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Michael Uhrmann: "Haben als Team einen großen Sprung gemacht"

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Uhrmann: "Wenn ich Pizza essen will, esse ich Pizza"

28.01.2011, 11:27 Uhr | t-online.de

Michael Uhrmann: "Haben als Team einen großen Sprung gemacht". Michael Uhrmann ist wieder oben angekommen. (Foto: imago)

Michael Uhrmann ist wieder oben angekommen. (Foto: imago)

Das Gespräch führte Martin Einsiedler

Michael Uhrmann ist nach langer Leidenszeit wieder oben im Skispringen angekommen. Am vergangenen Wochenende landete er im polnischen Zakopane als Dritter auf dem Podest. Nun will der Routinier noch einmal richtig angreifen.

Im Interview mit t-online.de spricht Uhrmann über seinen Formanstieg, seine nächsten Ziele sowie über eine ganz besondere Veranlagung, über die er sich sehr glücklich schätzt.

t-online.de: Herr Uhrmann, Sie landeten in Zakopane nach vier Jahren mal wieder auf dem Podium. Wie hat sich das angefühlt?

Michael Uhrmann: Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe seit meiner Verletzung im Jahr 2007 hart darauf hingearbeitet. Und es war sehr schwer, schwerer, als ich es mir vorgestellt habe. Nach dieser langen Zeit ist damit ein Traum für mich in Erfüllung gegangen.

Hatten Sie mit so einem Ergebnis gerechnet? Der Saisonstart verlief für Sie alles andere als zufriedenstellend.

Die Tendenz ging zuletzt nach oben. Es war ja so, dass ich im Sommer super trainiert habe. Dann aber kam ein Bruch, ich hatte plötzlich keine guten Sprünge mehr. Zudem hatte ich Materialprobleme. Der Umschwung kam bei mir erst wieder mit dem Training während der Vierschanzentournee in Oberstdorf.

Bundestrainer Werner Schuster äußerste sich zuletzt dahingehend, dass Severin Freund und Sie einen Schritt in Richtung Weltspitze gemacht hätten. Wo sehen Sie sich selbst im Augenblick?

Natürlich möchte ich ganz vorne dabei sein, und ich denke, dass ich, wenn ich meine Form stabilisieren bzw. ausbauen kann, das Potenzial für die Weltspitze mitbringe. Allerdings ist es natürlich schwer, regelmäßig aufs Podium zu springen.

Am Wochenende beginnt die Team-Tour in Willingen. Was trauen Sie dem DSV-Team zu?

Ich traue uns einiges zu. Wir haben ein in der Breite sehr gut aufgestelltes Team. Außerdem haben Severin und ich zuletzt Spitzenleistungen gebracht. Auch Michael Neumayer und Martin Schmitt haben in den letzten Wochen einen Sprung nach vorne gemacht – was irgendwie für das Team als Ganzes gilt. Mit der Hilfe des Publikums können wir in Willingen unter den ersten Drei landen, wenngleich Österreich und Norwegen nur ganz schwer zu schlagen sein werden.

Sie sind inzwischen 32 Jahre alt. Wie lange möchten Sie Ihre Karriere noch fortsetzen?

Mir schwebte ja mal vor, nach den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver aufzuhören. Das war aber kein guter Zeitpunkt für mich, da ich mein Ziel, nach meiner Verletzung unter die ersten Drei zu kommen, bis dato noch nicht erreicht hatte. Ich habe mir nun vorgenommen, darüber von Jahr zu Jahr neu zu entscheiden. Noch habe ich viel Spaß am Skispringen.

Erleben wir Sie evtl. noch bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi?

Nein, ich denke nicht. Die Spiele in Sotschi sind für mich zu weit weg.

Haben Sie mit zunehmendem Alter nicht große Probleme, Ihr Gewicht zu halten?

Ich habe damit überhaupt keine Probleme. Ich bin so veranlagt, dass ich mich wie ein normaler Sportler ernähren kann. Wenn ich Pizza essen will, esse ich Pizza. Wenn ich Cola trinken will, trinke ich Cola. Ich weiß, dass ich diesbezüglich großes Glück habe.

Die neuen Bindungen erlauben eine Skistellung in der Luft, bei der die Länge der Skier keine große Rolle mehr spielt. Leichtgewichte können die Nachteile der kürzeren Skier künftig leichter kompensieren. Glauben Sie, dass die jüngste Entwicklung im Skispringen hin zu mehr Athletik dadurch wieder rückgängig gemacht wird?

Ich habe die Gefahr zu Beginn der Saison auch gesehen. Aber diese Befürchtungen traten bislang nicht ein. Der bisher dominierende Springer Thomas Morgenstern lebt ja gerade von seiner Athletik. Überhaupt dominieren die physisch starken Springer. Von daher glaube ich nicht, dass die Leichtgewichte die Konkurrenz in Zukunft unter sich ausmachen werden.

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