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Skispringen: Desolate deutsche Adler sehen österreichischen Doppelsieg

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Schmitt hüpft auf 89 Meter

29.11.2010, 11:49 Uhr | sid, dpa, dpa, sid

Skispringen: Desolate deutsche Adler sehen österreichischen Doppelsieg. Erlebte ein fürchterliches Debakel: Martin Schmitt. (Foto: imago)

Erlebte ein fürchterliches Debakel: Martin Schmitt. (Foto: imago)

Die deutschen Skispringer haben einen desolaten Auftakt in die neue Saison hingelegt. Beim Weltcupstart im finnischen Kuusamo belegte Michael Neumayer als bester DSV-Athlet von der Großschanze mit zwei Sprüngen auf jeweils 130,5 m den 21. Platz. Es gewann Vierschanzentournee-Gewinner Andreas Kofler vor seinem österreichischen Landsmann Thomas Morgenstern und Doppel-Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz. Severin Freund belegte den 30. Rang.

Ein Debakel erlebte Vizeweltmeister Martin Schmitt, der den zweiten Durchgang nach einem Hüpfer auf 89 Meter als Letzter klar verpasste. Auch Maximilian Mechler scheiterte mit 107,5 m deutlich. Noch schlimmer erwischte es Michael Uhrmann und Pascal Bodmer, die sogar in der Qualifikation scheiterten. Bodmer war im vergangenen Jahr in Kuusamo noch auf Platz zwei gesprungen.

Neumayer als Einziger in der Nähe der Top Ten

"Es lief überhaupt nicht. Aber es war nicht das Weltcup-Finale, sondern der Auftakt. Wir sind uns unseres Auftrages bewusst und werden ihn erfüllen", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Dass seine Schützlinge weit von den Spitzenspringern aus Österreich und der Schweiz entfernt sind, hatte er im Vorfeld angekündigt. Allerdings sprach Schuster auch von mannschaftlicher Kompaktheit. Von dieser war allerdings nichts zu sehen.

"Wir haben uns mehr erwartet", gestand auch Schmitt ein. "Leute, die wir noch vor Monaten im Griff hatten, springen uns jetzt um die Ohren." So musste Neumayer die Kastanien aus dem Feuer holen. "Ganz realistisch kann ich derzeit noch nicht unter die Top Ten springen, aber das ist mein Ziel", zeigte sich Neumayer hinterher auch als Einziger optimistisch. "Mir fehlen am Tisch noch ein paar Zentimeter. So weit bin ich von der Spitze nicht weg, auch wenn das Ergebnis etwas anderes sagt."

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