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Vierschanzentournee: DSV-Adler springen erneut hinterher

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Skispringen  

Deutsche Adler springen erneut hinterher

12.02.2010, 21:44 Uhr | dpa, sid

Martin Schmitt und die DSV-Adler springen bei der Vierschanzentournee hinterher. (Foto: imago)Martin Schmitt und die DSV-Adler springen bei der Vierschanzentournee hinterher. (Foto: imago) Auch beim zweiten Springen der Vierschanzentournee ist den deutschen Athleten der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelungen. Im Gegenteil: Drei Tage nach dem schwächsten Auftakt seit 24 Jahren in Oberstdorf folgte beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen der nächste Tiefpunkt. Kein DSV-Adler in den ersten beiden Springen unter den Top 10 hatte es zuvor nur 1964 und 2003 gegeben.

"Wir schauen momentan ziemlich alt aus, weil wir keinen haben, der in die Spitzen reinspringen kann. Die Arrivierten wie Martin Schmitt springen momentan einfach weit unter ihren Möglichkeiten", sagte Bundestrainer Werner Schuster enttäuscht. Weiter das Maß aller Dinge sind die Österreicher. Gregor Schlierenzauer siegte mit 277,7 Punkten vor seinem Landsmann Wolfgang Loitzl (272,5). Mit einem hauchdünnen Rückstand von nur einem Zehntel auf Loitzl belegte der Schweizer Simon Ammann (272,4) Platz drei. Im zweiten Durchgang war er mit 143,5 Metern einen Schanzenrekord gesprungen.

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Bester deutscher Springer war wie schon in Oberstdorf Newcomer Pascal Bodmer mit 243,6 Punkten auf Platz 16. Michael Neumayer landete auf Position 17. Junioren-Weltmeister Andreas Wank wurde 20. Vizeweltmeister Martin Schmitt enttäuschte auf Platz 25. Routinier Michael Uhrmann, der 18 Jahre alte Richard Freitag, Severin Freund und Maximilian Mechler hatten hingegen das Finale der besten 30 Springer verpasst.

Auftaktspringen Deutsche Adler springen hinterher

Kofler vor Loizl

In der Gesamtwertung führt weiter der Österreicher Andreas Kofler, der in Garmisch-Partenkirchen Vierter wurde, mit 537,1 Punkten vor Loitzl, der 19,2 Zähler zurückliegt. Dritter ist der Finne Janne Ahonen, der nach seinem sechsten Rang am Neujahrstag nun 24,6 Punkten Rückstand auf Kofler hat. Als bester Deutscher rangiert Bodmer auf Rang zehn (+66,6).

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Schmitt: "Mehr ist leider zur Zeit nicht drin"

"Mein Ziel war eigentlich ein Platz unter den Top Ten, das hat leider nicht geklappt", sagte Bodmer. "Die beiden Sprünge waren ganz passabel, aber es ist leider noch kein Top-Niveau", meinte der Blondschopf. Erneut nur Mittelmaß war auch Vize-Weltmeister Schmitt. "Mehr ist leider zur Zeit nicht drin", sagte der Routinier. Bundestrainer Werner Schuster wollte von einem Generationswechsel dennoch nichts wissen. "Ich denke, dafür ist es noch zu früh. Die Erfahrenen haben noch ein ordentliches Niveau, können dies zur Zeit aber leider nicht abrufen", sagte der Österreicher.

Zahl der Springer im Finaldurchgang verdoppelt

Von der Weltspitze sind die Deutschen derzeit in der Tat meilenweit entfernt. Bodmer hatte in der Endabrechnung 34,1 Punkte Rückstand auf Sieger Schlierenzauer - fast schon ein Klassenunterschied. Dennoch schafften es die DSV-Adler nach dem Debakel von Oberstdorf immerhin mit vier Springern in den Finaldurchgang und verdoppelten damit ihre Quote im Vergleich zum Tourneeauftakt. "Die Leistungen der Spitzenleute waren heute extrem, da sehen wir etwas alt aus", bilanzierte Schuster.

Neumayer steigert sich

Senkrechtstarter Bodmer untermauerte seine Führungsrolle im DSV-Team mit zwei ordentlichen Sprüngen und erklärte mit Blick auf die weitere Tournee kämpferisch: "In Innsbruck und Bischofshofen will ich unter die ersten Zehn." Deutlich ansteigende Form zeigte auch Michael Neumayer, der sich nach 126,5 Metern im ersten Durchgang im zweiten Versuch auf 133 Meter steigerte. "Michael hat sich das Leben im ersten Durchgang selbst schwer gemacht, mit dem zweiten Sprung war er dann vorne dabei", sagte Schuster. "Ich war etwas verkrampft, im zweiten Versuch habe ich es dann etwas lockerer angehen lassen", meinte Neumayer.

Schmitt hofft auf die olympischen Spiele

Schmitt sprang auf 124,5 und 128,5 Meter und damit lediglich auf Platz 25. Im weiteren Verlauf der Tournee will Schmitt nun weiter an seiner Form feilen, um beim Saisonhöhepunkt in Vancouver im Februar wieder in Reichweite zur Spitze zu sein. "Ich habe die Saison noch längst nicht abgehakt. Es geht jetzt darum, dass die Sprünge wieder stabiler und weiter werden", sagte der Publikumsliebling. Bereits nach dem ersten Durchgang beendet war der Wettkampf erneut für Uhrmann. Nach einem Sprung auf 120,5 Meter verpasste der 31-Jährige die Entscheidung deutlich. "Es ist über Nacht kein Wunder passiert. Das ist ernüchternd, aber ich muss es akzeptieren", sagte Uhrmann.

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