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Olympiasieger Lars Bystoel gesteht Doping

16.08.2010, 12:38 Uhr | dpa

Norwegens Lars Bystöl steht eine Sperre bevor. (Foto: imago)Norwegens Lars Bystöl steht eine Sperre bevor. (Foto: imago) Der norwegische Skisprung-Olympiasieger Lars Bystoel hat mit einer positiven Dopingprobe für eine weitere negative Schlagzeile in seiner Karriere gesorgt. Bystoel selbst bestätigte der Zeitschrift "Se og Hör" in Oslo, dass bei einem Test im heimischen Vikersund Ende November Spuren des verbotenen Stoffes THC (Tetrahydrocannabinol) in seinem Urin gefunden wurden.

Das Narkotikum ist Hauptwirkstoff der Hanfpflanze und somit nach Cannabis-Konsum nachweisbar. Bystoel erklärte, die verbotenen Substanzen seien "nicht leistungsförderlich gewesen" und von ihm auch nicht bei sportlichen Wettbewerben eingenommen worden.

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Seit 2007 gehört Bystoel nicht mehr zum A-Kader Norwegens

Bystoel hatte bei den Winterspielen 2006 überraschend in Turin den Wettbewerb von der Normalschanze gewonnen. Zudem sicherte er sich im Team-Wettbewerb und von der Großschanze jeweils die Bronze-Medaille. Seit der Saison 2007/08 gehört Bystoel nicht mehr zum norwegischen A-Kader. Seinen einzigen Weltcup-Erfolg feierte er bei der Vierschanzen-Tournee. Am 4. Januar 2006 siegte er in Innsbruck. An die Leistungen aus dem Olympia-Winter 2006 konnte er bis heute nicht mehr anknüpfen.

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Bystoel ist kein unbeschriebenes Blatt

In der Vergangenheit war Bystoel immer wieder wegen übermäßigen Alkoholkonsums aufgefallen. 2003 wurde Bystoel zeitweise aus Norwegens Weltcup-Team ausgeschlossen, nachdem er im Vollrausch ins Osloer Hafenbecken gestürzt war. 2007 kam er nach einer Schlägerei ebenfalls unter Alkoholeinfluss in Haft. Auch hier wurde er zunächst für internationale Wettbewerbe gesperrt, dann nach öffentlichen Entschuldigungen sowie guten sportlichen Leistungen von Norwegens Skiverband erneut nominiert.

Bis zu acht Monaten Sperre möglich

Verbandssprecher wollten zu der positiven Dopingprobe noch nicht Stellung nehmen. Norwegische Medien berichteten, dass der Springer mit einer vier- bis achtmonatigen Sperre rechnen muss.

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