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Gemischtes DSV-Fazit: Ferstl stark, Rebensburg schwach

19.12.2015, 16:10 Uhr | dpa

Ski alpin - Gemischtes DSV-Fazit: Ferstl stark, Rebensburg schwach. Josef Ferstl konnte mit dem zehnten Platz ein Top-Ten-Ergebnis verzeichnen.

Josef Ferstl konnte mit dem zehnten Platz ein Top-Ten-Ergebnis verzeichnen. Foto: Andrea Solero. (Quelle: dpa)

Gröden/Val d'Isère (dpa) - Josef Ferstl durfte sich in Gröden nach einer starken Fahrt mit kleinem Schönheitsfehler über das drittbeste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere freuen - für Viktoria Rebenburg läuft es dagegen weiter nicht rund.

Ein Jahr nach ihrem zweiten Platz reichte es für die Skirennfahrerin aus Kreuth in Val d'Isère nur zu Rang 14. "Im Moment geht mir das Selbstverständnis ein bisschen ab", haderte die 26-Jährige, die eigentlich mit Ambitionen auf die Weltcup-Gesamtwertung in die Saison gegangen war. Dass nicht sie, sondern einer aus dem jahrelang hinterher fahrenden Abfahrtsteam der Herren an diesem Wochenende das beste deutsche Ergebnis einfuhr, ist bezeichnend für ihre aktuelle Krise.

Ferstl ist dagegen nach einem verhaltenen Start in den Winter im Aufwärtstrend. Der Oberbayer schaffte es in den Dolomiten beim zweiten Erfolg des Norwegers Aksel Lund Svindal binnen 24 Stunden als Zehnter in die Top Ten. Rundum glücklich war der 26-Jährige wegen eines Fehlers im ersten Teil der berühmten Saslong aber nicht. "Es reicht schon wieder nicht für ganz vorne, für die Top 5", meinte der ambitionierte Chiemgauer. Beim Patzer habe er "zwei, drei Zehntelsekunden locker" liegengelassen. "Ich habe gewusst, jetzt ist es eh schon vorbei, dann habe ich Gas gegeben!", berichtete Ferstl.

Nach enttäuschenden Übersee-Rennen mit Ergebnissen jenseits der Top 15 ist Ferstls Leistung in Südtirol ein Schritt nach vorne. "Ich bin mit einem guten Gefühl hergefahren und reise mit gutem Gefühl wieder ab", resümierte er. Weniger gut lief es für die Teamkollegen des Deutschen Skiverbandes: Andreas Sander schaffte es als 23. immerhin in die Punkte. Klaus Brandner wurde 44., Thomas Dreßen schied aus.

Zum überragenden Akteur in Gröden schwang sich Svindal auf, der als erster Rennfahrer überhaupt Super-G und Abfahrt an einem Wochenende in Südtirol gewann. Er siegte vor Guillermo Fayed aus Frankreich und Landsmann Kjetil Jansrud. "Es läuft sehr, sehr gut", sagte der norwegische Ski-Star, "das muss man einfach genießen." Dank des 30. Weltcup-Sieges, Nummer elf in einer Abfahrt, übernahm der fünfmalige Weltmeister die Gesamtführung von Marcel Hirscher. Der Österreicher kann in den nächsten drei Tagen bei einem Riesenslalom, einem Parallel-Riesenslalom und einem Nacht-Slalom aber zurückschlagen.

Bei den Frauen sorgte indes ein Ausfall von Superstar Lindsey Vonn in der Abfahrt von Val d'Isére dafür, dass ihr Lara Gut im Kampf um die große Kristallkugel näher rückte. Die Schweizerin gewann das Rennen in den französischen Alpen vor Teamkollegin Fabienne Suter und der Kanadierin Larisa Yurkiw. Sie jubelte - genau wie Svindal - über den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Rebensburg hat dagegen Aufholbedarf. Sieben Saison-Rennen, viermal Top Ten - und jetzt das schlechteste Ergebnis des Winters. Anfang Januar, wenn ein paar Slalom-Rennen ohne Rebensburg anstehen, will sich die zehnmalige Weltcupgewinnerin im Training neue Sicherheit holen.

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