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Skifliegen: Neue Punkteregel sorgt für Ärger - Schlierenzauer zeigt Jury den Vogel

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Skifliegen - Oberstdorf  

Schlierenzauer bringt absurde neue Regel auf die Palme

12.02.2010, 21:44 Uhr | sid

Gregor Schlierenzauer bekundet in Oberstdorf gegenüber der Jury ganz direkt seine Meinung zur neuen Windregel. (Foto: ddp) Gregor Schlierenzauer hält mit seinen Gefühlen ungern hinter dem Berg. Kraft seiner Position als Ausnahmespringer schreckte der 20-Jährige nach seinem Flug auf 169,5 Meter im Rahmen des Team-Wettbewerbs in Oberstdorf, nicht davor zurück, den Verantwortlichen für das völlig unverständliche und überflüssige neue Regelwerk einen Vogel zu zeigen. Schlierenzauer musste zehn Luken unter dem Nobody Borek Sedlak starten, um dann fast 40 Meter kürzer zu fliegen. Und trotz aller höheren Mathematik: Am Ende gewannen Österreich und Schlierenzauer.

Der erste Weltcup-Test der neuen Regeln im Skispringen endete spätestens mit Schlierenzauers finalem Auftritt als Farce. Während der Österreicher stinksauer die Gefährdung der Flieger anprangerte, verstanden viele Zuschauer an der Schanze nur noch Bahnhof. "Es ist für Athleten und Zuschauer nicht wirklich doll, wenn man aus zwölf verschiedenen Anlaufluken anfährt. Wer soll das verstehen, das funktioniert einfach nicht", meckerte Schlierenzauer: "Außerdem muss am Ende doch der gewinnen, der am weitesten fliegt."

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Es bleibt nur noch Spott

Genau das wurde in Oberstdorf konterkariert: Während No-Names wie Sedlak auf 208 Meter segelten, musste Skiflug-Weltmeister Schlierenzauer mit vier Stundenkilometern weniger Anlaufgeschwindigkeit fast 40 Meter eher landen. Der Norweger Tom Hilde spottete ironisch: "Bei Schlierenzauer gehen sie zehn Anlaufluken runter, und er springt nur noch 169,5 Meter. Das ist perfekt für die Show."

Verwirrung aller letztlich Schuld der TV-Sender

Die Fernsehsender, die Millionen für die TV-Übertragungen bezahlen und Wettkämpfe auch bei schlechtem Wetter durchziehen wollen, fordern die neuen Regeln. Skisprung-Chef Walter Hofer vom internationalen Skiverband FIS nannte als öffentliche Begründung für sein Mathematik-Experiment die "Verbesserung der Fairness und Sicherheit", aber in Oberstdorf war das Gegenteil der Fall. Durch die permanente Veränderung der Anlaufluken - die Springer mit weniger Anlaufgeschwindigkeit erhielten nach einer mathematischen Formel eine Punktgutschrift - wurden die Fans an der Schanze und am Ende sogar Jury und Springer verwirrt.

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Gestörte Abläufe

Als Schlierenzauer als letzter Springer fliegen sollte, war zunächst unklar, aus welcher Luke. Es verging einige Zeit, der Österreicher sollte einen Vorspringer bekommen und musste dann doch sofort springen. "Am Ende war es eine Riesenhektik", sagte Schlierenzauer: "Gerade beim Extremsport Skifliegen müssten für jeden Springer vorhersehbare Abläufe garantiert sein. Wenn man so schnell ohne die richtige Vorbereitung und Konzentration über die Schanze muss, kann das auch schlimmere Folgen haben als einen verhauenen Sprung. Das ist gefährlich."

Punktgutschriften muten wie Fantasiewerk an

Und unverständlich für die Zuschauer. Neben Punktgutschriften bei kürzerem Anlauf wurde nämlich auch noch ein von den meisten Athleten durchaus als sinnvoll erachteter Windfaktor einbezogen. So erhielt Schlierenzauer 31,5 Punkte plus für die geringere Anlaufgeschwindigkeit und 5,2 Punkte minus für die günstigen Windbedingungen - und das Team Österreich siegte nach diesem Rechenexempel der dritten Art am Ende trotz des völlig verpatzten Sprungs seines Stars. Alles klar?

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