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Nach Rücktritt von Höfl-Riesch: Die Zeichen stehen auf Anfang beim DSV

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Nach Rücktritt von Höfl-Riesch  

Die Zeichen stehen auf Neuanfang beim DSV

21.03.2014, 13:45 Uhr | sid

Nach Rücktritt von Höfl-Riesch: Die Zeichen stehen auf Anfang beim DSV . DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier (li.) und Maria Höfl-Riesch.  (Quelle: imago/GEPA Pictures )

DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier (li.) und Maria Höfl-Riesch. (Quelle: GEPA Pictures /imago)

Ehe sie ging, richtete Maria Höfl-Riesch noch ein paar Worte an Wolfgang Maier. "Der Wolfi", wie ihn alle nennen, war seit der Jugend ihr großer Förderer, zunächst als Trainer, zuletzt als Sportdirektor der Alpinen im Deutschen Skiverband (DSV). Noch am Abend vor dem Rücktritt hatte er um Höfl-Riesch gekämpft, darum, dass sie die kommende Saison noch fährt, er bot ihr sogar einen eigenen Trainer an - aber da war nichts mehr zu machen.

"Danke für Dein Verständnis, Wolfi", sagte Höfl-Riesch, fast klang es so, als habe sie ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen. Maier sah gelinde gesagt nicht glücklich aus. Mit dem Rücktritt von Höfl-Riesch ist schließlich eine einschneidende Zäsur bei den Alpinen verbunden. Es wird weniger Siege geben, weniger Aufmerksamkeit.

Höfl-Riesch: "Es kommt schon wieder was nach"

Höfl-Riesch hinterlässt eine riesige Lücke. "Es wäre vermessen anzunehmen, dass eine solche Lücke zu schließen ist", sagt DOSB-Präsident Alfons Hörmann, bis Dezember DSV-Präsident. Höfl-Riesch hatte noch ein paar tröstende Worte übrig für Maier. "Es kommt schon wieder was nach, manchmal muss man Geduld haben", sagte sie aufmunternd.

Einstweilen ist auch ja noch "was da": bei den Frauen allen voran Viktoria Rebensburg, im Riesenslalom Olympiasiegerin (2010) sowie Olympia-Dritte (2014), bei den Männern sind da Felix Neureuther, Fritz Dopfer und der junge Hoffnungsträger Stefan Luitz. Allerdings: Dahinter schaut es gerade nicht sehr gut aus.

Trainerteam wird neu ausgerichtet

Es ist also ein "Reset" notwendig, wie Maier das nennt. Das heißt erst mal: Das Trainerteam wird auf den Kopf gestellt. Karlheinz Waibel, fünf Jahre lang für die Männer zuständiger Cheftrainer, hört erwartungsgemäß auf, bei Tom Stauffer, zwei Jahre für die Frauen zuständig, stehen die Zeichen auf Abschied. Der geschätzte Christian Schwaiger, Höfl-Rieschs wichtigster Trainer in den vergangenen Jahren, möchte sich verändern - es kann sein, dass der Österreicher der neue Männer-Chef wird.

Ungewissheit wie nach Neuer-Rücktritt

Ein wenig ist es wie vor einem Jahr bei den Biathleten, als Magdalena Neuner zurücktrat: Es herrscht Ungewissheit. Gelingt der Umbruch, der genau genommen ein Neuanfang ist? Bei den Frauen sollen sich in Zukunft Läuferinnen wie Barbara Wirth, in Sotschi immerhin schon Olympiateilnehmerin, oder die auch schon von Höfl-Riesch gelobte Marina Wallner einen Namen machen. Susanne Riesch will versuchen, an ihre besten Slalom-Tage anzuknüpfen. Viel ist das nicht.

Maria Höfl-Riesch muss das alles nicht mehr kümmern. Erst mal Urlaub. Was danach kommt? Bleibt ein Geheimnis. "Natürlich gibt es Pläne, das ist aber Zukunftsmusik, man muss erst einmal zur Ruhe kommen und an nichts denken dürfen", sagte sie beim Abschied. Hörmann wiederum hofft, "dass wir sie für eine Mitarbeit im Sport gewinnen können, es gibt kein Amt, keine Aufgabe, die ich ihr nicht zutraue." Da wird wohl der Wunsch der Vater des Gedankens bleiben.

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