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Sven Hannawald hat Mitleid mit Martin Schmitt

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Zehn Jahre später: Hannawald erklärt Tournee-Hoffnung Freitag

29.12.2011, 19:41 Uhr | dapd

Sven Hannawald hat Mitleid mit Martin Schmitt. So sahen ihn die Fans am liebsten: Sven Hannawald in Jubel-Pose.  (Quelle: imago)

So sahen ihn die Fans am liebsten: Sven Hannawald in Jubel-Pose. (Quelle: imago)

Eigentlich bekommt Sven Hannawald immer ein "innerliches Grinsen", wenn er an seinen historischen Grand-Slam-Sieg zurückdenkt. Vor dem diesjährigen Auftaktspringen der 60. Vierschanzentournee in Oberstdorf ist das ein bisschen anders, weil die Zeit seitdem so schnell vorbeigerast ist. "Leck mich am Buckel, das ist ja schon zehn Jahre her", sagt der Überflieger von einst. Noch immer ist Hannawald der einzige Skispringer der Geschichte, der alle vier Springen bei einer Vierschanzentournee gewinnen konnte. Und das soll auch noch lange so bleiben.

"Ich hoffe, mein Rekord hält mindestens weitere 50 Jahre. Was nach meinem Leben ist, ist mir egal", sagt der Flugkönig. Dann denkt er kurz nach und schiebt hinterher: "Und falls es doch jemand schaffen sollte, dann am liebsten ein Deutscher - vielleicht ja der Richard Freitag."

Hannawald adelt Freitag: "Richard ist richtig gut"

Der 20-Jährige hatte kürzlich in Harrachov den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert und geht eigentlich als erster Deutscher seit Hannawald als echter Mitfavorit auf den Gesamtsieg in die Tournee. "Es sieht unspektakulär aus, was Richard macht, aber er ist richtig gut. Er hat einen Grundfluss im Sprung. Er ist nicht der Größte, hat schnelle Absprungzeiten, verliert wenig Zeit bis zur perfekten Flughaltung und hat einfach einen effektiven Sprungstil", lobt Hannawald. "Er passt von der Statur perfekt ins Reglement."

Eine Million Franken Prämie sind aufgerufen

So wie Sven Hannawald im Winter seines historischen Kunststücks. Damals kassierte er allein für seinen Gesamtsieg 50.000 Euro, insgesamt an Prämien und Preisgeldern wohl um die 300.000 Euro. Diesmal gibt es allerdings eine Million Schweizer Franken für den, der Hannawalds Kunststück von damals wiederholt. "Es wäre schön, wenn ich das damals bekommen hätte. Die Million reizt schon sehr. Mit acht Sprüngen kann man in eine sorgenfreie Zukunft springen", sagt Hannawald und fügt grinsend hinzu: "Allerdings könnte der Sieger, falls er eine Million kassiert, an jeden alten Tourneesieger etwas abgeben."

"Wenn ich Martin so rumkrebsen sehe, tut das weh"

Dem zum Motorsport gewechselten Hannawald geht es jedoch gut. Nicht nur finanziell - auch privat, was nach überwundenem Burn-out-Syndrom keinesfalls selbstverständlich ist. "Ich habe jahrelang über dem Limit gelebt, aber der Körper holt sich die Ruhe zurück", sagt Hannawald. "Durch so etwas lernt man aber, das Leben zu schätzen. Ich bin jetzt ein glücklicher Mensch." Im nächsten Jahr will er seine Freundin Alena heiraten.

Aber der Sport wird immer eine große Rolle in seinem Leben spielen. Bei der Tournee wird er als TV-Experte im Studio sitzen und die Flüge seiner Nachfolger beurteilen. Zum Beispiel von Martin Schmitt, mit dem er gemeinsam die glorreichsten Zeiten des deutschen Skispringens mitprägte. "Wenn ich Martin manchmal so rumkrebsen sehe, tut das schon weh. Ich hoffe, dass er noch einen rühmlichen Absprung schafft", sagt Hannawald und hofft auf die deutschen Mitfavoriten Freitag und Severin Freund: "Ich bin sehr froh, dass da endlich zwei Kandidaten in die frühere Rolle von Martin und mir reinwachsen."

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