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DSV-Youngster fürchten weder Tod noch Teufel

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Nach erstem Weltcupsieg  

DSV-Youngster fürchten weder Tod noch Teufel

09.12.2013, 11:40 Uhr | t-online.de, dpa, sid

DSV-Youngster fürchten weder Tod noch Teufel. Die deutschen Skispringer um Richard Freitag (Mi.) und Severin Freund (re.) haben gut lachen. (Quelle: imago / GEPA pictures)

Die deutschen Skispringer um Richard Freitag (Mi.) und Severin Freund (re.) haben gut lachen. (Quelle: imago / GEPA pictures)

Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster konnte sich wieder über eine schon beängstigend gute Mannschaftsleistung freuen. Beim Weltcup in Lillehammer sorgte Skispringer Severin Freund mit seinem Erfolg für das Glanzlichte. Mit dem fünften Weltcuperfolg seiner Karriere krönte Freund den Superstart der deutschen Skispringer in den Olympia-Winter. Schon am Vortag trug der Bundestrainer ein breites Grinsen im Gesicht, nachdem Richard Freitag mit dem dritten Platz auf der Normalschanze geglänzt hatte.

Zudem landeten alle sieben DSV-Springer auf der Normalschanze unter den besten 19. Mit dem wieder genesenen Freitag, Andreas Wellinger, Freund und Marinus Kraus haben nun bereits vier Deutsche die Olympia-Norm geknackt. "Das ist komfortabel, aber die anderen drei schaffen das auch noch. Leider können wir nur fünf Springer nach Sotschi mitnehmen", sagte Schuster.

DSV betreibt beste Eigenwerbung

Ein Luxusproblem für den Deutschen Skiverband. "Wir hatten wieder sechs Springer im Finale, aber ein paar Leute haben Luft nach oben gelassen", sagte Schuster. Bei vier Einzelspringen in diesem Winter waren vier seiner Schützlinge auf dem Podest.

In Lillehammer gab es nun den ersten Saisonsieg. Die nordische Abteilung des DSV betreibt in der Frühphase der Olympia-Saison mit Siegen und Top-Platzierungen weiter beste Eigenwerbung. Der Bundestrainer kann in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen. Mit derart vielen Springern im Wettbewerb ist es zumeist einem Athlet möglich, auch bei schweren Bedingungen auf den vorderen Plätzen zu landen.

Aber nicht nur die Etablierten um Freitag, der ein glanzvolles Schanzen-Comeback nach zehnwöchiger Verletzungspause feierte, lassen aufhorchen. Gerade die jungen Springer sorgen für Furore. Der 22 Jahre alte Polizeimeister Kraus gilt nach Rang zwei in Kuusamo als nächster Shootingstar des deutschen Skispringens. Noch vor wenigen Wochen hatte den Oberaudorfer fast niemand auf dem Zettel.

Youngster erhalten Vorzug

Und Kollege Karl Geiger machte im Mixed-Team-Wettbewerb mit seinem fulminanten Schanzenrekordes auf sich aufmerksam. Der 20-Jährige hatte wie Saison-Senkrechtstarter Kraus überraschend den Vorzug vor den "alten Hasen" Freund und Wellinger erhalten.

Sogar Seriensieger Schlierenzauer zog seinen Hut vor der neuen deutschen Springer-Generation. "Die Deutschen haben immer wieder neue junge Springer. Sie sind eine gefährliche Truppe, auf die man aufpassen muss", sagte der zweimalige Gewinner der Vierschanzentournee und fügte noch schnell hinzu: "Es gefällt mit natürlich gut, dass der große Nachbar wieder sehr gut ist. Das ist für den ganzen Sport gut."

Kraus fürchtet weder Tod noch Teufel

Doch so ganz überraschend kommt der Erfolg von Kraus indes nicht. Erst im Oktober hatte er mit dem Gewinn des DM-Titels vor Geiger und Freund ein Ausrufezeichen gesetzt. "Da hatte er nicht etwa Glück, sondern war und ist leistungsstark", sagt Schuster und zählt die zahlreichen Qualitäten des unerschrockenen Weitenjägers auf: "Er ist ein ganz fantastischer Flieger, ein mutiger Springer. Er fürchtet weder Tod noch Teufel, und er kann bei Wind springen. Er hat ganz interessante Qualitäten."

Schuster wurde erst vor wenigen Wochen gefragt, ob er für den Olympia-Winter eine Geheimwaffe im Köcher habe. Seine damalige Antwort: "Das ist dieses Jahr nicht der Fall." Er könnte sich getäuscht haben. Zumindest auf der Rechnung hatte Schuster Youngster Kraus, der sich im Sommer mit Podestplätzen im zweitklassigen Continental Cup empfohlen hatte, aber längst. "Er kann definitiv ein Wörtchen mitreden und wird seine Chance auf Olympia suchen", hatte der Coach vor Saisonbeginn gesagt.

Olympia-Aus für Martin Schmitt

In der Tat hat Kraus die Norm für Sotschi nun gleich zweimal erfüllt, an ihm wird Schuster bei der Nominierung kaum vorbeikommen. Das erhöht gleichzeitig den Druck auf die übrigen DSV-Adler - und lässt im Gegenzug die Chancen des 35-jährigen Martin Schmitt weiter schwinden, seine fünften Winterspiele zu erleben. Hier erfahren Sie mehr über die DSV-Athleten.

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