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Christian Neureuther will DSV-Präsident werden

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Hut in den Ring geworfen  

Christian Neureuther will DSV-Präsident werden

06.12.2013, 08:19 Uhr | dpa

Christian Neureuther will DSV-Präsident werden. Christian Neureuther würde gerne schon bald den Deutschen Skiverband leiten. (Quelle: dpa)

Christian Neureuther würde gerne schon bald den Deutschen Skiverband leiten. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Skirennfahrer Christian Neureuther hat seine Bereitschaft zur Kandidatur für das Präsidentenamt beim Deutschen Skiverbandes (DSV) angekündigt. "Natürlich bin ich nicht ein typischer Verbandspräsident, weiß aber, wie der Skiverband tickt, was er braucht. Ich habe intern meinen Hut in den Ring geworfen", sagte der 64-Jährige dem "Münchner Merkur" in einem Interview.

Sollte er gewählt werden, hat Neureuther auch schon eine klare Vorstellung von dem, was er erreichen möchte. "Mir liegt am Herzen, Programme aufzustellen für Kinder und Jugendliche, mit denen man sie zum Leistungssport bringt", sagte der Olympia-Fünfte im Slalom von 1980.

Der Posten an der Spitze des DSV wird frei, weil der bisherige Vorsitzende Alfons Hörmann am Samstag an die Spitze des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB) wechseln will. Er ist der einzige Kandidat für die Nachfolge von Thomas Bach, der am 10. September zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden war. Die Wahl von Hörmann gilt als sicher.

"Schau'n wir mal, ob die Herren das wollen"

Der noch amtierende DSV-Präsident hatte Ende Oktober angekündigt, im Falle seiner Wahl zum DOSB-Präsidenten noch im Dezember die Weichen für seine Nachfolge zu stellen, damit "im DSV kein Führungsvakuum entsteht". Nun hat Neureuther seine Bereitschaft erklärt. "Schau'n wir mal, ob die Herren das wollen", sagte er.

Kritisch äußerte sich Neureuther zum Gigantismus von Sportveranstaltungen. Mit Blick auf den Fußball und die Proteste beim Confederations Cup in Brasilien sagte er: "Wie die Menschen dort reagiert haben, das hat mir zu denken gegeben."

Indirekte Kritik an Olympia-Gegnern

Die Entscheidung der Bürger in München, seiner Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen, des Berchtesgadener Land und des Landkreises Traunstein gegen eine Olympia-Bewerbung um die Winterspiele 2022 bedauerte er.

"Wenn alles käuflich ist, wenn alles kaputt gemacht wird, dann bekommen wir Olympische Spiele künftig nicht mehr in Länder, die so ticken wie wir. Sondern nur noch in totalitär regierte Länder. Dann verlieren auch Sponsoren den Bezug zum Thema", warnte Neureuther.

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