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"Ich habe lange gekämpft"  

Susanne Riesch beendet ihre Karriere

06.01.2015, 14:01 Uhr | dpa

Susanne Riesch beendet ihre Karriere. Susanne Riesch beim Weltcup im schwedischen Aare (Quelle: imago/Gepa Pictures)

Susanne Riesch beim Weltcup im schwedischen Aare (Quelle: Gepa Pictures/imago)

Nach der dreimaligen Alpin-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hat nun auch ihre Schwester Susanne Riesch ihre Karriere als Skirennfahrerin beendet. Knapp zehn Monate nach dem Rücktritt ihrer älteren Schwester gab die drei Jahre jüngere Slalom-Spezialistin den sich seit Wochen abzeichnenden Schritt bekannt.

"Ich habe lange und hart gekämpft, um nach der schweren Verletzung wieder den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen", sagte die 27-Jährige in einer Stellungnahme ihres Managements. Ihr sei aber klar geworden, dass es für ganz vorne nicht mehr reiche. "Da das aber immer mein Anspruch war, ist es besser, aufzuhören und sich neuen Aufgaben zu widmen."

"An der Motivation hat es nicht gelegen"

Der Slalom im schwedischen Aare im Dezember war das letzte von 58 Weltcup-Rennen. Wie zuvor in Levi und Aspen schaffte Riesch es auch dort nicht ins Finale. Eine mögliche Qualifikation für die Ski-WM im Februar war damit in weite Ferne gerückt. In Kühtai in Tirol zwischen den Jahren und auch zuletzt in Zagreb war Riesch schon nicht mehr gestartet, der Entschluss zum Karriereende hatte sich damit schon angedeutet.

"Wir haben nach dem Slalom in Aare darüber gesprochen, da ist die Entscheidung bei ihr im Kopf glaube ich gereift", sagte Damen-Cheftrainer Markus Anwander. "An der Motivation und am Willen hat es sicherlich nicht gelegen, dass es nichts mehr geworden ist."

Schwere Knieverletzung bremste sie aus

Die offene Rechnung mit Großereignissen kann Riesch nun nicht mehr begleichen. 2007 in Aare, 2009 in Val d'Isère und 2011 in ihrer Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen schied sie bei den Weltmeisterschaften jeweils aus. 2010 bei Olympia in Vancouver war sie Vierte im ersten Lauf - und kam im zweiten Teil wieder einmal nicht ins Ziel. Schwester Maria gewann Gold und stieg zur Doppel-Olympiasiegerin auf, Susanne weinte in Kanada bittere Tränen.

Eineinhalb Jahre später bedeutete eine schwere Knieverletzung dann schon beinahe das Ende ihrer Karriere. Im September 2011 stürzte die zweimalige Weltcup-Podestfahrerin in Chile im Abfahrtstraining und erlitt einen Trümmerbruch des Schienbeinkopfes, riss sich das vordere Kreuzband im linken Knie und zog sich eine Meniskusverletzung zu.

"Das war ein Schlag"

Erst in der vergangenen Saison gab sie ihr Comeback im Weltcup. Bei sieben Starts kam sie dreimal in die Punkte, besser als Platz 20 war sie aber nie. Die Resultate von vor der Verletzung schienen unerreichbar, die Qualifikation für Olympia in Sotschi verpasste sie deutlich. "Sie war vor ihrer Verletzung wirklich eine super Athletin, aber mit der Verletzung vor drei Jahren ging es leider nicht mehr so voran, wie sie sich das vorgestellt hat", sagte Anwander.

Der Deutsche Skiverband (DSV) strich ihr daher die Förderung. Die Kosten für die Vorbereitung auf die laufende WM-Saison - rund 3000 Euro für Hotels und Liftkarten - hat Susanne Riesch selbst bezahlt. Nur wenn sie sich in diesem Winter zurück in die Top 15 der Slalom-Rangliste hätte kämpfen können, hätte sie die Auslagen vom DSV komplett erstattet bekommen.

"Das war ein Schlag. Aber ich hatte nie den Gedanken, hinzuschmeißen", berichtete sie im Herbst, deutete aber bereits da den Erfolgsdruck an: "Ich komme langsam in ein Alter, wo was passieren muss. Ich war mal in den Top sieben und starte jetzt Top 50." Ausgezahlt hat sich der Aufwand für sie aber nicht mehr.

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