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Streif 2014 ohne einen "Knaller"

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Streif 2014 ohne einen "Knaller"

24.01.2014, 15:43 Uhr | dpa

Streif 2014 ohne einen "Knaller". Die Arbeiter hatten in Kitzbühel Schwierigkeiten die Piste zu präparieren.

Die Arbeiter hatten in Kitzbühel Schwierigkeiten die Piste zu präparieren. Foto: Robert Jaeger. (Quelle: dpa)

Kitzbühel (dpa) - Beim Ski-Spektakel in Kitzbühel müssen die Abfahrer im Olympia-Winter auf zwei Schlüsselstellen verzichten. Wie zuletzt vor 16 Jahren, als der Schweizer Didier Cuche einen seiner fünf Abfahrtssiege auf der Streif feierte, führt der Kurs über den Ganslernhang.

Wegen der Witterung war es nicht möglich, Hausbergkante und Traverse rennfertig zu präparieren. "Der Hausberg, das ist schon 'mal der Knaller, da unten. Das will man auf jeden Fall fahren", haderte Stephan Keppler vor seiner Abschieds-Abfahrt in Kitzbühel.

Nach elf Jahren beendet der einmalige Podestfahrer an diesem Wochenende in der österreichischen Alpin-Hochburg seine Laufbahn. Bei seinem "Lieblingsrennen", wie er sagt. Auch ohne diese gefährlichen Streif-Stellen will Keppler sich mit einer guten Vorstellung verabschieden. "Jetzt ist es nicht vergleichbar, aber es ist auch nicht ganz einfach. Man muss es sauber treffen", erklärte der Olympia-Teilnehmer von 2010.

Eine Herausforderung bleibt die viel gepriesene Schussfahrt als Höhepunkt im Weltcup-Kalender allemal. Die Piste ist schlagig und Mausefalle oder Steilhang sind weiter als Schlüsselpassagen dabei. Insgesamt ist für die 74. Auflage der Hahnenkammrennen ein Rekordpreisgeld von 590 000 Euro ausgelobt. 70 000 Euro bekommt der Sieger in der Abfahrt.

Keppler will den rasanten Ritt auf der berühmt-berüchtigten Streif vor allen Dingen genießen, für den Amerikaner Bode Miller geht es in seinem Comeback-Winter und kurz vor Olympia um den Sieg. Im einzigen Training am Donnerstag war der 36-Jährige eine Klasse für sich. "Ich konnte in den Schlüsselpassagen sehr viel Geschwindigkeit mitnehmen, meine Ski waren unglaublich schnell", erklärte der Kombinations-Olympiasieger von Vancouver. Sein Wunsch in diesem Jahr: Abfahrts-Gold in Sotschi.

Nachdem Miller die Vorsaison wegen eine Knieverletzung ausließ und insgesamt 18 Monate keinen Weltcup bestritt, ist er in diesem Winter zurück. Ein Sieg blieb dem um mehr als zehn Kilo leichteren Athleten zwar bislang verwehrt, doch nach der Machtdemonstration im Kitzbühel-Training ist der US-Skistar Favorit für den Schussfahrt-Showdown. Sein letzter Sieg datiert vom 2. Dezember 2011 bei der Abfahrt von Beaver Creek. In Kitzbühel siegte Miller schon zweimal - allerdings in der Kombination und nie in der Abfahrt.

Knapp eine Sekunde lag Miller vor dem norwegischen Mitfavoriten Aksel Lund Svindal im Training, ganze 2,35 Sekunden war der Amerikaner schneller als der drittplatzierte Österreicher Hannes Reichelt. Zwar sei das nur Training gewesen und es zähle letztlich das Rennen, erklärten zahlreiche Läufer. Aber beeindruckend war Millers Auftritt schon. Der Italiener Christof Innerhofer bescheinigte dem Amerikaner sogar "eine echte Killerlinie".

Schon eine kleine alpine Ewigkeit liegt der letzte österreichische Sieg in ihrem Ski-Mekka zurück. Seit 2006 wartet rot-weiß-rot auf diesen Heim-Erfolg in der Königsdisziplin. Aber auch so liegt der letzte Abfahrtssieg eines Österreichers im Weltcup schon lange zurück: Dezember 2012. Die größten Hoffnungen ruhen auf Reichelt. "Kitz ist das Größte für uns Österreicher", sagte der 33-Jährige. Von einer Streif light zu sprechen, sei trotz der fehlenden finalen Höhepunkte schlichtweg falsch. "Im Steilhang schlagelts einen runter wie schon seit Jahren nicht mehr. Es ist eine Riesenüberwindung, sich da wie ein Berserker reinzuhauen", berichtete Reichelt.

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