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Ski-WM: Svindal gewinnt in der Abfahrt von Schladming

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Norweger Svindal jubelt in Schladming

09.02.2013, 13:18 Uhr | dpa, t-online.de

Ski-WM: Svindal gewinnt in der Abfahrt von Schladming. Jubelnder Skandinavier: Der Norweger Aksel Lund Svindal war in der WM-Abfahrt von Schladming nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Jubelnder Skandinavier: Der Norweger Aksel Lund Svindal war in der WM-Abfahrt von Schladming nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Nach seinem Husarenritt über die Planai hatte Abfahrts-Weltmeister Aksel Lund Svindal keine Zweifel und stellte sich mit einer Triumphpose mitten in den Zielraum. "Ich habe gewusst, besser konnte ich es nicht machen", sagte der Norweger nach seiner Goldfahrt bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaften und dem fünften Titel insgesamt. "Ich habe bei schwierigen Bedingungen viel riskiert und keinen großen Fehler gemacht."

Schon Silbermedaillengewinner Dominik Paris aus Italien fehlte in Schladming fast eine halbe Sekunde auf den 30-Jährigen. Und da David Poisson aus Frankreich 38 Hundertstelsekunden schneller war als Klaus Kröll, wartet Gastgeber Österreich weiter auf die erste Abfahrtsmedaille seit 2005. "Vierter will man hier nicht werden", sagte der 32-Jährige nach dem neuerlichen Dekabel für die Österreicher enttäuscht. Für den einzigen deutschen Starter, Stephan Keppler, endete das Rennen entlang teilweise extrem eisiger Passagen auf Rang 24 und mit einer Knieverletzung.

Bei Keppler ist "irgendwas kaputt"

Von den Verhältnissen scheinbar unbeeindruckt raste Svindal mit über 110 Stundenkilometern in Richtung Goldmedaille - frenetisch angefeuert von seinem Vater unter den 30.000 Zuschauern im Zielstadion. "Im Ziel war ich mental komplett fertig", gestand Sohn Aksel Lund nach seiner zweiten Medaille bei diesen Titelkämpfen, der achten WM-Plakette seiner Karriere. "Der dritte Platz hat mich schon ein bisschen geärgert. Hier ins Ziel zu kommen mit Bestzeit, das erlebt man nur selten, das muss man ausnutzen." Im Super-G von Schladming hatte der Skandinavier Bronze gewonnen.

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So fehlerlos Svindal die große Herausforderung meisterte, so durchwachsen war der Auftritt von Keppler. Nach Rang 33 im ersten WM-Rennen zeigte er in der Abfahrt wie so oft in seiner Karriere seinen Hang zum Kamikazepiloten. Vor der dritten Zwischenzeit erwischte der 30-Jährige eine Welle und rettete sich nur mit Mühe und einer artistischen Einlage vor einem Sturz. Sein Rückstand summierte sich in der Folge rasch auf. Frustriert knallte er im Ziel seinen Skistock auf den Schnee und humpelte davon. "Ich weiß auch noch nicht, was ist, es ist irgendwas kaputt", sagte der Ebinger über die Schmerzen im rechten Knie. Die Diagnose brachte die bittere Erkenntnis: Er erlitt eine Kreuzbandzerrung und eine Knorpelverletzung.

Kröll kann die Stimmung nicht retten

Schon im Training hatte er einen Sturz nur knapp verhindert. "Ich kann schon gar nicht mehr mitzählen wie oft mir so was passiert ist", ärgerte sich Keppler. "Ich weiß nicht, ob das Abfangen so gut war. Jetzt ist halt das Knie dafür kaputt." Wie der letzte verbliebene Speedfahrer des deutschen Teams hatten auch zahlreiche Favoriten Probleme mit der Strecke. Erik Guay aus Kanada musste seine Hoffnungen auf die erfolgreiche Titelverteidigung deshalb schon vor dem Ziel begraben, auch Christof Innerhofer aus Italien konnte seine Maxime "volle Kanne oder nix" nicht umsetzen.

Still wurde es im Zielraum, als Hannes Reichelt nach einem Sprung das folgende Tor verpasste und alle Medaillenchancen verspielte. Zuvor waren bereits die österreichischen Starter Max Franz und Matthias Mayer an Edelmetall vorbei gefahren. Lokalmatador Kröll konnte die Stimmung nach einer holprigen Fahrt schließlich auch nicht mehr retten. "Ich musste riskieren und das ist nicht gegangen. Ich hab das unterschätzt. Ich hätte nur einen sauberen Lauf fahren sollen", meinte der Österreicher. 2003 hatte es zuletzt einen WM-Titel für Österreich in der Königsdisziplin gegeben.

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