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"Höhepunkt": Neureuther und Dopfer feiern Doppel-Erfolg

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Ski alpin  

"Höhepunkt": Neureuther und Dopfer feiern Doppel-Erfolg

09.03.2014, 15:23 Uhr | dpa

"Höhepunkt": Neureuther und Dopfer feiern Doppel-Erfolg. Bei der Siegerehrung kann Felix Neureuther sein Glück kaum fassen.

Bei der Siegerehrung kann Felix Neureuther sein Glück kaum fassen. Foto: Antonio Bat. (Quelle: dpa)

Kranjska Gora (dpa) - Felix Neureuther genoss seine Ehrenrunde im sonnigen Zielraum von Kranjska Gora. Gedankenverloren blickte der 29-Jährige nach einem emotionalen Weltcup-Sieg und dem Sprung an die Spitze der Disziplin-Wertung auf die jubelnden Zuschauer.

Dabei genoss er die Gratulationen der Slalom-Kollegen um den zweitplatzierten Fritz Dopfer. Trotz aller Freude dürfte den Skirennfahrern am erfolgreichsten Tag der deutschen Alpin-Herren in der Weltcup-Geschichte unwillkürlich aber eine Frage in den Sinn gekommen sein: Warum war ihnen solch ein wunderbarer Wettkampf nicht vor zwei Wochen geglückt, als es statt Medaillen in Sotschi einen olympischen K.o.-Schlag gegeben hatte.

Dopfer fehlten bei den Winterspielen fünf Hundertstelsekunden auf Bronze, Neureuther war in Russland nach turbulenten Olympia-Tagen ausgeschieden. "Wegen der Autounfalls konnte ich nicht auf meinem Top-Level bei Olympia Skifahren. Aber selbst aus einer noch so großen Niederlage komme ich gestärkt heraus", betonte der WM-Zweite, der auf die "schwierigste Zeit in meinem Leben" zurückblickte. "Ich denke, dass ich heute sehr stolz sein kann, dass ich mich nicht habe hängen lassen. Das tut verdammt gut." Und sein großes Ziel, einmal der beste Slalomfahrer der Welt zu sein, kann sich noch erfüllen. Einen Torlauf vor Saisonende liegt er im Disziplin-Weltcup mit fünf Zählern vor Marcel Hirscher (Österreich).

Durch den Sieg von Neureuther, der nun zusammen mit Markus Wasmeier die deutsche Nummer 1 im Weltcup ist, rückte der großartige Auftritt von Dopfer wie schon oft in den Schatten. "Aber das ist heute meine Medaille, genial für mich", stimmte der ruhige Dopfer recht euphorische Worte an. Platz zwei am Sonntag in Slowenien bedeutete nicht nur das beste Slalom-Ergebnis seiner Karriere, sondern machte den erfolgreichsten Auftritt deutscher Alpin-Herren in der bald 50-jährigen Weltcup-Geschichte perfekt. Zwei Männer auf dem Podest gab es zuvor dreimal, nie aber an den Plätzen eins und zwei.

"Das ist ein historischer Höhepunkt im Männersport. Das ist ein Hammer-Ergebnis, wenn du Eins und Zwei in einem Herren-Slalom hast", frohlockte Alpindirektor Wolfgang Maier. Und natürlich dachte auch Maier an den so traurigen Olympia-Tag zurück, als sich der "Herzenswunsch" nicht erfüllte. "Schade, dass es ein bisschen zu spät gekommen ist."

Umso versöhnlicher wäre da die Kristallkugel für einen Disziplin-Besten beim Weltcup-Finale. Markus Wasmeier (1986) sowie Armin Bittner (1989 und 1990) waren die bislang einzigen deutschen Herren, die eine solche Wertung gewannen. "Es heißt eine Woche sehr gut trainieren und dann zwei raushauen", sagte Neureuther. Im Kampf um die begehrte Trophäe sieht er auch den Norweger Henrik Kristoffersen, Dritter am Sonntag, noch gut im Rennen.

Für Hirscher geht es aber nicht nur um diese Kugel, sondern auch noch um die Erfolge in der Riesenslalom-Wertung und im Gesamtweltcup. Im Gesamtklassement liegt der Slalom-Weltmeister mit vier Punkten vor dem Norweger Aksel Lund Svindal, im Riesentorlauf-Tableau mit 50 Zählern vor Ted Ligety. Der Olympiasieger aus den USA siegte am Samstag in Kranjska Gora zum sechsten Mal. Der wegen Erkrankung geschwächte Neureuther hob da nach Platz zwölf hadernd die Arme, Dopfer schüttelte enttäuscht auf Rang fünf den Kopf. Wieder hatte er knapp das Stockerl verpasst.

"Der Fritz hat ja lange gekämpft mit vielen vierten Plätzen", sagte der scheidende Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel nach dem Torlauf. "Auf so ein Ergebnis haben wir lange hingearbeitet. Das macht uns stolz als ganzes Team." Waibel wird am Saisonende seine Schaffensphase in dieser Funktion beenden, der Weg von Neureuther scheint offen. Der von vielen gesundheitlichen Problemen immer wieder gebremste Ski-Star braucht "Erholung und Abstand". Alles sei möglich, sagt der WM-Zweite. Wer nach dem eindrucksvollen Sieg in Slowenien das Leuchten in den Augen Neureuthers sah, kann sich aber schwer vorstellen, dass der 29-Jährige trotz aller körperlicher Schmerzen schon jetzt auf diese Momente verzichten kann.

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