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Skispringen: DSV-Adler stürzen in Planica ab

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Deutsche Skispringer zurück auf dem Boden der Tatsachen

23.03.2013, 14:14 Uhr | dpa

Deutsche Skispringer zurück auf dem Boden der Tatsachen. Severin Freund bei seinem Flug in den Zuschauerkessel von Planica. (Quelle: imago/Eibner)

Severin Freund bei seinem Flug in den Zuschauerkessel von Planica. (Quelle: Eibner/imago)

Die deutschen Skispringer haben im letzten Team-Fliegen des Winters das erhoffte Podest klar verpasst. Beim Heimsieg der überragenden Slowenen landeten Severin Freund, Richard Freitag, Michael Neumayer und der in der Probe heftig gestürzte Andreas Wellinger mit 1501,6 Punkten nur auf dem sechsten Platz. Hinter Slowenien (1561,8) kamen in Planica Norwegen (1551,1) und Österreich (1546,7) auf das Podium.

Für die DSV-Adler war das Ergebnis nach Wellingers Sturz am Morgen beinahe Nebensache. Der 17-Jährige war auf der zweitgrößten Schanze der Welt in der Luft aus dem Gleichgewicht geraten, auf den Boden gestürzt und etwa 100 Meter bis in den Zielraum gerutscht. "Ich habe kurz das Schlimmste befürchtet", sagte Bundestrainer Werner Schuster: "Er hat danach eine sensationelle Reaktion gezeigt und ist toll gesprungen. Das war ein Meilenstein in seiner Entwicklung."

Tritt Freund in Hannawalds Fußstapfen?

Zur Halbzeit lag das DSV-Team, das 2012 bei der Skiflug-WM in Vikersund Silber gewonnen hatte, sogar nur auf dem siebten Rang. An den Gastgebern führte vor 20.000 begeisterten Zuschauern aber kein Weg vorbei: Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec, Peter Prevc, Jurij Tepes und Andraz Pograjc sorgten für den ersten Heimsieg eines slowenischen Teams in der bisherigen Weltcup-Geschichte von Planica.

Foto-Show: Der deutsche Skisprung-Kader 2012/2013

Morgen steht im "Tal der Schanzen" der letzte Wettbewerb der Saison auf dem Programm. Severin Freund kann dabei als erster DSV-Adler seit Sven Hannawald in der Saison 2002/03 noch einen Platz unter den besten Drei des Gesamtweltcups erobern, muss dafür aber 27 Punkte Rückstand auf den polnischen Weltmeister Kamil Stoch aufholen.

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