch auch ein Schlückchen. Die Kombinations-Weltmeisterin feierte bei volkstümlicher Musik und deftiger Kost, ein steirisches Dirndl gab's als Extra-Geschenk vom Bürgermeister.

Aber das Schönste baumelte an einem bunten Band um ihren Hals. "Es ist ein Riesenunterschied, ob man Bronze, Silber oder Gold gewinnt. Gold ist einfach das beste überhaupt", gestand eine glückselige Maria Höfl-Riesch an ihrem größten sportlichen Tag seit fast zwei Jahren. Das goldene "M" auf ihrem schwarzen Sweatshirt passte da perfekt ins Bild.

Die Zahl der Gratulanten im 250 Quadratmeter großen Titelkampf-Treffpunkt des Deutschen Skiverbandes schien kein Ende zu nehmen. Wie auch die Lobeshymnen. "Du hast einmal mehr gezeigt, dass Du eine Riesensportsfrau bist", konstatierte der stolze Verbandspräsident Alfons Hörmann. Teil eins des Höfl-Riesch'schen Husarenritts hatte er noch "an der Autobahnraststätte" verfolgt, beim Finale fieberte er von der Tribüne aus mit. Stunden später verspürte er bei der Medaillenzeremonie ganze besondere Emotionen. "Wer ihr heute ins Gesicht geblickt hat und vergleichbare Siegerehrungen erlebt hat, der konnte erkennen, dass es heute ein ganz besonderer Sieg war."

Ja, das war er in der Tat. Das hob auch die Athletin selbst immerzu hervor. Denn der Winter mit nur einem Sieg hatte schon arg auf das Gemüt gedrückt. "Olympiagold ist zwar noch mal etwas anderes. Aber, dass zu der guten Sammlung nach der schwierigen Zeit noch eine Goldmedaille dazukommt, das ist der Wahnsinn", gestand Höfl-Riesch. Es war nicht nur ein Sieg in Slalom und Abfahrt, über Konkurrenten und Kritiker, sondern auch über die inneren Fragezeichen.

"Ich habe auch manchmal an meinen mentalen Stärken gezweifelt in letzter Zeit, weil diese Wieder-Aufsteh-Fähigkeiten nicht mehr ganz so da waren", schilderte Höfl-Riesch ihre Bedenken. Bei der offiziellen Siegerpressekonferenz blickte sie, angesprochen auf einen möglichen Mentaltrainer, zu ihrem lässig an der Tür lehnenden Ehemann Marcus. Und lächelte.

"Naja, mein Ehemann hat mir das in den letzten Wochen mehrmals empfohlen, dass ich mir das mal überlegen sollte", sagte die 28-Jährige und musste wieder lächeln, "aber ich hab mich da eigentlich immer gegen gewehrt, weil ich schon öfter schwierige Situationen gemeistert habe." Da war der Autogramm- und Interview-Marathon, bei dem sie auch nach ihren schwarz-rot-goldenen Fingernägeln, ihrer Lieblingsschokolade oder ihren Kritikern gefragt wurde, eine der leichtesten Übungen. All das an einem Tag, der sich um 6 Uhr morgens wie ein "riesengroßer Berg" vor ihr aufgetürmt hatte und an dessen Ende "die Emotionen schwer zu beschreiben waren".

Immer an Höfl-Rieschs Comeback-Stärke gelaubt hatte Sportdirektor Wolfgang Maier. Am goldenen DSV-Abend saß er lange neben einer der besten deutschen Alpinen überhaupt. Vermutlich die, mit den besten Stehauf-Qualitäten. "Es gibt in Deutschland sowieso nur zwei Skirennfahrerinnen in dieser Preisklasse, Katja Seizinger und Rosi Mittermaier. Aber die drei kann man nicht miteinander vergleichen", befand Maier. Höfl-Riesch habe einfach diese Nervenstärke. "Dafür kann sie dem lieben Gott dankbar sein - und ich auch."

Insgesamt sechsmal Edelmetall bei Großereignissen darf die Partenkirchener Powerfrau nunmehr ihr eigen nennen. Und in der Abfahrt an diesem Sonntag in Schladming, im Team-Event, Riesenslalom und Slalom in der nächsten Woche stehen weitere Chancen an. Wie viel Schwung der zweite WM-Titel insgesamt Höfl-Riesch gebe, müsse man sie selber fragen, betonte Maier. "Aber normalerweise geht man immer davon aus, dass das einem Flügel verleiht."

JahrOrtWeltmeisterin
2013SchladmingMaria Höfl-Riesch
2001St. AntonMartina Ertl
1994Morioka ShizukuishiMiriam Vogt
1976InnsbruckRosi Mittermaier
1939ZakopaneChristel Cranz
1938EngelbergChristel Cranz
1937ChamonixChristel Cranz
1935MürrenChristel Cranz
1934St. MoritzChristel Cranz

* Seit der WM 2007 heißt die klassische Kombination Super-Kombination und wird statt mit einer verkürzter Abfahrt und zwei Slalomläufen als Abfahrt oder Super-G und einem Slalomlauf ausgetragen.

** von 1936 bis 1980 wurde die WM auch im Rahmen der Olympischen Winterspiele ausgetragen

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