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Kampf der Giganten: Vier Favoriten bei Vierschanzentournee

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Kampf der Giganten: Vier Favoriten bei Tournee

30.12.2010, 13:45 Uhr | dpa, dpa

Kampf der Giganten: Vier Favoriten bei Vierschanzentournee. Adam Malysz, Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Simon Ammann. (v.li., Foto: imago)

Adam Malysz, Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Simon Ammann. (v.li., Foto: imago)

Vorhang auf für den Kampf der Könige der Lüfte: Österreichs Skisprung-Duo Thomas Morgenstern und Andreas Kofler will der Alpenrepublik den dritten Vierschanzentournee-Gesamtsieg in Serie bescheren. Doch auch Vierfach-Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz und Polens Skisprung-Held Adam Malysz sind heiß auf das Siegerauto im Wert von über 30.000 Euro. Das Star-Quartett wird der 59. Internationalen Vierschanzentournee nach Ansicht vieler Experten den Stempel aufdrücken und den Erfolg unter sich ausmachen.

Davon ist nicht nur Bundestrainer Werner Schuster überzeugt, dessen Schützlinge bei den Wettbewerben in Oberstdorf (29. Dezember), Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (3. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) nur eine Außenseiterrolle spielen. Allerdings will sich der deutsche Skisprung-Chefcoach nicht auf einen Sieger festlegen.

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DSV-Chefcoach traut Ammann den Sieg zu

"Thomas Morgenstern ist hungrig, hat noch nie gewonnen und gehört auf jeden Fall zum Kreis der Favoriten. Andreas Kofler ist definitiv wieder in der Spur, seinen Titel zu verteidigen. Adam Malysz kommt in die Gänge und zählt zum Favoritenkreis. Und ich würde auch Simon Ammann nicht abschreiben. Wenn der irgendwann wieder seinen gebogenen Stab nimmt, dann springt er fünf bis acht Meter weiter und würde das Ding gewinnen. Das traue ich ihm zu", sagte Schuster.

Morgenstern bei Buchmachern vorn

Bei den Buchmachern ist Weltcup-Spitzenreiter Morgenstern der Top-Favorit. Der 24-Jährige, der in dieser Saison vier Wettbewerbe in Serie gewann, legt eine bei ihm bisher ungekannte Lockerheit an den Tag. "Ich habe mir lange genug Gedanken gemacht über Ergebnisse, Platzierungen, andere Leute und und und. Ich möchte jetzt meinen Weg gehen, möchte Spaß haben", berichtete Morgenstern und fügte hinzu: "Ich zerbreche mir nicht den Kopf über den Tourneesieg, sondern will einfach weiterhin mit Freude Skispringen."

"Nicht das Wichtigste in meinem Leben"

Der dreimalige Olympiasieger hat in den vergangenen Monaten nicht nur an seiner Technik und dem Material gefeilt, sondern sich als Persönlichkeit weiterentwickelt. "Ich habe sehr viel an mir gearbeitet, es steckt ja auch sehr viel Potenzial in mir. Ich will auf meine Fähigkeiten vertrauen und weiß, dass ich sehr gut Skispringen kann. Aber es ist nicht das Wichtigste in meinem Leben", sagte Morgenstern.

Spaß statt Druck lautet das Motto

Sein schärfster Widersacher kommt aus dem eigenen Lager und ist ähnlich locker drauf: Andreas Kofler. Der Titelverteidiger, der bei Olympia 2006 im Einzel um 0,1 Punkte von Morgenstern distanziert worden war und deshalb "nur" zwei Olympiasiege mit dem Team holte, verspürt ebenfalls keinen Druck. "Ich gehe es sehr gelassen und mit sehr viel Vorfreude an, weil ich schon einen Tournee-Gesamtsieg in der Tasche habe", meinte Kofler.

Hannawalds Rekord im Visier

Mit seinem Sieg bei der Generalprobe in Engelberg machte der 26-Jährige deutlich, dass der Weg zum Tournee-Gesamterfolg erneut nur über ihn führt. Kofler hält es nicht einmal für ausgeschlossen, dass der Grand Slam von Sven Hannawald aus dem Jahr 2001/02 mit vier Siegen in allen vier Springen wackeln könnte. "Ich glaube, dass es etwas ganz Besonderes war, was Sven gemacht hat. Aber so etwas kann immer passieren, dass hat man ja bei Thomas gesehen. Es kann auch bei der Tournee passieren, aber erzwingen kann man es nicht", sagte Kofler.

Keine Bescheidenheit im ÖSV-Lager

Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner ist zuversichtlich, dass seine Schützlinge zum dritten Mal nacheinander triumphieren. Das war bisher nur den Norwegern durch Björn Wirkola (1966/67-1968/69) gelungen. "Tiefstapeln braucht man überhaupt nicht. Ich sehe momentan im Skisprungzirkus zwei Ausnahme-Athleten: Morgenstern und Kofler", sagte Pointner.

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Ammann in Lauerstellung

Allerdings lauert da noch Überflieger Ammann, der nach seinen zwei olympischen Goldmedaillen von Vancouver neue Ziele anvisiert. "Ein Tourneesieg fehlt mir noch. Das war immer eine Nuss, die ich nicht knacken konnte. Vom Kopf her bin ich besser denn je aufgestellt. Thomas Morgenstern springt extrem stark, Andreas Kofler auch. Aber ich sehe trotzdem eine Chance für mich", erklärte Ammann.

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