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Skispringen: DSV fordert Austria-Adler heraus

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DSV-Team vor Heimspiel angriffslustig

18.12.2012, 13:31 Uhr | t-online.de, sid

Skispringen: DSV fordert Austria-Adler heraus.  (Quelle: imago)

DSV-Adler fordern Österreich heraus (Quelle: imago)

Severin Freund als Sieghoffnung, Richard Freitag als Geheimwaffe und das DSV-Team als Herausforderer: Die deutschen Skispringer gehen mit breiter Brust in das Weltcup-Wochenende in Willingen und wollen beim Heimspiel ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Bei der Team-Tour in Willingen wollen die DSV-Skispringer die Überflieger aus Österreich ärgern und sich in der Gesamtwertung den zweiten Platz sichern. Severin Freund liebäugelt zum Tour-Auftakt mit einen Sieg beim Heim-Weltcup in Willingen.

"Wir wollen uns als erster Verfolger Österreichs positionieren", sagte Bundestrainer Werner Schuster angriffslustig. Das Springen in Willingen ist der Auftakt der Team-Tour mit weiteren Stationen in Klingenthal und Oberstdorf. "Endlich haben wir wieder eine Chance, unsere positive Entwicklung auch auf heimischem Boden unter Beweis zu stellen." Vor allem Freund kann sich nach seinem Sieg im Einzelspringen im Vorjahr Hoffnungen auf eine Wiederholung machen. "Ihm liegt die Schanze", erklärt Schuster.

"An Willingen habe ich gute Erinnerungen"

Der deutsche Vorflieger selbst hält den Ball jedoch noch flach. "Speziell an Willingen habe ich gute Erinnerungen", sagt der 23-Jährige aus Rastbüchl. "Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Ergebnisse aus der Vergangenheit sind nicht wirklich aussagekräftig," so Freund weiter.

Die aktuellen Saisonergebnisse können sich trotz der Enttäuschungen bei der Vierschanzentournee, mit Rang sieben für Freund als bestem Deutschen, sehen lassen. Nach dem Sieg durch Richard Freitag in Harrachov und sechs weiteren Podest-Platzierungen winkt das beste deutsche Saison-Ergebnis der letzten fünf Jahre. Mit Freund und Freitag stehen aktuell zwei Springer unter den Top 10 der Welt. "Ziel ist ein Podestplatz mit der Mannschaft. Willingen ist dafür ein gutes Pflaster", sagte Schuster.

Heißes Wettrennen - aber ohne Martin Schmitt

Seit Saisonbeginn liefert sich das DSV-Team mit Norwegen hinter den übermächtigen Österreichern einen engen Kampf um Platz zwei im Nationen-Cup. "Wir wollen den Heimvorteil der nächsten Wettkämpfe nutzen und uns wieder vor sie schieben", sagte Schuster. Letztes Jahr belegte das DSV-Team in Platz zwei. Auch bei der vierten Auflage der Team Tour wollen sich Freund und Co. von den 30.000 Fans tragen lassen.

Dabei fehlt der angeschlagene Martin Schmitt auf der Mühlenkopfschanze. Der Routinier laboriert an einer Knieverletzung und wird erst in dieser Woche wieder ins Training einsteigen, der Zeitpunkt seiner Weltcup-Rückkehr ist ungewiss. "Ein Start kommt noch zu früh", erklärt Schuster.

Sechsstellige Extra-Prämie lockt

Richard Freitag freut sich derweil vor allem auf sein Heimspringen in Klingenthal. "Die Form stimmt und ich fühle mich fit", sagte der 20-Jährige aus Aue. Der Teamgedanke würde bei der Tour im Vordergrund stehen und die Stimmung sei "sehr gut", betonte der Zehnte der Vierschanzentournee: "Wir freuen uns alle sehr auf diese intensive Skisprung-Woche."

Am kommenden Mittwoch wird die Team-Tour dann mit dem Weltcup in Klingenthal fortgesetzt, ehe in Oberstdorf (18./19. Februar) erneut ein Einzel- und ein Mannschaftswettbewerb anstehen. Für die Gesamtwertung werden jeweils die Punkte aller vier Teamspringer sowie der zwei besten Einzelspringer jeder Nation addiert. In den vergangenen beiden Jahren holte sich Topfavorit Österreich die 100.000 Euro Extra-Prämie für den Gesamtsieg.

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