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Freitag springt in Lillehammer so gut wie noch nie im Weltcup

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Skispringen - Weltcup in Lillehammer  

Ungläubige Freude im DSV-Lager wegen Freitag und Faißt

05.12.2011, 13:07 Uhr | t-online.de, dpa

Freitag springt in Lillehammer so gut wie noch nie im Weltcup. Richard Freitag segelt durch die Luft. (Quelle: Reuters)

Richard Freitag segelt durch die Luft. (Quelle: Reuters)

Richard Freitag freut sich über seine bislang beste Weltcup-Platzierung im Skispringen: Der 19-Jährige bestätigte im norwegischen Lillehammer seinen neunten Platz aus Kuusamo nicht nur. Er sprang auf Rang zwei hinter dem Sieger Andreas Kofler aus Österreich. "Ich freue mich riesig, Wahnsinn", sagte Freitag im ZDF, gab aber auch zu, an so ein gutes Resultat "nicht gedacht" zu haben. Als Dritter mit aufs Podium stieg der Pole Kamil Stoch.

An die 103,5 Meter, die Freitag im zweiten Durchgang hinlegte, kamen weder Stoch noch Kofler heran. Dafür hatte der Österreicher mit seinem ersten Sprung auf 105 Meter Schanzenrekord erzielt. Den hatte seit 1994 der Norweger Espen Bredesen mit 104,5 Metern gehalten. Im zweiten Durchgang genügten Kofler 98 Meter zum sicheren Sieg.

"Methusalem" Schmitt wird Letzter

Maximilian Mechler belegte den 13. Platz. Michael Neumayer wurde 17., Severin Freund 28. und Andreas Wank kam auf Rang 29. Martin Schmitt verpatzte dagegen seinen Saisoneinstand. Der 33-Jährige - Ältester Starter des Tages - schied mit 76,5 Metern als 50. und Letzter aus. In der Weltcup-Gesamtwertung rückte Freitag auf Platz vier vor. Als Neunter ist Freund - Sechster zum Auftakt in Kuusamo - zweitbester der DSV-Adler.

Überglückliche Faißt springt auf Rang drei

Vor dem Wettbewerb der Herren hatte Melanie Faißt im Rahmen der Weltcup-Premiere der Skispringerinnen den deutschen Männern die rechte Vorlage geliefert. Die 21-Jährige sprang als Dritte auf das Podest und durfte sich über 1500 Euro Prämie freuen. Mit 88,5 und 93 Metern musste Faißt nur der siegreichen US-Amerikanerin Sarah Hendrickson und Coline Mattel aus Frankreich den Vortritt lassen.

"Das ist unglaublich. Ich hätte nie gedacht, so weit vorne reinspringen zu können. Mama und Papa sind sicher stolz", sagte Faißt. Für Ulrike Gräßler, 2009 Vizeweltmeisterin, reichte es mit Weiten von 85 und 87,5 Metern nur zum elften Rang. Juliane Seyfarth landete auf Platz 15, Anna Häfele wurde 16.

Eine Klasse für sich war die erst 17 Jahre alte Hendrickson. Mit 100,5 und 99,5 Metern lag sie knapp 30 Punkte vor der WM-Dritten Mattel, die auf 92 und 87 Meter kam. Der zweite von insgesamt 14 Wettbewerben findet am 6. Januar 2012 in Schonach statt.

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