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Ski-WM: Deutsches Team um Höfl-Riesch holt Bronze

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Deutsches Team holt Bronze

12.02.2013, 19:20 Uhr | dpa

Ski-WM: Deutsches Team um Höfl-Riesch holt Bronze. Teamerfolg: Deutschland sichert sich im Mannschaftswettbewerb den dritten Platz. (Quelle: dpa)

Teamerfolg: Deutschland sichert sich im Mannschaftswettbewerb den dritten Platz. (Quelle: dpa)

Bronze für Deutschland: Felix Neureuther, Maria Höfl-Riesch und Lena Dürr schauten fragend auf ihre Zeit, ehe sie das "Hundertstelglück" endlich fassen konnten. Mit seinem Sieg mit 0,01 Sekunden Vorsprung sicherte Fritz Dopfer dem deutschen Team beim Flutlicht-Krimi von Schladming den ersehnten Platz auf dem Treppchen bei der Ski-WM. Erleichtert nahm das Trio den Mann des Abends aus Garmisch in den Arm.

Das Quartett hatte dem Deutschen Skiverband die dritte Medaille der Titelkämpfe beschert. An der bisherigen Bilanz ist vor allem Höfl-Riesch maßgeblich beteiligt: Nach Gold in der Super-Kombination und Bronze in der Abfahrt war es auch ihre dritte Medaille in Schladming.

Erstmals Gold für die Gastgeber

Das erste Gold holte sich Österreich - beim ersten Einsatz von Star Marcel Hirscher. Im Finale gab es einen klaren 4:0-Sieg über Schweden. Zuvor hatte Deutschland gegen Kanada beim 2:2 nur durch die bessere Zeit gewonnen; dank Dopfers beherztem Auftritt gegen Philip Brown. "Der Fritz Dopfer hat heute sein Meisterstück abgeliefert. Richtig stark", sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel. Und trotz aller Lobeshymnen blieb Dopfer gewohnt zurückhaltend. "Wir haben als Team Platz drei erreicht, das macht mich und uns stolz. Das war ein nervenaufreibendes Rennen", erklärte der Slalomspezialist, der für Alpin-Direktor Wolfgang Maier "der Motor dieses Teams" war.

Den Final-Einzug der Deutschen hatte der Gastgeber zuvor verhindert. Nach Dürr schied auch Höfl-Riesch im Halbfinale aus. Dopfer musste sich Hirscher, der auf dem schnelleren Kurs unterwegs war, geschlagen geben. Für Neureuther ging es bei dessen Niederlage um nichts mehr - 0:4. Aber immerhin schien sein rechtes Bein, das gleich im ersten Lauf etwas abbekommen hatte, zu halten. "Solche Sachen merkt man immer erst danach, wenn der Wettkampf vorbei ist und der Schuh ausgezogen ist", sagte Maier. Am Freitag steht der Riesenslalom an, am Sonntag der Slalom.

Kroate kracht in Neureuther

Entsetzte Gesichter hatte es unterdessen gleich nach Runde eins beim deutschen Quartett gegeben. Beim verwegenen Versuch, einen 1:2-Rückstand gegen den deutschen Topfahrer aufzuholen, war der Kroate Filip Zbcic weggerutscht und voll in Neureuther geknallt. Der 28-Jährige fasste sich ans Knie. "Ich glaube, dass ich ziemlich Glück gehabt habe. Der Kollege hat mich ziemlich abgeräumt", sagte Neureuther und war stocksauer: "Die sollen sich überlegen, wen die da runter fahren lassen."

Nach einer kurzen Schadensanalyse ging Neureuther mit dem Team auch das Viertelfinale an. Ersatzmann Stefan Luitz musste daher ebenso wie die nicht eingesetzte, aber nominierte Veronique Hronek zuschauen, wie es gegen Titelverteidiger Frankreich zur Zitterpartie kam. Nach Niederlagen von Dürr und Höfl-Riesch sowie einem Sieg Neureuthers musste Dopfer gegen Steve Missillier gewinnen.

Revanche gelingt

Das glückte dem Garmischer hauchdünn; die Teamkollegen umarmten ihn nach dem Halbfinal-Einzug herzlich. Vier Hunderstelsekunden machten den Unterschied aus. Zuvor hatte Neureuther noch tröstend den Arm um Höfl-Riesch gelegt. Die WM-Revanche für die Niederlage in Garmisch 2011 war geglückt. Damals hatten ebenfalls in der Runde der besten Acht noch 18/100 Sekunden gefehlt.

Für Österreich war es der zweite Titel im nicht-olympischen Mannschafts-Wettbewerb nach 2007. Damals in Are wurde aber ebenso wie 2005, als Deutschland mit Neureuther die Premiere gewann, noch nach dem alten Format mit Super-G und Slalom gefahren statt im Parallel-Rennen wie seit 2011. Dort wurde Frankreich Weltmeister. Bei den Titelkämpfen 2009 war der Event wegen schlechten Wetters ausgefallen.

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