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Rohwein darf auch nach der Tournee weitermachen

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Skispringen - DSV  

Rohwein darf auch nach der Tournee weitermachen

12.02.2010, 22:46 Uhr | dpa, sid

DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller (li.), DSV-Skisprungcheftrainer Peter Rohwein (Montage: T-Online; Fotos: imago)DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller (li.), DSV-Skisprungcheftrainer Peter Rohwein (Montage: T-Online; Fotos: imago) Unmittelbar vor dem ersten Wertungsdurchgang der 56. Vierschanzentournee in Oberstdorf überschlugen sich die Meldungen: Quasi als Reaktion auf ein Interview des Schweizer Erfolgscoaches Bernie Schödler in der "Welt am Sonntag", sprach DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller seinem angeschlagenen Skisprung-Cheftrainer Peter Rohwein das Vertrauen aus - zumindest bis zum 9. Januar. Zuvor war verbandsseitig der Dreikönigstag zum Tag der womöglich abschließenden Bilanz des Wirken Rohweins erklärt worden. Nunmehr erfolgte die Erklärung der vollen Rückendeckung für den 45-Jährigen: "Peter Rohwein hat über die Vierschanzentournee hinaus das Vertrauen des Verbandes."

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Entlassung hätte schon längst passieren können

Pfüller fügte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa an: "Er steht nicht auf der Abschussliste. Wenn wir ihn hätten entlassen wollen, hätte ich schon gehandelt." Er übte zudem Kritik an den Stützpunkttrainern und dem Technischen Leiter Skisprung im DSV, Rudi Tusch. "Wir können nicht davon reden, dass an den Stützpunkten gute Arbeit gemacht wird", sagte Pfüller. Der Sport-Informationsdienst sid indes lieferte seine Interpretation des Standes der Dinge: "Der Skisprung ist der Hauptnerv des Deutschen Skiverbandes, und wir sind mit den Leistungen nicht zufrieden", wurde Pfüller dort zitiert. "Ich werde mich persönlich um den Skisprung kümmern."

Tournee-Ergebnis ausschlaggebend

Der Verbleib von Rohwein in seinem momentanen Job sei von den Leistungen bei der Tournee abhängig. Momentan stünden die Leistungsträger hinter dem Chefcoach, allerdings könne sich die Stimmungslage nach einem Absturz beim Skisprung-Grand-Slam auch ändern. "Ich kann die Frage weder mit einem Ja noch mit einem Nein beantworten", ließ Pfüller die am 9. Januar zu fällende Entscheidung über Rohweins Zukunft laut des sid offen.

Kuttin macht sich Luft

Am Tag des Qualifikationsspringens von Oberstdorf, das sieben der zwölf angetretenen DSV-Athleten überstanden, war sein Assistent Heinz Kuttin mit deutlichen Worten gegen seinen "Chef" vorgeprescht: "Mit Peter Rohwein ist eine Zusammenarbeit nicht möglich. Er sagt immer, dass es keine deutschen Talente gibt, aber dann nimmt er den besten deutschen Nachwuchsspringer (Andreas Wank/Anm. d. Red.) nicht in die Weltcup-Mannschaft auf. Ich habe ihm den empfohlen, aber meine Meinung wird von ihm nicht akzeptiert", äußerte der österreichische Trainer des B-Kaders in der "Bild"-Zeitung.

Zweifel an Rohweins Charakter

Schon im Sommer hätten die Stützpunkttrainer viele Weltcup-Athleten nach vorne gebracht, "doch bei der ersten schlechten Leistung schreit Rohwein in der Öffentlichkeit herum, dass sich niemand weiterentwickelt. Das ist eine Charakterfrage", hatte der Doppel-Weltmeister von 1991 seinem Frust darüber Luft verschafft.

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Schödler stünde bereit

Dazu gesellte sich Bernie Schödlers Gespräch mit der "Welt am Sonntag". Der Schweizer Erfolgscoach erklärte sich zur Übernahme der deutschen Adler bereit. "Ich möchte die Spekulationen nicht schüren, weil mit mir noch niemand gesprochen hat. Man ist sonst auch der Feuerwehrmann, und das möchte ich nicht sein. Aber natürlich ist mir bewusst, dass das eine riesige Herausforderung wäre."

Ammann in die Weltspitze geführt

Schödler führte Simon Ammann als Cheftrainer 2002 in Salt Lake City zu zwei Olympiasiegen und 2007 in Lillehammer zu WM-Gold. Vor der Saison war der 36-Jährige als Trainer in den Nachwuchs gegangen. Der hervorragende Kommunikator und anerkannte Skisprung-Fachmann ist mit einer deutschen Frau verheiratet.

Auch Koryphäen wie Kojonkoski und Horngacher in der Verlosung

Pfüller hatte allerdings erklärt, dass man innerhalb einer Saison keine Personalgespräche mit Trainern anderer Nationen führen werde. Als weitere mögliche Kandidaten für den Posten des Cheftrainers gelten allerdings nach wie vor Norwegens Erfolgcoach Mika Kojonkoski und der Österreicher Stefan Horngacher, Heimtrainer des viermaligen Weltmeisters Martin Schmitt.

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