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Skispringen  

Rohwein steht vor der Entlassung

12.02.2010, 22:46 Uhr | sid

Peter Rohwein  (Foto: imago)Peter Rohwein (Foto: imago) Nach dem schlechtesten deutschen Ergebnis in der Geschichte der Skiflug-Weltmeisterschaften steht Bundestrainer Peter Rohwein vor der Entlassung. "Es wird eine Zäsur im gesamten deutschen Skispringen geben. Wir werden in zwei bis drei Wochen klare Entscheidungen treffen", erklärte Verbandspräsident Alfons Hörmann. Sportdirektor Thomas Pfüller hatte zuvor in Oberstdorf für Anfang März eine Entscheidung über die Zukunft der schwächelnden Paradedisziplin angekündigt. Dabei wird es nach vier weitgehend erfolglosen Jahren personell und im System eine grundlegende Neuordnung geben.

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Für die Nationalmannschaft verantwortlich

"Gemessen an den Möglichkeiten des Verbandes sind die Leistungen nicht ausreichend. Ich bin weit davon entfernt, Peter Rohwein alles in die Schuhe zu schieben, aber für das Nationalteam trägt er die Verantwortung", sagte Pfüller während der Heim-WM. Alles und jeder komme nach der in der kommenden Woche stattfindenden Junioren-WM auf dem Prüfstand, mit Kosmetik sei es nicht mehr getan. Neben Rohwein müssen auch Spartenchef Rudi Tusch und die Gilde der österreichischen Heimtrainer um Rohwein-Kritiker Heinz Kuttin um ihren Job zittern.

Deutliche Kritik von Uhrmann

Gespräche über die mögliche Nachfolge habe es laut Pfüller bislang nicht gegeben. Auch bei den Springern haben Rohwein und Co. an Rückhalt verloren. "Es kann nicht so bleiben wie es ist im ganzen deutschen Skisprung-System. Weil es nicht erfolgreich ist", sagte Michael Uhrmann ungewohnt deutlich: "Wenn die Ergebnisse nicht kommen, dann steht der Bundestrainer in der Kritik. Irgendwann gehen die Argumente für ihn aus."

Schlechtestes Ergebnis aller Zeiten

Es sei gerade bei einer Heim-WM vor einer grandiosen Kulisse inakzeptabel, wenn kein Deutscher in der Lage sei, um die Medaillen zu springen. Der 15. Platz von Martin Schmitt als bester Deutscher war das mit Abstand schwächste WM-Ergebnis aller Zeiten (zuvor 1988 Thomas Klauser 11.). Nicht nur DOSB-Präsident Thomas Bach brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, "dass das deutsche Skispringen bis Olympia 2010 hoffentlich wieder den Anschluss an die Weltspitze geschafft hat".

Rohwein will nicht zurücktreten

Rohwein selbst will nicht selbst von seinem Posten zurücktreten und versucht weiter, die bis auf Tournee-Platz drei von Michael Neumayer enttäuschenden Saisonleistungen schönzureden: "Es gibt immer mal ein Auf und Ab." Der im Herbst 2004 angetretene und nie auf dem Cheftrainer-Posten angekommene Rohwein räumte allerdings ein, dass sich seine Springer in den letzten zwei Jahren in puncto Sprungstil zurückentwickelt hätten. Jetzt müssten sich alle am Skisprung Beteiligten an einen Tisch setzen.

Andreas Bauer der Nachfolger?

Für den ARD-Experten Dieter Thoma kann es dabei nur eine Lösung geben: "Der Skiverband soll nicht immer nur reden, sondern handeln. Man braucht frischen Wind und neue Anreize. Nur so kann Skispringen in Deutschland wieder den Wert erhalten, den es verdient." Schließlich verfügt Deutschland mit über das größte Budget aller Skisprung-Nationen und hat weltweit die meisten Schanzen. Am häufigsten wird der norwegische Chefcoach Mika Kojonkoski als potenzieller Rohwein-Nachfolger genannt. Er ist auch grundsätzlich interessiert ("Auf dieser Welt ist nichts unmöglich"), dürfte allerdings zu teuer sein. Wahrscheinlicher ist die Verpflichtung des Schweizer Olympiasieger-Machers Bernie Schödler oder von Kombinierer-Sprungtrainer Andreas Bauer, mit dem sein Vorgänger Rohwein die Posten tauschen könnte. Bauer hat bereits sein grundsätzliches Interesse erklärt, würde aber die Strukturen ändern: "Rohwein hat viel zu wenig Einfluss auf die Konzepte der Heimtrainer, da kocht jeder sein eigenes Süppchen."

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