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Vierschanzentournee: Qualifikation in Innsbruck abgesagt

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Vierschanzentournee  

Qualifikation in Innsbruck abgesagt

12.02.2010, 21:44 Uhr | dpa

Schlechtes Wetter in Innsbruck macht den Springern zu schaffen. (Foto: Reuters)Schlechtes Wetter in Innsbruck macht den Springern zu schaffen. (Foto: Reuters) Die Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck ist wegen schlechten Wetters und zu starken Windes abgesagt worden. Sie soll nun am Sonntag unmittelbar vor dem eigentlichen Wettbewerb nachgeholt werden.

Ärgerlich war die Absage für die deutschen Springer, denn die hatten im ersten Training auf der Bergisel-Schanze einen mehr als ordentlichen Eindruck hinterlassen. Martin Schmitt kam mit 125,5 Metern hinter dem Österreicher Martin Koch (135) auf die zweitbeste Weite. Michael Uhrmann erreichte 124 Meter, Michael Neumayer 121,5 Meter.

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Kein K.-o.-System im ersten Durchgang

"Die Böen wurden immer stärker, die Sicherheit war nicht gewährleistet", sagte Walter Hofer vom Internationalen Skiverband FIS: "Bis Sonntagfrüh sind Wind und viel Schnee angesagt. Aber dann sind die Wetterprognosen viel besser. Wir werden das Springen durchkriegen." Dabei soll ein Windnetz helfen, das nach dem ausgefallenen Springen vor zwei Jahren angebracht worden war. Wegen des Ausfalls der Qualifikation wird allerdings nicht nach dem bei der Tournee üblichen K.-o.-System im ersten Durchgang gesprungen. Das hatte dem deutschen Team bei den Heimspringen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen kein Glück gebracht. Es steht eine der schwächsten Tournee-Halbzeitbilanz aller Zeiten zu Buche. Nur 1964 und 2003 war das Team ohne einen Top-Ten-Platz geblieben.

"Wir haben nichts mehr zu verlieren"

Deshalb gab es nach dem Neujahrsspringen auch eine Krisensitzung. "Wir haben uns konstruktiv zusammengesetzt und alles aufgearbeitet. Wir müssen uns steigern und das erste Training in Innsbruck war dafür ein guter Anfang", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Im einzigen Trainings-Durchgang waren die in Deutschland noch schwachen Schmitt und Uhrmann auf die Plätze zwei und drei hinter dem Österreicher Martin Koch geflogen. "Ich bin gut reingekommen auf dieser Anlage und will zumindest unter die Top 15 fliegen. Wir haben nichts mehr zu verlieren", sagte Schmitt. Die Qualifikations-Absage wurde begrüsst (Schuster: "Es wäre kein faires Springen möglich gewesen"). Das deutsche Team nutzte die freie Zeit zum Athletiktraining in die Halle.

Die Jagd auf Spitzenreiter Kofler hat begonnen

Das dritte Tourneespringen in Innsbruck könnte auch eine Vorentscheidung in der Gesamtwertung bringen. Oberstdorf-Sieger Andreas Kofler führt mit 537,1 Punkten vor seinem Austria-Landsmann Loitzl (517,9) und dem finnischen Tournee-Rekordsieger Janne Ahonen (Finnland/512,5). Dahinter lauern Gesamtweltcup-Spitzenreiter Simon Ammann (Schweiz/509,0) und der Neujahrssieger Gregor Schlierenzauer (Österreich/506,5). Die Hatz auf Spitzenreiter Kofler ist eröffnet. "20 Punkte sind viel, aber wir jagen ihn natürlich alle. Ich habe vor der Tournee auf die Titelverteidigung gehofft, aber jetzt weiß ich, dass es klappen könnte", sagt Loitzl.

Schlierenzauer bekommt Druck von seiner Schwester

Viele Experten rechnen aber vor allem mit Überflieger Schlierenzauer, der eine Magenverstimmung überwunden hat. "Die Devise heißt volle Attacke. 31 Punkte Rückstand sind eine Menge Holz, aber in den letzten beiden Springen passiert immer noch viel", so der 19-Jährige. Der Skiflug-Weltmeister will sich endlich seinen Traum vom Gesamtsieg erfüllen, doch dafür muss er auf seiner Heimschanze in Innsbruck endlich siegen. "Den meisten Druck kriege ich von meiner Schwester. Sie sagt, dass ich auf allen drei Tourneeschanzen schon gewonnen habe, nur in Innsbruck noch nicht", sagt Schlierenzauer. Dafür braucht er aber auch Glück mit dem Wind.

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