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"Simon Ammann kann den 'Grand Slam' schaffen"

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Skispringen  

"Simon Ammann kann den 'Grand Slam' schaffen"

12.02.2010, 21:44 Uhr | t-online.de

Das Interview führte Sonja Riegel

Der ehemalige Skispringer Ville Kantee als Sänger der Band "The Kroisos". (Foto: Dennis Becker, www.the-kroisos.com)Der ehemalige Skispringer Ville Kantee als Sänger der Band "The Kroisos". (Foto: Dennis Becker, www.the-kroisos.com) Weltcupsiege, WM-Medaillen und durchweg gute Platzierungen - Ville Kantee hat in seiner Skisprungkarriere vieles erreicht. 2004 musste der Finne seine Laufbahn nach ständigen Rückenproblemen beenden. Dem finnischen Team blieb er aber erhalten und reist als Servicemann mit zu den Springen. Im Interview mit t-online.de spricht der 30-Jährige über seine Favoriten für die Tournee, seine Arbeit und seine Leidenschaft, die Musik.

Vierschanzentournee Ville Kantee bloggt für t-online.de
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Herr Kantee, im letzten Jahr hat Janne Ahonen die Tournee zum fünften Mal gewonnen. Wie haben Sie diese Tage erlebt?
Ville Kantee: Es war wunderbar. Ich war sehr nervös, aber als das Springen in Innsbruck abgesagt wurde wusste ich, dass ihn in Bischofshofen niemand mehr schlagen kann. Ich bin glücklich darüber, ein Teil des Teams gewesen zu sein, als Janne Geschichte geschrieben hat.

Gibt es einen neuen Janne Ahonen im finnischen Team?
Es wird nie wieder einen Janne Ahonen geben, nicht in unserem Team und in keinem anderen dieser Welt! Wir haben zur Zeit einige talentierte Youngster und Kinder in Finnland. Schauen Sie sich Ville Larinto an, der wird in Zukunft einiges bewegen.

Wer sind Ihre Favoriten für die Tournee 2008/2009?
Simon Ammann, Gregor Schlierenzauer und Matti Hautamaeki. Einer dieser drei wird die Tournee in diesem Jahr gewinnen.

Sven Hannawald hat 2001/2002 den “Grand Slam” geschafft, also alle vier Springen der Tournee gewonnen. Könnte das in diesem Jahr wieder jemandem gelingen?
Wieso nicht? Simon Ammann ist gerade in einer sehr guten Form, er könnte es schaffen. Wenn es einem gelungen ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es wieder passiert.

Die Finnen haben das erste Teamspringen in Kuusamo gewonnen, Ville Larinto und Matti Hautamaeki hatten schon gute Ergebnisse. Wie sehen Sie die Chancen des Teams in dieser Saison?
Wir hatten im Frühling und im Sommer sehr schwierige Situationen zu überstehen. Janne Ahonen hat seine Karriere beendet und Janne Happonen hat sich das Bein gebrochen. Dazu gab es Probleme mit Harri Olli. Wir versuchen nur, unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen und jetzt sehen wir die Ergebnisse. Natürlich hat die Saison gerade erst begonnen, aber im Moment sieht es gut aus. Wir haben einen guten Teamgeist und sind sehr motiviert.

Können Sie denn schon mit den starken Österreichern mithalten?
In dieser Saison nicht. Aber warum nicht in naher Zukunft?

Ville Kantee (links) mit seiner Band "The Kroisos". Rechts Bassist Jussi Hautamaeki, Mitglied der aktuellen finnischen Skisprungmannschaft. (Foto: Dennis Becker, www.the-kroisos.com)Ville Kantee (links) mit seiner Band "The Kroisos". Rechts Bassist Jussi Hautamaeki, Mitglied der aktuellen finnischen Skisprungmannschaft. (Foto: Dennis Becker, www.the-kroisos.com) Die Deutschen haben einen neuen Trainer. Was für ein Typ ist Werner Schuster?
Er ist ein toller Kerl. Ich würde ihn als Skisprungtrainer sehr hoch bewerten. Er hat in diesem Jahr sehr gut mit den Deutschen gearbeitet. Außerdem ist er ein lustiger Kerl, ich mag ihn sehr.

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Auch die Finnen haben einen neuen Trainer. Was ist der Unterschied zwischen Tommi Nikunen, der die Finnen bis zur letzten Saison betreut hat, und dem neuen Coach Janne Väätäinen?
Beide sind sehr gute Trainer. Mit Janne arbeiten wir mehr persönlich mit den Athleten. Janne ist auch ein sehr guter Zuhörer und es ist nett mit ihm zu reden. Allerdings vermisse ich Tommi manchmal sehr. Schön, ihn nach wie vor als Freund zu haben.

Sie sind der Servicemann des finnischen Teams. Was sind Ihre Aufgaben?
Ich bin ja nicht nur Servicemann, eher ein Hansdampf in allen Gassen. Ich organisiere alle Skier für die Nationalmannschaften, auch die der Kombinierer. Dazu kümmere ich mich um die Bindungen, die Schuhe und was unsere Athleten sonst noch brauchen. Nur die Anzüge mache ich nicht.

Und wie läuft so ein Wettkampftag dann für Sie ab?
Ich kontrolliere das Wetter, sage, welches Wachs wir benutzen sollten, bin zuständig für die gute Atmosphäre in der Kabine und spiele unseren Jungs gute Musik vor.

Sie mussten früh, im Alter von 25, mit dem Skispringen aufhören. Wieso?
Ich hatte einige Probleme mit meinem Rücken. Genug Probleme, um nicht mehr auf Topniveau Skispringen zu können.

Welcher war der schönste Moment Ihrer Karriere?
Da gab es viele, ich kann gar nicht sagen, welcher der beste war. Vielleicht mein Weltcupsieg in Willingen 2001, das war toll.

Und welcher war der schlimmste?
Mit dem Skispringen aufhören zu müssen wegen meiner Rückenprobleme. Ich bin sehr froh, nun wieder zurück im Skisprungzirkus zu sein.

Finnen wird ja nachgesagt, dass sie sehr ruhig und nachdenklich sind. Stimmt dieses Klischee?
Ja, das stimmt. Finnen haben auch Sex mit Rentieren und Eisbären (lacht).

Sie sagen, Musik sei Ihr größtes Hobby. Wie haben Sie damit angefangen, selbst Musik zu machen?
Ich liebe die Musik einfach. Als ich im Alter von 15 meine erste Gitarre bekam, fing ich an, selbst Musik zu machen. Musik ist meine Art, Gefühle zu zeigen.

Sie haben eine Band namens “The Kroisos”. Wer sind Sie und wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?
„The Kroisos“ ist eine Band aus Kuopio in Finnland. Wir machen unsere eigenen Songs und haben sehr viel Spaß, wenn wir die Möglichkeit bekommen, live auftreten zu können. Alle Bandmitglieder haben etwas mit dem Skispringen zu tun, aber das hat keinen Einfluss auf unsere Musik. Unser Debütalbum kommt Ende April raus. Wer mehr wissen will, sollte es sich kaufen oder zu einem unserer Auftritte kommen.

Angeblich hat Ihnen Mika Kojonkoski in seiner Zeit als finnischer Trainer dazu geraten, eine Band zu gründen. Stimmt das?
Nein, das stimmt nicht.

"The Kroisos" sind vor einigen Monaten im Rahmen des Sommerspringens in Hinterzarten aufgetreten. Wie kam es dazu?
Da muss ich mich bei den Fans in Europa bedanken. Sie haben das organisiert, genauso wie unsere Auftritte im kommenden Frühjahr.

Vielen Dank für das Gespräch.

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