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Skispringen: DSV-Adler enttäuschen zum Auftakt der Vierschanzentournee

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Skispringen  

Kein deutscher Springer landet in den Top Ten

12.02.2010, 22:44 Uhr | dpa

Martin Schmitt und Co. enttäuschen zum Auftakt der Vierschanzentournee. (Foto: ddp) Martin Schmitt und Pascal Bodmer von den Podestplätzen weit entfernt, der enttäuschende Rest nicht einmal im Finale: Im strömenden Regen von Oberstdorf haben die DSV-Adler beim Tournee-Auftakt Schiffbruch erlitten und schon zum Auftakt der Traditionsveranstaltung alle Chancen in der Gesamtwertung eingebüßt. Als bester deutscher Springer kam Bodmer auf Rang zwölf, Martin Schmitt wurde 23.

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Kofler siegt

Es war das schlechteste Teamergebnis bei der Tournee seit Einführung des K.-o.-Springens 1992. Den Sieg vor 22.000 Zuschauern sicherte sich der Österreicher Andreas Kofler mit Sprüngen auf 125 und 134 Meter vor dem Finnen Janne Ahonen, der bei seinem Comeback mit 116,5 und 137 Metern auf Platz zwei sprang. Dritter wurde der Österreicher Thomas Morgenstern (124,5 und 126,5).

Fünf deutsche Starter erreichen nicht den Finaldurchgang

Von sieben deutschen Startern hatten bei Dauerregen nur zwei den Finaldurchgang erreicht. Michael Neumayer, Michael Uhrmann, Junioren-Weltmeister Andreas Wank, Stephan Hocke und Richard Freitag waren bei schwierigen Windbedingungen bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. "Das war der schlechtmöglichste Auftakt für uns. Man muss bei diesen Bedingungen sehr präzise springen, das ist uns nicht gelungen. Wir werden es bei der nächsten Station aber besser machen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

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Schmitt bekommt zweite Chance

Bei Dauerregen und wechselnden Winden dauerte das erste Springen der 58. Tournee-Auflage mehr als zwei Stunden und zerrte an den Nerven der Athleten. Schmitt war mit 96 Metern im ersten Durchgang bereits ausgeschieden, ehe sich die Jury nach 20 Springern für einen Neustart entschied. Der Team-Olympiasieger von 2002 konnte das Geschenk der Wettkampfleitung zunächst annehmen. Mit 115,5 Metern sprang der 31-Jährige auf Rang 15. Im zweiten Durchgang landete Schmitt aber bereits nach 108 Metern und fiel weit zurück. "Ich habe mich hier von Anfang an sehr schwergetan. Ich musste mich extrem auf die einzelnen Dinge konzentrieren, im zweiten Sprung hat mir dann vielleicht etwas die Kraft gefehlt", sagte Schmitt.

Bodmer erneut bester deutscher Springer

Überblick zum Großklicken - die 58. Vierschanzentournee (Grafik: dpa)Überblick zum Großklicken - die 58. Vierschanzentournee (Grafik: dpa) Auch Bodmer, der Senkrechtstarter der Saison im deutschen Team, konnte nicht mit den Besten mithalten. Mit Sprüngen auf 118,5 und 122 Meter zeigte der 18-Jährige dennoch, das er derzeit die Führungsfigur im deutschen Team ist. "Sicher waren meine Sprünge nicht so schlecht. Aber richtig zufrieden kann man nur bei einem Sieg sein", sagte der Shootingstar. Auch die beiden Topfavoriten Simon Ammann (Schweiz/5.) und Gregor Schlierenzauer (Österreich/9.) hatten mit dem Wetter zu kämpfen und erhielten einen Dämpfer.

Uhrmann einfach nur gefrustet

Die weiteren deutschen Starter erreichten nicht einmal den zweiten Durchgang. "Die Tournee ist vorbei, da kann ich einen Haken hinter machen", sagte Uhrmann gefrustet. Der 31-Jährige kam bei katastrophalen Bedingungen gerade einmal auf 93,5 Meter und kann in den folgenden drei Wettkämpfen in Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen nur noch Schadensbegrenzung betreiben. "Der Frust ist groß. Der Sprung war sicher keine Granate, aber so etwas ist mir schon lange nicht mehr passiert", sagte Uhrmann.

Neumayer hadert mit dem System

Pech hatte Michael Neumayer, der mit 113,5 Metern zwar einen ordentlichen Sprung zeigte, das direkte Duell gegen den fünffachen Tourneesieger Ahonen aber verlor und auch über die Zusatzwertung der fünf besten Verlierer knapp das Nachsehen hatte. "Von den Punkten her liege ich auf Rang 22, dennoch bin ich draußen. Manchmal ist das System eben gemein", sagte der Tournee-Dritte von 2007/2008.

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