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Skifliegen: Deutsche Adler fliegen zu WM-Silber in Vikersund

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Deutsche Adler erstmals WM-Zweite im Skifliegen

27.02.2012, 08:14 Uhr | dpa

Skifliegen: Deutsche Adler fliegen zu WM-Silber in Vikersund. Volle Konzentration in der Flugphase: Severin Freund. (Quelle: dpa)

Volle Konzentration in der Flugphase: Severin Freund. (Quelle: dpa)

Erst riss Richard Freitag nach dem Flug seines Lebens die Fäuste in den blauen Himmel von Vikersund, dann verschwand Schlussspringer Severin Freund in einer Jubeltraube. Mit einem grandiosen Formationsflug zu WM-Silber haben Deutschlands Skispringer den Monster-Bakken gezähmt und das beste Teamergebnis der WM-Historie gefeiert. "Das ist unbeschreiblich. Einfach Wahnsinn", gestand Freitag.

Mit 1625,2 Punkten musste das DSV-Quartett mit Andreas Wank, Maximilian Mechler, Severin Freund und Freitag lediglich Titelverteidiger Österreich (1648,4) den Vortritt lassen. Mit 230 Metern verbesserte Freitag zudem den sieben Jahre alten deutschen Rekord von Michael Neumayer um 2,5 Meter. Bronze ging an Slowenien um den überragenden Einzel-Weltmeister Robert Kranjec. "Es war ein toller Wettkampf. Ich habe immer an die Jungs geglaubt. Das ist eine riesen Bestätigung unserer Arbeit. Wir sind auf einem guten Weg", stellte Bundestrainer Werner Schuster zufrieden fest.

Siegesfeier mit Tee und Keksen

Bei strahlend blauem Himmel und fairen Windbedingungen brachte Startspringer Wank das DSV-Quartett mit zwei persönlichen Bestleistungen von 211 und 214 Metern gleich in die Erfolgsspur. "Heute hat es richtig Spaß gemacht", meinte der Oberhofer und kündigte augenzwinkernd an: "Diesen Erfolg werden wir mit Tee und Keksen feiern."

Freitag steigerte zunächst seinen persönlichen Rekord auf 223,5 Meter und flog im Finale mit 230 Meter so weit wie noch kein Deutscher vor ihm. "Das ist gewaltig. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe gemerkt, der geht, und nur gedacht: Weiter, weiter, weiter", berichtete der 20-Jährige.

Kranjec holt sich den Einzel-Weltmeister-Titel

Mechler hielt an Position drei mit 199,5 und 208 Metern die Konkurrenz in Schach. "Ich bin sehr froh, dass es so funktioniert hat, nachdem es im Einzel nicht lief", sagte der 28-Jährige aus Isny. Freund hielt mit 212 und 213,5 Metern das Silber fest. "Nachdem die anderen so in Vorlage getreten waren, habe ich mich ziemlich sicher gefühlt. Und auf einmal sind wir Zweiter", sagte der Vortagesvierte.

Im Einzel am Vortag hatte Kranjec eine Atem raubende Flugshow abgeliefert und sich zum ältesten Skiflug-Weltmeister der Geschichte gekrönt. Im Finale segelte der 30-Jährige auf 244 Meter und überflügelte damit noch den zur Halbzeit führenden Norweger Rune Velta und Topfavorit Koch. Der Österreicher stürzte bei 243 Meter und musste sich mit Bronze trösten. "Zuerst konnte ich das gar nicht glauben. Ich hoffe nur, dass ich nicht aufwache und feststellen muss, dass alles nur ein Traum war", sagte Kranjec.

Freund: "Bin ein sehr glücklicher Vierter"

Der Slowene feierte damit ein spätes Happy End seiner Karriere, die nach einem Horrorsturz 1999 auf seiner Heimschanze in Planica fast schon vorüber gewesen wäre. Damals purzelte Kranjec kopfüber den Hang hinunter und kehrte erst nach knapp einjähriger Verletzungspause auf die Schanze zurück. "Ich hatte damals sehr viel Glück", erzählte er im Rückblick.

Dass Freund nicht auf dem Podium stand, lag nicht am fehlenden Fortune. Gegen das Top-Trio war einfach kein Kraut gewachsen. "Ich bin ein sehr glücklicher Vierter. Bei meiner ersten Skiflug-WM ist das eine richtig starke Leistung", resümierte er.

Freitag landet auf Rang neun

Nach Flügen auf 210,5 und 208,5 Meter lag der Bayer 13,6 Punkte hinter dem Bronze-Platz. "Über die Rechtmäßigkeit der Podiumsbesetzung muss man nicht sprechen. Die drei haben schon an den Tagen zuvor gezeigt, dass sie dahin gehören. Ich gehe sehr zufrieden aus dem Wettkampf heraus", sagte Freund.

Freitag komplettierte als Neunter das gute Ergebnis der DSV-Adler, die in dem zweieinhalbstündigen Wettbewerb wie alle Springer viel Geduld aufbringen mussten. Wank kam auf Rang 17, Mechler wurde 23. Der Norweger Anders Fannemel verfehlte im ersten Versuch mit 244,5 Metern den Weltrekord seines Landsmannes Johan Remen Evensen nur um zwei Meter, ging aber trotzdem leer aus.

Die Skiflug-Weltmeister-Teams im Überblick

JahrSiegerSchanze
2004NorwegenPlanica
2006NorwegenKulm
2008ÖsterreichOberstdorf
2010ÖsterreichPlanica
2012ÖsterreichVikersund

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