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Skispringen - Vierschanzentournee: Neumayer springt in die Herzen der Fans

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Vierschanzentournee  

Neumayer springt in die Herzen der Fans

12.02.2010, 22:45 Uhr | dpa

DSV-Adler Michael Neumayer (Foto: Reuters)DSV-Adler Michael Neumayer (Foto: Reuters) Michael Uhrmann ist in der Qualifikation für das Auftaktspringen der 56. Internationalen Vierschanzentournee mit einem blauen Auge davon gekommen, Michael Neumayer dagegen in die Herzen der Fans gesprungen. Während Uhrmann in Oberstdorf mit nur 116,5 Metern den 46. Platz belegte, gelang Neumayer mit 129 Metern als Sechster erneut der Sprung unter die besten Zehn der Welt. Dabei profitierte der Berchtesgadener bei häufig wechselnden Winden vom Fingerspitzengefühl der Jury. "Gott sei Dank haben sie so lange gewartet. Die Bedingungen waren schlecht, das wäre eng geworden", sagte Neumayer.

Weltcup Ergebnisse Skispringen
Knatsch beim DSV Assistent kritisiert Chefcoach Rohwein

Duell Uhrmann gegen Ahonen

Uhrmann hatte da wesentlich mehr Pech. Der Rückenwind drückte den Bayer frühzeitig zu Boden. Das ließ er aber nicht als Ausrede gelten. "Sicher waren es nicht die besten Bedingungen, aber ich bin auch nicht gut gesprungen. Mein Ziel habe ich erreicht. Das tröstet mich ein wenig", sagte Uhrmann, der am Sonntag (16.30 Uhr) gegen den Finnen Janne Ahonen antreten muss. "Er hat Glück gehabt. Aber heute ist Quali und morgen der Wettkampf", hakte Bundestrainer Peter Rohwein die schlechte Platzierung ab.

Späth beweist Nerven

Besser lief es vor 8000 Zuschauern bei Martin Schmitt. Der 29-Jährige wurde mit einem guten Sprung auf 125 Metern 14. "Das war ganz in Ordnung, aber die Nervosität war groß. Ich war nicht so locker", erklärte der Schwarzwälder. Starke Nerven bewies Georg Späth, der wegen eines Defektes in der Anlaufspur 15 Minuten auf seinen Sprung warten musste. "Da könnte ich mich aufregen und aus der Haut fahren. Erst ist gar nichts gemacht worden und dann ausgerechnet vor Georg", schimpfte Rohwein. Doch sein Schützling meisterte die Aufgabe mit 119,5 Metern und Platz 34.

Nur zwei Lichtblicke bei den Youngstern

Von den arrivierten Springern schied einzig Jörg Ritzerfeld (Oberhof) mit nur 113,5 Metern als 60. aus. Stephan Hocke aus (Schmiedefeld) präsentierte sich als 19. (123 Meter) souveräner. "Das war der erste Schritt für eine gute Tournee", sagte Hocke, der sich am Sonntag mit seinem Teamkollegen Späth duellieren muss. Auf die gleiche Weite und Platzierung wie Hocke kam auch der junge Severin Freund aus Rastbüchl. Julian Musiol (Zella-Mehlis) schaffte als 46. ebenfalls den Sprung ins Hauptfeld. Doch beide Youngster blieben die einzigen Lichtblicke unter den Nachwuchsspringern.

Argumente sprechen für Rohwein

Kevin Horlacher (Degenfeld), Felix Schoft (Partenkirchen), Andreas Wank (Oberhof) und Erik Simon (Aue) scheiterten. deutlich und dürften die Kritik von Nachwuch-Coach Heinz Kuttin am Bundestrainer erst einmal verstummen lassen. Der B-Kader-Trainer hatte vor der Qualifikation Rohwein heftig attackiert. "Mit Peter Rohwein ist eine Zusammenarbeit nicht möglich. Er sagt immer, dass es keine deutschen Talente gibt - aber dann nimmt er den besten deutschen Nachwuchsspringer nicht in die Weltcup-Mannschaft auf", sagte Kuttin der "Bild"-Zeitung. Doch der von Kuttin hochgepriesene Andreas Wank verpasste als 61. die Qualifikation deutlich und bestätigte damit Rohwein.

Keine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit

"Die Antwort hätte er mit Leistung geben können, die Kuttin provoziert hat", sagte Skisprung-Legende Jens Weißflog. Genugtuung empfindet Rohwein nicht. Der Allgäuer ist sowieso nicht der Mann, der schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit wäscht. "Meine Sache ist, dies intern zu regeln. Das werden wir am Sonntag mit der sportlichen Leitung tun", sagte Rohwein.

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