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Deutsche Skispringer gewinnen Bronze im Mannschaftswettbewerb bei der WM

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Trotz eines Sturzes holen die DSV-Adler eine Medaille

28.02.2011, 20:31 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Deutsche Skispringer gewinnen Bronze im Mannschaftswettbewerb bei der WM. Die deutschen Skispringer freuen sich nach dem Gewinn der Bronzemedaille. (Foto: Reuters)

Die deutschen Skispringer freuen sich nach dem Gewinn der Bronzemedaille. (Foto: Reuters)

Die deutschen Skispringer haben bei der Nordischen Ski-WM in Oslo die Bronzemedaille im Team-Wettbewerb auf der Normalschanze gewonnen. Das DSV-Quartett in der Besetzung Martin Schmitt, Michael Neumayer, Michael Uhrmann und Severin Freund kam trotz eines Sturzes von Freund bei dessen zweiten Sprung auf 968,2 Punkte. Top-Favorit Österreich feierte mit 1025,5 Zählern den vierten WM-Sieg in Serie. Zweiter wurde Gastgeber Norwegen (1000,5).

Zuletzt hatten die DSV-Adler vor sechs Jahren bei der WM in Oberstdorf mit Silber eine Medaille beim Teamspringen gewonnen.

Bundestrainer Schuster: "Durch die Bank sehr gut gesprungen"

Ausgerechnet Freund sorgte beim insgesamt souveränen Auftritt kurzzeitig für bleiche Gesichter, als er im Finale nach 105,5 Metern die Balance verlor und sich im Schnee wiederfand. "Bei der Landung war der Druck so groß, dass es mir hinten den Stöpsel rausgehauen hat. Dann wird es sehr schwer, den Sprung zu stehen. Wir haben super gekämpft", erklärte der WM-Siebte im Einzel.

"Mit dem Sturz muss man erstmal Dritter werden. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Mannschaftsleistung - wir sind durch die Bank sehr gut gesprungen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Schmitt bringt Team auf Medaillen-Kurs

Zwei Jahre nach dem Debakel in Liberec, wo es mit Rang zehn die zweitschlechteste Platzierung der WM-Geschichte gegeben hatte, flatterten den DSV-Adlern dieses Mal nicht die Nerven. Routinier Schmitt brachte das deutsche Team als Startspringer mit Weiten von 104,5 und 104 Metern gleich in die Medaillenspur. "Das waren zwei super Sprünge auf hohem Niveau, die besten bei dieser WM. Mit einer Medaille sind wir natürlich immer zufrieden. Jetzt genießen wir erstmal den Tag und dann beginnt die Vorbereitung auf die Großschanze", sagte der viermalige Weltmeister.

Bei seiner achten WM-Teilnahme konnte sich der 33-Jährige bereits die zehnte Medaille um den Hals hängen lassen. Freunds Patzer erinnerte Schmitt an 1999. "Damals in der Ramsau haben wir auch mit einem Sturz noch eine Medaille gewonnen. Aber da bekommt man doch noch einmal einen kleinen Schreck", sagte er.

Wechsel von Neumayer zu Bodmer zahlt sich aus

An Position zwei lieferte Neumayer eine solide Vorstellung ab. Der 32-Jährige war erst wenige Stunden vor dem Wettkampf ins Team gerutscht, nachdem Pascal Bodmer seine Chance als 44. im Einzel nicht hatte nutzen können. Der Tausch zahlte sich aus, denn der Routinier erfüllte mit 101 und 99,5 Metern die Erwartungen. "Ich habe drei Meter liegenlassen, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden", resümierte Neumayer.

Keine Blöße gab sich auch Uhrmann, der auf 102 und 102,5 Meter kam. "Die Anspannung im Teamwettkampf ist natürlich größer als sonst. Ich bin sehr froh, dass es heute bei allen so gut geklappt hat. Die Norweger waren heute einfach zu stark", sagte der Mannschafts-Olympiasieger von 2002.

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