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Christian Neureuther wird 65: "Ein rastloser Mensch"

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Ski alpin  

Christian Neureuther wird 65: "Ein rastloser Mensch"

28.04.2014, 09:39 Uhr | dpa

Christian Neureuther wird 65: "Ein rastloser Mensch". Christian Neureuther ist mit Rosi Mittermaier verheiratet. (Quelle: dpa)

Christian Neureuther ist mit Rosi Mittermaier verheiratet. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - An seinem 65. Geburtstag schaut Christian Neureuther ausnahmsweise einmal gerne zurück.

Gemeinsam mit dem engsten Kreis aus Familie und Freunden will sich der ehemalige Weltklasse-Skirennfahrer am heutigen Montag (28. April) in einem Restaurant treffen, feiern und Fotos begutachten - vom gemeinsamen Geburtstagsurlaub vor fünf Jahren, als es zum Heliskiing nach Kanada ging. "Wir werden die Bilder von damals an die Wand schmeißen, weil sie noch keiner gesehen hat. Es war halt nie Gelegenheit", erzählt Neureuther im Gespräch der Nachrichtenagentur dpa.

Dabei ist die Vergangenheit sonst gar nicht so sein Ding. "Ich glaube, dass man auch für den Kopf was tun kann, einfach, in dem man sich immer wieder neue Aufgaben setzt und nie zurückblickt - sondern immer nur nach vorne", sagt der Ehemann von Rosi Mittermaier. "Ich bin irgendwo auch ein rastloser Mensch, der immer wieder was Neues anpacken will, lernen will." Dabei gäbe es einige Gründe für Neureuther, an seinem Geburtstag voller Stolz in Erinnerungen zu schwelgen.

Sechs Weltcup-Siege stehen auf dem Konto der sportbegeisterten Frohnatur aus Bayern, die auch als Jury-Mitglied in der Fernsehshow "Dalli, Dalli" mit Hans Rosenthal Bekanntheit erlangte. Gemeinsam mit seiner "Gold-Rosi" zählt er seit mehr als 30 Jahren zu den deutschen Promi-Traumpaaren. Tochter Ameli ist erfolgreich als Künstlerin. Und Sohn Felix Neureuther hat den Papa mit inzwischen neun Siegen im alpinen Ski-Weltcup auch überholt. Den einen oder anderen Spruch seines Filius muss sich Neureuther senior seither anhören. Macht aber nichts. "Das Schönste, was einem als Vater passieren kann, ist, dass die Kinder etwas besser können, als man selber", sagt er.

Eine Olympia-Medaille blieb dem Sohn aber wie seinem Vater bislang verwehrt. Das bittere Aus bei den Winterspielen im Februar sah Christian Neureuther, der selbst 1976 und 1980 Fünfter wurde, von der Tribüne. "Manche Dinge kann man nicht beeinflussen. Die passieren einem einfach. Sotschi war für Felix eine Erfahrung, eine bittere sicher, aber für sein Leben auch eine wertvolle", sagt Neureuther.

Doch auch persönlich musste er in seinem 65. Lebensjahr mit Enttäuschungen umgehen. Viele Jahre lang war er ein leidenschaftlicher Unterstützer der Münchener Olympia-Bewerbung. Die Niederlage bei der Abstimmung hat ihn getroffen. "Die hat mich schon beschäftigt, und die tut auch nach wie vor weh", gesteht Neureuther. Er glaubt zwar daran, dass sich Deutschland wieder um eine sportliche Großveranstaltung bewerben wird, aber das sei "schon ein längerfristiger Prozess", bis es wieder so weit sein könne.

Auch um das Präsidentenamt im Deutschen Skiverband als Nachfolger von Alfons Hörmann bemühte er sich ohne Erfolg. In der ersten Reihe will Neureuther deshalb bei einer erneuten Olympia-Bewerbung nicht mehr stehen. "Ich glaube, dass die jungen Menschen mit der gleichen Leidenschaft dann größeren Erfolg haben. Aber man kann ja auch im Hintergrund viel von seinem Wissen einbringen. Das Feuer, das brennt bei mir immer."

Besonders leidenschaftlich wird Neureuther, wenn er auf seine Frau zu sprechen kommt. "Die wichtigste Person in meinem Leben ist die Rosi", sagt er. "Ich habe einmal in meinem Leben richtiges Glück gehabt, das kann man mit nichts anderem aufwiegen: wenn man den richtigen Partner für's Leben findet."

Gemeinsam mit ihr verbringt er so viel Zeit wie möglich in der Natur und hält sich so in Form. "Joggen, Nordic Walking, sehr viel an den Berg gehen, Skifahren, Langlauf, Radeln, Golfen, Schwimmen, eigentlich die ganze Fülle der Möglichkeiten. Und wir freuen uns über jeden Zusatzschritt", meint Neureuther. "Karosserieschäden akzeptiert man, die sind auch vorhanden, weil das Leben dafür sorgt, dass manches abgenutzt wird. Insofern kann ich auch nicht mehr 30 Meter von einem Felsen in den Schnee hüpfen. Heute fahre ich um den Felsen rum und bin genauso glücklich."

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