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Schmitt ist so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr

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Schmitt ist so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr

12.02.2010, 22:44 Uhr | sid

Springt wieder vorne mit: Martin Schmitt (Foto: imago)Springt wieder vorne mit: Martin Schmitt (Foto: imago) Martin Schmitt verabschiedete sich mit einem Lächeln in den Weihnachtsurlaub. Viele hatten den Skispringer schon abgeschrieben, doch pünktlich vor der Vierschanzentournee ist der viermalige Weltmeister so gut in Form wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Der neue Bundestrainer Werner Schuster hat Schmitt im Herbst seiner Karriere noch einmal beflügelt, und schon glaubt die Skisprung-Welt wieder an die Rückkehr des 28-maligen Weltcupsiegers aufs Siegerpodest.

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Auf Augenhöhe mit den Favoriten

"Martin Schmitt ist einer, der weiß, wie man gewinnt. So etwas verlernt man nicht. Er kann auch bei der Tournee angreifen", sagt Skisprung-Chef Walter Hofer vom Internationalen Skiverband FIS. Fünf Top-Ten-Plätze in Serie hat der 30-Jährige abgeliefert, zuletzt war er nach einem stetigen Aufwärtstrend Vierter bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg und auf Augenhöhe mit dem Favoritentrio Simon Ammann, Gregor Schlierenzauer und Wolfgang Loitzl.

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Schmitt: "Setze mich doch nicht unter Druck"

Alle drei bezeichnen Schmitt vor dem Auftakt am 28. Dezember in Oberstdorf als "einen, der die Tournee gewinnen kann", doch der Routinier fühlt sich wohl in der Rolle des Jägers. "Ich setze mich doch nicht unter Druck und sage: Ich siege. Der nächste Schritt wäre erstmal ein paar mal auf dem Podest zu landen, dann kann man über Siege reden. Ich weiß, was dafür nötig ist", sagt Schmitt. Bei der Tournee ist es entscheidend, die Nerven zu behalten, das hat der Schwarzwälder bei bislang 13 Teilnahmen gelernt. Schon mehrmals war er als haushoher Favorit wie jetzt Ammann oder Schlierenzauer angetreten und gescheitert.

Ruhepause statt Training mit dem Team

Für den Olympiasieger und Weltmeister ist es der größte Traum, einmal in der Gesamtwertung des Skisprung-Grand-Slams ganz oben zu stehen. Die Einzelspringen in Oberstdorf (1998 bis 2000) und in Garmisch-Partenkirchen (1999) hat er schon gewonnen, in Innsbruck und Bischofshofen stand er schon auf dem Podest. Er denkt aber nach Engelberg nicht daran, sondern freut sich auf Weihnachten mit der Familie. Damit er die nötige Kraft schöpfen kann, musste er nicht wie ein Teil des deutschen Teams in Oberstdorf trainieren: "Ich habe schöne Erinnerungen an die Siege bei der Tournee. Aber ich werde Abschalten und nicht zu viel nachdenken. Du musst heiß sein, wenn es losgeht."

Schlussstrich unter die Enttäuschungen der letzten Jahre

Chefcoach Schuster weiß um die guten Außenseiterchancen seines Vorfliegers, doch er will ihm "keinen zu großen Rucksack" aufbinden. Es ist fast wie eine Liebe auf den ersten Blick zwischen dem im April angetretenen Trainer aus Österreich und dem deutschen Routinier. "Beim ersten Gespräch habe ich gemerkt: Der will ja wirklich und nicht nur die Zeit absitzen. Martins Entwicklung ist phänomenal, es ist eine Freude, ihm zuzuschauen", sagt Schuster. Schmitt sagt, dass er unter die Enttäuschungen der letzten Jahre endlich einen Schlussstrich gezogen und durch "neue Ideen und die andere Philosophie von Werner einen emotionalen Neubeginn" gemacht hat.

Schmitt: "Diesmal ist meine Qualität wesentlich besser"

Er stellte im Sommer fast alles an seinem Flug um. Jetzt fühlt er sich vom Grundniveau fast so gut wie zu seinen besten Zeiten. So wie in der Saison 2001/2002, als er Team-Olympiasieger und Vizeweltmeister im Skifliegen wurde, zum bis dato letzten Mal fünfmal in Serie unter die Top Ten sprang und am 1. März 2002 in Lahti seinen letzten Weltcup gewann. In den sieben Jahren seitdem hatte er immer wieder mal ein kurzes Aufflackern wie seinen letzten Podestplatz am 11. März 2007, "aber diesmal ist meine Qualität wesentlich besser".

Beruhigende Wirkung auf die Medien

Was Schmitts neuer Höhenflug für das erfolgsentwöhnte deutsche Skispringen bedeutet, beschreibt Michael Neumayer: "Er kann die Medien beruhigen, und wir können im Hintergrund ruhig arbeiten. Das ist das Beste für das deutsche Skispringen, wenn unser Vorzeigeathlet vorn mitspringt."

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