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Michael Uhrmann stürzt im Training

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Skispringen  

Michael Uhrmann stürzt im Training

21.12.2010, 11:41 Uhr | dpa

Michael Uhrmann. (Foto: imago)Michael Uhrmann. (Foto: imago) Michael Uhrmann ist im Abschlusstraining für die WM-Normalschanzenentscheidung bei starkem Schneefall schwer gestürzt. Zwei Jahre nach seinem Crash bei der letzten WM in Sapporo kam der 30-Jährige bei der Landung bei 86,5 Metern im weichen Schnee zu Fall. Uhrmann erlitt eine Verletzung in der linken Schulter sowie Blessuren am Bein und wurde sofort von Teamarzt Christof Rühl im Springercontainer behandelt.

Endgültigen Aufschluss über die Schwere der Blessur sollten ein Röntgen und eine Computertomografie in einer Klinik im tschechischen Liberec geben.

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Schoft steht bereit

Uhrmanns Einsatz im WM-Springen am Samstag ist ungewiss. Sollte der Team-Olympiasieger von 2002 ausfallen, würde Ersatzmann Felix Schoft zum Einsatz kommen. "Die linke Schulter tut weh, außerdem werde ich blaue Flecken an meinem Bein bekommen, weil mir der Ski dagegengeschlagen ist", sagte Uhrmann und fügte mit Galgenhumor hinzu: "Ab jetzt erteile ich mir selbst ein WM-Trainingsverbot. Aber immerhin habe ich einen Sprung mehr als in Sapporo geschafft."

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Schmitt hofft auf den Kollegen

Martin Schmitt meinte: "Er hat schon großes Pech, aber wir hoffen alle, dass er springen kann." Am 21. Februar 2007 hatte sich Uhrmann in Japan ebenfalls im WM-Training einen komplizierten Mittelfußbruch zugezogen. Danach musste er eine fast einjährige Wettkampfpause einlegen. "Sapporo war natürlich ein gravierender Einschnitt, denn die Verletzung stellte sich schon als extrem schwer heraus. Eine Weile konnte man sich nicht einmal sicher sein, dass die Karriere weitergeht", hatte Uhrmann vor der WM erklärt: "Aber ich träume nicht jede Nacht davon und bin - wenn auch mit viel Aufwand - wieder da."

Hocke springt Bestweite

Die Bedingungen bei den Stürzen in Liberec und Sapporo glichen sich mit dem weichen Schnee im Aufsprunghang und komplizierten Windbedingungen. In seinem ersten WM-Training in Tschechien hatte er mit einer Bestweite noch Hoffnungen auf die erste deutsche Skisprung-Männermedaille bei der WM seit vier Jahren geweckt. Die Bestweite im Schatten des Uhrmann-Sturzes stand übrigens Teamkollege Stephan Hocke mit 103,5 Metern.

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