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Ski alpin: Rebensburg enttäuscht im Tiroler Schneegestöber

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Riesenslalom in Kühtai  

Rebensburg patzt erneut in ihrer Paradedisziplin

28.12.2014, 14:47 Uhr | t-online.de, sid

Ski alpin: Rebensburg enttäuscht im Tiroler Schneegestöber. Viktoria Rebensburg beim Riesenslalom im Tiroler Kühtai (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Viktoria Rebensburg beim Riesenslalom im Tiroler Kühtai (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Erneute Enttäuschung für Viktoria Rebensburg: Die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 hat im Schneegestöber der Tiroler Alpen in 2:18:70 Minuten nur den zehnten Platz erreicht und wartet in diesem Winter weiter auf einen Podestplatz in ihrer Paradedisziplin. Vor allem im ersten Durchgang enttäuschte die 25-Jährige, als sie nach einigen Fahrfehlern in 1:09:50 nur auf Rang 18 landete. Im zweiten Lauf gelang Rebensburg bei zunehmendem Schneefall in 1:09:20 Minuten immerhin die sechstbeste Durchgangszeit.

Den Sieg sicherte sich die Schwedin Sara Hector (2:17:61 Minuten) vor der Gesamtweltcupsiegerin Anna Fenninger (0,09 Sekunden zurück) aus Österreich und der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,18), die nach dem ersten Durchgang noch in Führung gelegen hatte. Für die 22 Jahre alte Hector war es der erste Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Simona Hösl erreichte als zweite Deutsche im Finale Rang 27 und holte damit zum dritten Mal in ihrer Karriere Weltcuppunkte.

"Mein Anspruch im Riesenslalom ist schon ein anderer"

"Da ist noch Luft nach oben. Zum Glück habe ich noch eine Top-Ten-Platzierung gerettet", sagte Rebensburg bei dichtem Schneefall über ihren zehnten Rang. "Es ist gut, dass es noch ein bisschen nach vorne ging, aber mein Anspruch im Riesenslalom ist schon ein anderer", betonte sie. Das sah auch Alpindirektor Wolfgang Maier so: "Platz zehn ist okay, aber da kann ich nicht in Jubelstürme ausbrechen, weil ich weiß, dass die Vicky besser fahren kann." Gleiches gilt für Simona Hösl.

Beim letzten Riesenslalom vor der WM im Februar (2. bis 15.) in Vail/Beaver Creek hinterließ Rebensburg, immerhin Olympiasiegerin von 2010 und Olympiadritte von 2014, nicht den Eindruck, als könne sie in fünf Wochen wie erhofft eine Medaille gewinnen - zumindest nicht im Riesenslalom, ihrer bislang stärksten Disziplin. Sechste, Siebte, ausgeschieden, nun Rang zehn. So schlecht ist die Bayerin seit fünf Jahren nicht in die Saison gestartet.

Materialwechsel sorgt für Probleme

"Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass sie eine positive Formkurve macht und bei der WM ein Gewicht sein wird", versicherte Alpindirektor Maier - freilich vor dem Rennen im Kühtai, wo sich Rebensburg drei Tage lang vorbereitet hatte. Im Riesenslalom ist sie aber weit entfernt davon, Medaillenanwärterin zu sein. Unter anderem, weil sie nach dem Materialwechsel vor der Saison gerade in dieser Disziplin noch Setup-Probleme hat.

"Es ist nicht ganz so einfach", sagte Rebensburg. In Abfahrt und Super-G scheint die Abstimmung des Materials bereits zu stimmen. Nur eben nicht im Riesenslalom, ein Umstand, der erkennbar an ihr nagt. "Der Riesenslalom ist nun mal meine Lieblingsdisziplin, aber ich werde weiterarbeiten, dass das Setup passt." Allerdings: In einem Weltcup-Riesenslalom wird Rebensburg das bis zur WM dann nicht mehr ausprobieren können.

Abfahrt und Super-G machen Hoffnung

Immerhin, "in den anderen Disziplinen bin ich schon ganz gut aufgestellt", sagte Rebensburg. Neulich, in Val d'Isère, wurde sie Zweite in der Abfahrt nach zuvor einem fünften und einem zehnten Rang, im bisher einzigen Super-G dieser Saison belegte sie Rang vier. "Zum Glück gibt es ja noch ein paar andere Disziplinen, die ich fahren kann", sagte sie im Kühtai. Zuerst aber will sie mal "gescheit ins neue Jahr reinfeiern".

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