26.07.2013, 10:15 Uhr | dpa
Andreas Wank hat seine Erwartungen auf einen Sieg beim Sommer-Grand-Prix heruntergeschraubt. (Quelle: dpa)
Hinterzarten (dpa) - Über 30 Grad Celsius und die Sonne knallt auf die fünf Millimeter dicken Schaumstoffanzüge der Skispringer. Nach der Landung reißt Andreas Wank wie im Reflex den Reißverschluss seines Anzuges auf und atmet durch.
"Gefühlsmäßig sind es noch höhere Temperaturen. Aber es macht Spaß im Sommer, die Spuren sind wie ein Schienengleis", sagt Wank. Im Vorjahr holte er als erster deutscher Springer nach Sven Hannawald 1999 den Gesamtsieg im Sommer-Grand-Prix.
Vor dem Start der diesjährigen Serie in Hinterzarten senkt er die Erwartungen jedoch fast auf null. "Der Sommer-Grand-Prix ist mir nicht egal, aber auch nicht wichtig. Ich will lieber im Winter konkurrenzfähig sein", betont der gebürtige Hallenser. In der bevorstehenden Olympia-Saison, die am 23./24. November erstmals in Klingenthal mit dem Weltcup startet, will er seine Sommer-Qualitäten endlich auch im Schnee zeigen.
Gibt es da ein spezielles Geheimnis? "Das würde ich gerne kennen", lacht der 25-Jährige, der mitten in der Mittagshitze eine Pudelmütze auf dem Kopf trägt. "Wenn alles verletzungsfrei geht, dann kann man im Winter die Form mit reinnehmen. Heute ist es einfacher, man springt das letzte Springen im Sommer und ist zwei Wochen später schon im Schnee. Diesmal ist es mit den beiden Stationen in Klingenthal sicherlich einfacher", betont Wank, olympischer Silbermedaillen-Gewinner von Vancouver mit der Mannschaft.
Bundestrainer Werner Schuster sieht sein junges Team auf einem guten Weg, weiß aber um "einen langen, harten Winter". Der Sommer-Grand-Prix, den er auf den ersten beiden Stationen in Hinterzarten und Wisla in Bestbesetzung angehen will, sieht er nur als Bestandsaufnahme. "Danach werden wir weitersehen. Die FIS hat sich entschieden, neue Veranstalter reinzuholen. Der Kalender wurde mit sehr viel weiten Reisen aufgepeppt. Daher werden wir mit den Topleuten nicht an allen Wettbewerben teilnehmen", sagt Schuster und stellt zugleich klar: "Dort wo wir teilnehmen, wollen wir aber auch gut sein."
Im olympischen Winter verzichtet der Österreicher auf "große Experimente. Die Belastungserträglichkeit hat sich erhöht, athletisch sind wir neue Wege gegangen", erklärt Schuster. Er hofft auf einen guten Weltcup-Start in der Heimat: "Wenn man nicht gut startet, wird es schwierig, auch von der Startreihenfolge her. Wir haben eine junge, hungrige Mannschaft. Wenn man Selbstvertrauen hat, ist es für den Sportler das beste Doping, sag ich mal".
In den vergangenen Monaten hat der Trainer vor allem auf dem wissenschaftlichen Sektor viel gearbeitet. "Wir sind ständig dran an den Entwicklungen, am Puls der Zeit. Das FES musste lernen, wie Skispringen geht und wir mussten lernen, was das FES kann, wir haben uns gut angenähert und arbeiten auf Hochdruck. Immerhin ist es eine Präzisionssportart geworden. Es ging von der Quantität weg hin zur Qualität." Dank der Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in Leipzig und dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin sieht Schuster die wissenschaftliche Unterstützung der deutschen Adler "als weltweit führend".
26.07.2013, 10:15 Uhr | dpa
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