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Vierschanzen-Tournee: Severin Freund ist "bereit für den Sieg"

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Vierschanzen-Tournee  

Freund: "Ich bin bereit für den Sieg"

27.12.2013, 12:39 Uhr | dpa, sid

Vierschanzen-Tournee: Severin Freund ist "bereit für den Sieg". Weite Sprünge erhofft sich das deutsche Publikum nicht nur von Severin Freund (Quelle: imago/GEPA pictures)

Weite Sprünge erhofft sich das deutsche Publikum nicht nur von Severin Freund. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Ein unbekümmerter Youngster, ein unbeschwerter Rückkehrer und ein unaufgeregter Frontmann: Mit einem schlagkräftigen Dreigestirn an der Spitze wollen die deutschen Ski-Adler bei der 62. Vierschanzen-Tournee der starken Konkurrenz die Stirn bieten.

Andreas Wellinger, Richard Freitag und vor allem Severin Freund tragen die Hoffnungen auf den ersten Tagessieg seit elf Jahren und träumen insgeheim sogar vom ersten Gesamttriumph seit Sven Hannawald im Winter 2001/02. "Wir wollen nicht die Ära von Hannawald und Schmitt zurückholen, sondern eine eigene beginnen", stellt Freund klar.

Auch wenn im Vorfeld nicht alles nach Plan lief, sieht Bundestrainer Werner Schuster seine Schützlinge für das erste große Kräftemessen im Olympia-Winter in Oberstdorf

gerüstet: "Drei Spitzenspringer sind recht viel, mehr hat keine andere Nation. Der Sieg ist trotz der enormen Konkurrenz für uns möglich." Und mit Freund haben die DSV-Adler einen Springer, der auch in der Gesamtwertung ein Wörtchen mitreden wird. "Die drei Topkandidaten sind Kamil Stoch, Anders Bardal und Gregor Schlierenzauer. Severin Freund ist die Nummer vier", sagt Schuster.

Konstanz ist gefragt

Gleich fünf Mal standen seine Schützlinge in dieser Saison bereits auf dem Podium, Freund in Lillehammer sogar ganz oben. Dorthin will der 25 Jahre alte Bayer auch bei der Tournee. "Ich bin bereit für den Sieg."

Doch dazu müsste er acht gute Sprünge abliefern. Mit der Konstanz haperte es bei der letzten Tournee. Platz drei in Oberstdorf folgten die Ränge 15 in Garmisch-Partenkirchen, 4 in Innsbruck und 33 in Bischofshofen. Am Ende bleib ihm dann nur Platz 13 in der Gesamtwertung. "Mit einem schlechten Sprung kann es schon vorbei sein. Deswegen will ich mir da auch selbst keinen Druck machen. Ich will wie gesagt vier gute Wettkämpfe springen und dann schauen wir mal, wie es in der Gesamtwertung aussieht", hatte Freund unlängst im Interview mit t-online.de erklärt.

Wer stoppt Schlierenzauers Siegesserie?

Diese gewann in den vergangenen beiden Wintern Gregor Schlierenzauer. Der Österreicher kann als zweiter Skispringer der Geschichte den Tournee-Hattrick schaffen. Drei Gesamtsiege in Folge waren bislang nur dem Norweger Björn Wirkola zwischen 1967 und 1969 gelungen. "Ich kann sicherlich auch gewinnen, mache mir da aber weniger Gedanken als die Experten", sagt Schlierenzauer bescheiden.

Der Konkurrenz bleibt die Hoffnung, dass der Österreicher sein Hauptaugenmerk auf die Olympischen Spiele im Februar richtet. Genug Verfolger gibt es jedenfalls - etwa der polnische Weltmeister Stoch, der immerhin als Führender im Gesamtweltcup zur Tournee reist. Oder der Japaner Taku Takeuchi, zu Saisonbeginn in überragender Form.

Hannawald bangt um seine Einzigartigkeit

Und natürlich ist da noch Simon Ammann, der viermal Olympia-Gold gewann, aber noch nie die Tournee. "Ich glaube, dass ich eine kleine Chance habe. Sobald ich rieche, dass es möglich ist, werde ich kämpfen", sagt der Schweizer.

Vor dem Fernseher Nägel kauen wird derweil wie in jedem Jahr Sven Hannawald. "Ich habe nach wie vor die Hoffnung, dass ich der einzige Springer mit vier Siegen bleibe", sagte der 39-Jährige. Dieses Kunststück war ihm als bisher einziger Athlet im Winter 2001/2002 gelungen.

Freitag lange verletzt

Als deutsche Geheimwaffe geht Richard Freitag in die Wettkampfserie mit den Springen in Oberstdorf (am Sonntag ab 16.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker), Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar). Nach einer zehnwöchigen Auszeit wegen eines Mittelfußbruches und der aufgrund einer Knochenhautreizung verpassten Generalprobe lastet kein Druck auf dem 22 Jahre alten Sachsen.

"Als seriöser Tournee-Topkandidat fällt er natürlich raus. Aber er kann richtig gut springen und überraschen. Er hat nichts zu verlieren", meint der Bundestrainer.

Wellinger auf der erweiterten Kandidatenliste

Freitag selbst gibt sich cool: "Der gereizten Knochenhaut haben der Verzicht auf den Weltcup in Engelberg und die Ruhetage über Weihnachten gut getan. Ich fühle mich fit und bin motiviert, bei der Vierschanzen-Tournee gute Sprünge zu zeigen. Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs gehöre ich sicher nicht zu den Top-Favoriten. Dies ist eine Situation, die ich für mich bestmöglich nutzen möchte."

Auch Wellinger will eine gute Figur abgeben. "Es ist eine Herausforderung, nach dem ersten Jahr, in dem ich im Mittelpunkt gestanden bin, wieder vorne dabei zu sein und mich zu stabilisieren", verkündete der 18-Jährige. Mit Platz zwei beim vorweihnachtlichen Weltcup in Engelberg deutete er an, dass mit ihm zu rechnen ist. "Ich würde ihn auf jeden Fall nicht von der erweiterten Kandidatenliste streichen", sagt Schuster.

Schmitt bekommt seine Chance

Für Martin Schmitt wird die 18. Tournee seiner Karriere auch die letzte. "Ich will mich in einer guten Verfassung präsentieren. Letzten Winter ist das ja ganz gut gelungen", sagte der 35-Jährige. Bisher kam er in diesem Winter nur im Continental Cup zum Einsatz, konnte dort aber den Bundestrainer überzeugen, ihm noch einmal eine Chance zu geben.

Dennoch droht dem viermaligen Ex-Weltmeister eine "Zwei-Schanzen-Tournee". Nach dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen muss Schuster sein Aufgebot von 13 auf sieben Athleten reduzieren. Im Vorjahr schaffte Schmitt den Cut - und belegte im Gesamtklassement Platz zehn.

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