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Skispringen: Severin Freund siegt beim Weltcup-Auftakt

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Auftakt nach Maß für die DSV-Adler

24.11.2012, 17:30 Uhr | dpa

Skispringen: Severin Freund siegt beim Weltcup-Auftakt. Severin Freund gewinnt den Weltcup-Auftakt der Skispringer in Lillehammer. (Quelle: dpa)

Severin Freund gewinnt den Weltcup-Auftakt der Skispringer in Lillehammer. (Quelle: dpa)

Das Lachen wollte aus dem Gesicht von Severin Freund gar nicht mehr verschwinden. Gleich beim ersten Einzel-Weltcup der neuen Skisprung-Saison feierte der 24-Jährige auf der Normalschanze von Lillehammer einen Sieg. In einem spannenden Wettbewerb setzte sich der Bayer mit Weiten von 98 und 100,5 Metern und der Gesamtnote 268,5 durch.

Damit verwies er den Österreicher Thomas Morgenstern (99/102/267,2) und den norwegischen Weltcup-Gesamtsieger der vergangenen Saison, Anders Bardal (98/101/267,0), auf die Plätze.

Vor einem halben Jahr operiert

"Das ist ein Hammer-Saisoneinstieg, ich bin sehr glücklich. Es war sehr schön, heute zu springen. Ich bin im Moment sehr entspannt, weil ich komplett schmerzfrei bin. Ich genieße es einfach", sagte der Sieger. Er wusste nicht so recht, wie ihm geschah. Denn noch vor einem halben Jahr hatte niemand mit ihm gerechnet. Da musste sich der 24-Jährige einer Bandscheibenoperation unterziehen. Er begann sehr spät mit dem Sommer-Training und kam erst bei den letzten beiden Springen des Sommer-Grand-Prix ins internationale Wettkampfgeschehen zurück.

Und wie: Er gewann in Klingenthal und holte sich dort auch den Meistertitel auf der Großschanze. Und das mit neuem Material. "Die Umstellung hat mich nicht behindert", sagte Freund.

Schlechtere Bedingungen als die Konkurrenz

"Das ist ein toller Saisonstart. Ich habe es sehr genossen, abzuwinken. Es war wunderbar", jubelte Bundestrainer Werner Schuster.

Besonders imponierte ihm die Leistung des Siegers, weil dieser keine guten Bedingungen hatte. "Für Severin war es schwer, denn die Springer vor ihm hatten Aufwind, er hatte keinen mehr. Da musste man schon eine fantastische Qualität zeigen. Er hat den Sprung super getroffen", sagte Schuster.

Debütant zur Halbzeit vorne

Für ungläubiges Staunen hatte bei Halbzeit Andreas Wellinger gesorgt. Der 17-Jährige hatte mit 103 Metern nicht nur die größte Weite gestanden, sondern sich vor allen Etablierten an die Spitze des Klassements gesetzt. "Es war ein richtig schöner Sprung, da hat alles gepasst. Ich nutze die Tage hier, um mich an das hohe Niveau heranzutasten", sagte der Debütant.

So ganz egal war es ihm dann aber doch nicht, als Letzter des Wettkampfes auf den Balken zu klettern. Dennoch sprang er noch einmal 98,5 Meter weit und wurde Fünfter. "Als ich abgeschwungen bin, konnte ich schon jubeln, weil es ein unglaublicher Wettkampf für mich war", erklärte der Youngster.

Wank nicht fürs Finale qualifiziert

"Ihn haben wir im Sommer entdeckt. Er ist ein sehr interessanter Mann und hat mich mit seinen Qualitäten überzeugt. Seine Stärke ist seine Unverbrauchtheit, zudem hat er gute Hebel", lobte Schuster das neue Juwel in seinem Kader.

Enttäuschung herrschte bei Andreas Wank. Der Sommer-Grand-Prix-Gesamtsieger schied als 37. des ersten Durchganges frühzeitig aus. "Der Weltcup-Start kommt für mich etwas zu früh, mir fehlen noch ein paar Prozent. Ich hoffe, dass es auf der Großschanze am Sonntag besser klappt", sagte Wank.

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