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Skispringen: Martin Schmitt setzt sich Ultimatum

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"Ich muss mir dann überlegen, ob es noch Sinn macht"

02.12.2012, 15:01 Uhr | sid, t-online.de, dpa

Skispringen: Martin Schmitt setzt sich Ultimatum. Skispringer Martin Schmitt (Quelle: imago / GEPA pictures)

Skispringer Martin Schmitt (Quelle: imago / GEPA pictures)

Martin Schmitt erwägt ein baldiges Ende seiner Skisprung-Karriere, falls er bei der Vierschanzentournee nicht den Sprung zurück ins deutsche A-Team schafft. "Wenn ich die Tournee nicht zu Ende fahren kann und ich sehe, dass ich weit weg von der Spitze bin, muss ich mir Gedanken machen. Ich muss mir dann überlegen, ob es noch Sinn macht", sagte der 34-Jährige der "Bild am Sonntag" und setzt sich damit selbst ein Ultimatum.

Derzeit bereitet sich Schmitt mit der B-Nationalmannschaft auf seinen Saisonstart im zweitklassigen Continentalcup am kommenden Wochenende in Almaty (Kasachstan) vor. Der bekannteste deutsche Skispringer gehört auf Grund seines schlechten Abschneidens in der Vorsaison - er wurde Weltcup-52. - nicht mehr zum A-Team des DSV.

Schmitt will letzte Chance nutzen

Bei den deutschen Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf (30.12.) und Garmisch-Partenkirchen (1.1.) wird Schmitt hingegen vorübergehend aber wieder zum deutschen A-Team gehören, da Bundestrainer Werner Schuster dort eine größere Mannschaft aufbieten darf. Vor der Reise nach Innsbruck (4.1.) muss Schuster sein Team jedoch wieder verkleinern. Im vergangenen Jahr war Schmitt diesem Cut zum Opfer gefallen.

"Mein Ziel ist es, bei der Vierschanzentournee in vier Wochen gut in Form zu sein und dann vor allem alle Springen mitzumachen", formulierte der derzeit formschwache viermalige Weltmeister sein Ziel. Um das zu erreichen, müsste er zur Tournee-Halbzeit zu den besten sechs DSV-Springern gehören.

Karriere-Ende bereits im Januar 2013?

Ansprüche stellt Schmitt angesichts des überragenden Weltcup-Auftakts seiner Teamkollegen mit drei Siegen in vier Wettbewerben nicht. "Der Bundestrainer muss nicht auf mich warten. Er kennt meinen Antrieb, er weiß, warum ich das alles auf mich nehme. Ich traue mir immer noch eine Rückkehr zu. Darauf liegt gerade meine ganze Konzentration", erklärte Schmitt und fügte hinzu: "Dass ich nicht mehr drei, vier Jahre Skispringen werde, ist doch allen klar."

Schmitts Karriereende könnte allerdings schneller kommen, als geplant. Schafft es der Routinier nicht mehr zurück in die A-Nationalmannschaft, ist ein Rücktritt bereits im Januar 2013 mehr als wahrscheinlich.

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