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Alte Zweifel sind bei Martin Schmitt wieder da

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Alte Zweifel sind bei Martin Schmitt wieder da

12.02.2010, 22:44 Uhr | dpa

Martin Schmitt (Foto: imago)Martin Schmitt (Foto: imago) Nach dem Fehlstart in die Saison verließ Martin Schmitt frustriert und verunsichert das tief verschneite Kuusamo. Angesichts seiner enttäuschenden Leistung mit Platz 28 beim Weltcup-Auftakt am Polarkreis war dem stets freundlichen Schwarzwälder das Lächeln im Gesicht buchstäblich gefroren. "Die Harmonie zwischen Körper und Ski stimmt nicht. Es läuft noch nicht aus einem Guss, meine Sprünge sind zu wechselhaft", stellte der 29-Jährige genervt fest.

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Bundestrainer sucht nach Lösung

Locker und gelöst hatte sich der Routinier vor dem Aufgalopp präsentiert, doch nach dem ersten Wettbewerb plagten ihn wieder die alten Zweifel. "Martin hadert zu viel mit sich und dem Ski. Da müssen wir eine andere Lösung finden, weil der Ski nicht so einläuft, wie er es braucht. Wir müssen schnellstens reagieren, damit er das in den Griff bekommt", sagte Bundestrainer Peter Rohwein.

Rückschritt für Martin Schmitt

Schmitt muss also wieder - wie so oft in den vergangenen Jahren - tüfteln, Dinge verändern. Für ihn ist diese Situation zwar nicht neu, aber sie bedeutet einen Rückschritt, wähnte er sich doch auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke. "Seine Körperhaltung, wie er raus springt mit Druck, ist wie bei den Besten. Aber der Ski unterstützt ihn in keiner Weise. Da müssen wir neu abstimmen", erklärte Rohwein. Eine Prognose, wann das Problem behoben sein wird, wagte der Coach nicht: "Das kann schnell gehen, aber auch längere Zeit dauern."

Sonderschichten für Schmitt und Späth

Vor dem Auftakt hatte Schmitt noch getönt: "Ich glaube, dass wir eine gute Mannschaft haben, mit der wir vorne anklopfen können." Doch im Team-Wettbewerb blieben er und Georg Späth weit hinter den Leistungen der nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Michael Uhrmann und Michael Neumayer zurück. Platz fünf war die Quittung für das Gefälle innerhalb des deutschen Quartetts. "Das Ergebnis zeigt nicht unbedingt den Leistungsstand, der ist besser. Davon bin ich fest überzeugt. Das wissen auch die Jungs. Aber wir haben noch viel zu tun", sagte Rohwein. Der Coach reagierte prompt und verordnete Schmitt und Späth vor dem nächsten Weltcup in Trondheim Sonderschichten auf der Schanze. "Der eine oder andere wird zu Hause noch ein paar Einheiten springen", kündigte er an.

Nicht entmutigen lassen

Schmitt, der im März mit Platz drei beim Weltcup in Lahti den ersten Podestplatz seit fünf Jahren geschafft hatte, will die Zeit nutzen und sich durch den verkorksten Saisonstart nicht aus der Bahn werfen lassen. "Ich habe in den vergangenen eineinhalb Jahren eine kontinuierliche Entwicklung gemacht und denke, dass ich einen ganz guten Stand habe. Ich werde unabhängig vom Verlauf des Weltcup-Auftakts meinen Weg weiter gehen", sagte der viermalige Weltmeister.

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